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  • DE-30159 Hannover
  • 06/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-28282)

Hannover City 2020+


  • Teilnahme 2. Phase Leibnizufer / Hohes Ufer


    Architekten
    Hemprich Tophof, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: TDB Landschaftsarchitektur Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Hannover 2020

    In einer Zeit des „Anything goes“, der Signature Buildings und des „Stadtmarketings“ müssen Bürger und Politik sich auf ihre historischen Wurzeln besinnen, um gemeinsam ein Bild für die Zukunft zu entwerfen.

    „Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen. Was jener gewollt hat müssen wir erforschen, wenn wir wissen wollen, was dieser will.“
    Heinrich Heine

    Hannover blickt auf eine reiche städtebauliche Geschichte zurück, die im Klassizismus und den Nachkriegsjahren Gestaltungen fanden, die nationalen und sogar internationalen Rang besaßen. Zu leicht wird die Ideengeschichte dieser Schichten überdeckt von den scheinbaren funktionalen Zwängen und wirtschaftlichen Moden des Tagesgeschäftes. Die Zerstörungen des 2. Weltkriegs und der mit ungeheurer Energie erfolgte Wiederaufbau nach dem Ideal des „demokratischen Bauens“ rufen noch nach 2 Generationen Phantomschmerzen hervor, die mit rein funktionalen und wirtschaftlich induzierten Eingriffen und Bauwerken nicht geheilt werden können.

    Wenn bereits Hillebrecht Anfang der 50-iger Jahre für Hannover die Gefahr sah, „dass mit der Zerstörung ihrer Fachwerkhäuser auch ihre geschichtliche Vergangenheit ausgelöscht ist und aus ihr eine Allerweltsstadt wird“, dann ist diese Gefahr heute in einem viel reicheren Land leider realer geworden.

    Die Herausforderungen unserer Zukunft liegen heute offen vor uns und betreffen uns alle in einem globalen Maßstab. Städte sind heute die Sinnbilder und Kulminationspunkte des Wandels, den wir meistern müssen. Wir verbinden die großen Themen nicht mehr mit Nationen sondern mit Städten, wir sprechen von Kopenhagen, wenn wir den Klimawandel thematisieren.

    Hannover besitzt eine reiche Geschichte den erforderlichen technologischen Wandel zu thematisieren und umzusetzen. Wenn die Expo 2000 „Mensch - Natur - Technik“ oder die Hannover Messe 2010 „Energie und Mobilität“ als ihre Themen wählen, dann muss dies gleichzeitig der Anspruch an den Wandel der Innenstadt sein. Hannovers Innenstadt bietet mit ihren Brüchen, offenen Räumen und noch immer vorhandenen Wunden die Chance eine europäische Modellstadt für das 21. Jahrhundert zu werden.

    „Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“
    Perikles

    Hannover braucht diesen Mut um unter dem Druck der vielfältigen modernen Nutzungsansprüchen die große städtebauliche Ideengeschichte nicht gänzlich zu verlieren und zu einer neuen Form zu führen. Insbesondere die funktionalen und wirtschaftlichen Überlagerungen der letzten Jahrzehnte behindern die Lesbarkeit der je eigenen Schönheit der beiden großen Stadtentwürfe.

    Hannover 2020 soll eine Transformation dieser Strukturen zu einer Stadtgestalt einleiten, die ihre Gestalt und Schönheit aus der Überlagerung, Herausarbeitung und Neudefinition der historischen Spuren zu einem neuen Ganzen bezieht.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 19.03.2010, 14:04
Zuletzt aktualisiert 30.09.2011, 14:53
Beitrags-ID 4-35007
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