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  • DE-16225 Eberswalde
  • 05/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-33315)

Stadtpromenade zum Finowkanal


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Atelier LOIDL, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Claudia Köllner, Norman Harzer, Peter Flunkert, Benjamin Gutsche, Anna Jan

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Studio Wessendorf, Berlin (DE)

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit besticht durch eine klare stadträumliche Gliederung des Plangebietes, bestehend aus der „Landschaft am Finowkanal“ mit einer differenzierten Durchgrünung und Durchwegung im westlichen Teilbereich einerseits und dem „neuen Stadtpark als Entree“ mit neuen Bauflächen im östlichen Wettbewerbsgebiet andererseits.
    Während auf den westlichen Flächen durch sorgsam in den Bestand eingefügte, unterschiedlich ausgeprägte Querwege zwischen Bergerstraße und Finowkanal dem Anliegen der Auslobung nach der Verknüpfung von Stadt und Kanal entsprochen wird, „wächst die Stadt“ im Kernbereich an der SchwaÅNrzemündung unter dieser Zielsetzung förmlich zum Wasser hin: durch Weiterbauen in blockartigen Strukturen wird der neue Schwärzepark räumlich grosszügig gefasst und funktionell bereichert. Er rückt in die Mitte des Geschehens, wobei – wohltuend - die bislang trennenden Verkehrsachsen ihre jetzige Mittenlage und Dominanz verlieren. Klammerartig führen Wege zum Wasser bzw. in die Altstadt. Die Schwärze säumen beidseitig Wege, wobei es gelingt, die Querung der Eisenbahnstraße - auch durch die Anlage eines Mittelstreifens – für Fußgänger zu verbessern und diese Verkehrsachse durch Ausbildung einer Baumallee in den Teilraum zu integrieren. Es gelingt dem Entwurf, markante, einprägsame Orte zu schaffen. Sowohl der Torplatz, als auch der Dreiecksplatz an der Schwärzemündung als Auftakt der grosszügigen Uferpromenade bereichern den ansonsten „ruhigen“ Grünraum, der mit seiner sanften Höhenentwicklung die GrünflaÅNchen dies- und jenseits der Eisenbahnstraße gestalterisch verbindet. Die städtisch geprägten Bereiche sind, auch im Hinblick auf eine mögliche Konkurrenz zum Marktplatz (als dem übergeordneten öffentlichen Raum der Stadt Eberswalde) maßstäblich angemessen ausgebildet. Die durch die Teilnehmer aufgezeigte bauliche Verdichtung im Kernbereich, insbesondere mittels vier neuer Baublöcke westlich der Schwärzemündung, ist in Baustufen vorgesehen, so dass eine kurz- und mittelfristige Erhaltung der PKW-Stellplätze entsprechend der Auslobung ermöglicht wird. Eine durch das Preisgericht geforderte Überarbeitung der Blockstrukturen hinsichtlich Höhenentwicklung und Baudichte bzw. der Modifizierung hin zu offenen Bauformen stellt die schlüssige Gesamtidee grundsätzlich nicht in Frage. Überarbeitungsbedarf besteht aus Sicht des Preisgerichts bezüglich der vorgeschlagenen Bebauung am Schlachthof, die weniger massiv ausgebildet werden und sensibler auf die markante denkmalgeschützte Substanz reagieren sollte. Die zu erhaltende Fischtreppe im Bereich der Schleuse ist im Entwurf nur andeutungsweise dargestellt - deren Realisierung ist aber durch die Aussagen im Konzept nicht gefährdet.