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  • DE-91301 Forchheim
  • 04/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-29373)

Wohn- und Geschäftshaus in Forchheim - Paradeplatz


  • 1. Preis


    Architekten
    KAYSER ARCHITEKTEN GmbH, Aalen (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    25.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die gestaffelte Volumetrie des Entwurfes schafft es, eigenständig an die unterschiedlichen Höhen der Bestandsbebauung anzuschließen. Der polygonal geknickte Verlauf der Fassade am Paradeplatz baut Bezug auf zur Kleinteiligkeit der Nachbargebäude ohne sich anzubiedern. Die Gliederung der Erdgeschoßzone und Betonung der Eingänge unterstützt dies noch. Lage und Ausformung der Passage als offene Gasse ist räumlich spannend und gut gelungen, jedoch in ihrer Dramatik im Hinblick auf die Angemessenheit zu hinterfragen.
    Durch die Anordnung des zentralen Treppenhauses in der Passage bleibt die Fassade zum Paradeplatz frei für gewerbliche Nutzungen. Die Erschließung der Obergeschosse mit nur einem Treppenhaus ist sehr wirtschaftlich, hinsichtlich der Fluchtwegelängen aber ausgereizt. Die Anlieferung des stärker frequentierten Lebensmittelmarktes ist richtigerweise aus der Fußwegachse herausgenommen, kollidiert allerdings mit der Erschließung der rückwärtigen Parkplätze.
    Das Bistro liegt richtig am Durchgang mit der Fläche des Supermarktes verbunden; die Verkaufsfläche des Textilladens ist etwas zu klein, bietet allerdings erdgeschossig Lagerflächen und ist insgesamt in ihrer Größe zusammenhängend sinnvoll für die vorgesehene Nutzung geeignet.
    Aussagen zur Büronutzung lassen mit einer großen Fassadenabwicklung gute Nutzbarkeit erwarten. Die sehr wirtschaftliche Erschließung hat zur Folge, dass ein geringer Teil der Wohnungen nicht durchgesteckt ist, dafür haben fast alle großzügige Dachterrassen. Diese erlauben durch die gerichtete Grundform des Baukörpers geschützte Freiflächen mit privatem Charakter.
    Aus denkmalpflegerischer Sicht wirkt die ungewöhnliche Brechung der Fassaden alles andere als ortstypisch, die Baumassen und Gliederungen fügen sich aber dennoch in das städtebauliche Umfeld ein.
    Die Anliefersituation ist praktikabel. Durch die Auffälligkeit des Gebäudes ist eine ausreichende Fernwirkung gegeben. Die wenigen, nach Nordwesten gerichteten Wohnflächen werden kritisch gesehen. Die Flächenvorgaben werden z.T. nicht erreicht.