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  • DE-16225 Eberswalde
  • 05/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-33315)

Stadtpromenade zum Finowkanal


  • 3. Preis

    Blatt 1

    Landschaftsarchitekten
    k1 Landschaftsarchitekten - Kuhn Klapka GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: raumzeit - Läufer, Tausch, Tuczek, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    MITARBEIT:
    Catherine Kuhn, Florian Mänz, Lars Hopstock, Peter Young, Torsten Wolff

    ERLÄUTERUNGSTEXT:
    Leitidee
    Die südliche Stadtpromenade wird als städtisch geprägter Weg mit Parksequenzen der landschaftlichen Nordpromenade, die als Parkband ausgebaut wird, gegenübergestellt. Es entstehen zwei Wege am Wasser mit unterschiedlichen Landschafts- und Erlebnisräumen. Die neue Stadtpromenade wird mit Grünverbindungen in dem südlich angrenzenden Stadtraum verankert und geht im Osten in den neuen Stadtpark über.

    Zwischen der Michaelisstraße und der Rathauspassage entsteht ein neues Quartier, das eigenständig zwischen der Altstadt im Osten und dem westlich angrenzenden Stadtquartier vermittelt und durch den Schwärze-Grünzug im Zentrum gekennzeichnet ist. Zur Eisenbahnstraße entsteht eine neue Stadtkante, während nach Süden auf den Bestand eingegangen wird. Der neue Mühlentorplatz markiert den Eingang zur Altstadt.

    Stadtpromenade
    Die Stadtpromenade wird aus dem südlichen Treidelweg entwickelt und spannt sich zwischen Wilhelmbrücke und Stadtschleuse mit unterschiedlichen Sequenzen und Aufenthaltsräumen auf.
    Im Gegensatz zum nördlichen Treidelweg finden sich an der neuen Stadtpromenade städtischere Elemente wie Anlegestellen, kleine Aussichtspunkte sowie Sitzstufen, die ein Herantreten an das Wasser und die Nutzung des Wassers ermöglichen. An den Abgängen von den Brücken und den Grünverbindungen nach Süden entstehen an der Promenade Aufweitungen und Platzflächen.
    Im Bereich der Anlegestelle am ehemaligen Zählwerk entsteht der kleine Treidelpark, der im Süden durch die baumbestandenen Stellplätze räumlich gefasst wird. Rasenstufen terrassieren das Gelände und ordnen die Freiflächen dem Kanal zu.

    Materialität
    Die Stadtpromenade wird mit einer Asphaltdecke hergestellt. Wasserseitig wird sie durch ein Plattenband aus Naturstein begleitet, das die Promenade auch optisch zum Wasser abgrenzt. Die Stadtpromenade wird durch ein zeitgemäßes Design bei der Möblierung ergänzt.

    Stadtpark
    Der neue Stadtpark an der Schwärzemündung ist durch differenzierte Orte am Wasser und neue Verbindungen in die Altstadt gekennzeichnet. Neben der Anlegestelle, die nun durch Sitzstufen zum Park hin gefasst ist, wird das ehemalige Brückenwiderlager als historische Reminiszenz aufgearbeitet sowie mit einer Terrasse an den Park angegliedert und kann somit als Aussichtspunkt genutzt werden. Der Parkteil westlich der Schwärzemündung wird mit einer neuen Brücke angebunden und die Mündung zusätzlich mit einer Abfolge von Sitzstufen inszeniert, in die Bestandsbäume integriert werden. Dahinter schließt eine Liegewiese an und öffnet den Raum zur Schwärze. Die historischen Ufermauern bleiben als Relikte erhalten. Der Baumbestand wird ausgelichtet und ergänzt, bleibt aber zum größten Teil erhalten.
    Weiterhin erhält der Park eine Aufwertung durch unterschiedliche Pflanzungen, wie die Rhododendren im südlichen Parkteil und an den Hängen zur Eisenbahnstraße. Am Steg an der Schwärze entsteht ein kleiner „Ufergarten“ mit standorttypischen Pflanzungen. Östlich der Friedensbrücke schließt sich die städtische Anlegestelle der Ausflugsschifffahrt an, die mit einer Platzfläche und einer neuen Wegeverbindung in die Altstadt aufgewertet wird. Das Angebot wird durch einen Kiosk und Toiletten ergänzt.
    Hier findet auch das Treidelspiel seinen Ausgangspunkt, das sich entlang des Kanals und der Stadtpromenade nach Westen zieht.

    Schwärze-Grünzug
    Der Schwärze-Grünzug verbindet die südlichen Stadtteile und den Grünzug am Weidendamm mit dem Kanal und schafft neue Anknüpfpunkte an die Altstadt. Im Bereich der Eisenbahnstraße wird er unter der Brücke mit einem Steg fortgeführt der einen kleinen Garten mit Wasserpflanzen und Großblattstauden umschließt und weiter zum Finowkanal führt.

    Nördlicher Treidelweg
    Das Nordufer wird zwischen Kanal und Siedlungsgebiet als ein Parkband aufgefasst und im Übergangsbereich zum Siedlungsrand weiterentwickelt. Durch gezielte Rodungs- und Pflanzmaßnahmen entsteht ein zusammenhängender und erlebbarer Freiraum, der Sport- und Spielnutzungen dem Spaziergänger und den Anwohnern gleichermaßen zur Verfügung stellt. Dabei werden die Bestandsflächen integriert und in Teilen besser angebunden. Ergänzend wird im Westen vorgeschlagen eine Garagenzeile aufzugeben und so Raum zu schaffen für Sport- und Spielflächen, die von einer Terrassenlage den Kanal überschauen. Die Promenade wird um einen Streifen aus wassergebundener Wegedecke erweitert und kann so die verschiedenen Nutzungen besser aufnehmen. Gegenüber dem Treidelpark werden die Rasenstufen als Thema aufgenommen und stellen so den Bezug zwischen den beiden Promenaden dar.
    Es wird angestrebt, auch bei der langfristigen Planung bei Arrondierungen im Siedlungsbereich das Parkband weiter zu entwickeln und die Anbindung an bzw. in die Siedlung zu verbessern.

    Städtebauliche Arrondierung
    Das Gebiet zwischen Michaelisstraße und Goethestraße wird städtebaulich arrondiert und über den Schwärze-Grünzug an den Finowkanal und im Süden an den Park am Weidendamm angebunden. Entlang der Schwärze finden sich im Süden Wohnbebauung und an der Schnittstelle zum Altstadtquartier Altenwohnen. Die beiden nördlichen Blöcke werden bis an die Eisenbahnstraße herangeführt und bilden mit dem westlichen Sparkassengebäude und dem Einkaufszentrum im Osten eine neue Stadtansicht heraus. Hier finden sich Einzelhandelsflächen. Das Gebäude Bergerstraße 3 wird mit einem eigenen kleinen Vorplatz eingebunden und kann von Süden erschlossen werden. Der neue östliche Block zum Altstadtquartier bildet mit dem Museum die Fassade zum neuen Mühlentorplatz, der als neues Entree zur Altstadt mit einer großzügigen Stufen- und Rampenanlage zum oberen Höhenniveau der Eisenbahnstraße vermittelt. Der Platz ist mit einem lichten Hain aus Gleditschien bestanden. Ein Wasserstein erinnert an die frühere Nutzung der Flächen als Mühlenteich und bildet einen attraktiven Anziehungspunkt auf dem Platz.

    Alter Schlachthof
    Die Freiflächen am Schlachthof werden in einen Park umgestaltet und in den Grünzug entlang des Finowkanals integriert. Die bewegte Topographie wird durch kleine Mauern abgefangen und mit einem Ostgarten ergänzt. Der Schlachthof wird in diesen Park eingebettet und kann sowohl privat (Gewerbe/Dienstleistungen) als auch durch öffentliche Nutzungen weitergenutzt werden. Südlich des Hauptgebäudes kann der Solitär als eigenständiger Gastronomiestandort mit einer Caféterrasse genutzt werden. Auf dem Niveau des Finowkanals schließen sich Flächen für die Wasserwanderer an. Bei einer öffentlichen Nutzung des Schlachthofs können die Sonnenterrassen auch erweitert werden. Eine öffentliche Wegeverbindung führt über die Terrassen von der Breitestraße zum Finowkanal.
    An der östlichen Kante des Schlachthofgeländes erfolgt eine städtebauliche Arrondierung durch Stadthäuser mit eigenen Gärten. Am Kanal ergänzen zwei Stadtvillen die neue Wohnlage.

    Berger Straße
    Das Straßenprofil wird auf 6,5 Meter mit beidseitigen Radwegen zurückgebaut. Im östlichen Teil der Berger Straße wird das Profil um eine Baumreihe und eine begrenzte Anzahl von Stellplätzen ergänzt. Langfristig sollte die Berger Straße als Wohn- und Geschäftsstraße, mit dem Standortvorteil der Grünflächen an der Stadtpromenade und der Nähe zum Zentrum, entwickelt werden. Die Baulücken und Stellplätze werden in einem ersten Schritt mit Baumhainen überstellt, um dem Straßenprofil eine Raumgrenze geben. Mit einer möglichen Entwicklung der freien Grundstücke sollen die Baumhaine durch Gebäude ersetzt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.