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  • 3. Rang


    Landschaftsarchitekten
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH, Köln (DE)
    Landschaftsarchitekten: Melchior + Wittpohl Ingenieurgesellschaft GbR, Hamburg (DE)
      PAUL WURTH UMWELTTECHNIK GmbH, Essen (DE), Aachen (DE)
    Bauingenieure: WTM Engineers, Hamburg (DE), Berlin (DE), München (DE)

    Erläuterungstext
    Auszug aus den Entwurfserläuterungen

    Die Planungsaufgabe hätte kaum weiter gespannt werden können. Denn was genau versteht man unter ´Klimahäusern´? Unser Klima ist ein weltweites System, das von einer fast unendlichen Anzahl an Faktoren abhängt. Das einzelne Haus dagegen ist physisch auf einen spezifischen Ort fixiert. Der Spagat zwischen diesen Maßstäben hätte kaum größer sein können.
    Gleiches gilt auch für die Diskussion um den Klimaschutz. Hier ist der Ruf nach wegweisenden Pilotprojekten, die sich auf einen globalen Zusammenhang berufen, genauso laut, wie der nach innovativen Detaillösungen, die sich im unmittelbaren, lokalen Umfeld realisieren lassen. Auch die in diesem Projekt geforderten Disziplinien aus Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Energie- und Umweltberatung, Siedlungswasserwirtschaft und Ökonomie haben sich der Komplexität der Fragestellung anzupassen. Lösungen können hier nur durch einen gemeinsamen Entwicklungsprozess entstehen. Unser Entwurf versucht dieser Komplexität mit einer zunächst einfachen städtebaulichen Struktur zu begegnen, hinter der sich jedoch eine Systematik aus variablen Parametern verbirgt. Auf den Maßstabsebenen von ´Plangebiet´, ´Hofgruppe ´ und ´Haus´ finden sich sowohl differenzierte Vorgaben wie auch Planungsparameter, die im Laufe der Entwicklungsprozesses anpassungsfähig bleiben. So ist die beispielsweise die Hofgruppe als solche ein wichtige städtebauliche Setzung, die Zusammensetzung aus den Haustypen ist jedoch unter Berücksichtigung der Besonnungssituation veränderbar. Auch das Verhältnis von bebauter und unbebauter Landschaft ist fixiert.
    Die zeitliche Entwicklung der Hofgruppen ist jedoch offen, da durch die Hofgruppen jeweils ein abgeschlossenes Bild geschaffen wird.

    Plangebiet
    Auf der Maßstabsebene des Plangebietes ist die Verwandschaft zu der umgebenden Landschaft bewusst gewählt. Charakter und Rhtyhmus der Wettern und der Bestandsgehölze bilden hier das Grundmuster für die städtebauliche Entwicklung. Die Wettern werden gestalterisch und funktional in den Entwurf integriert. Die Wettern ist das zentrale Element des Plangebietes, auf das sich alle Hofgruppen ausrichten. Durch eine Konzentration von Gebäuden in Hofgruppen ergibt sich in Summe ein ausgewogenes Verhaltnis von bebauter und unbebauter Landschaft. Die daraus resultierenden kleinen Grundstücksflächen kooperieren mit den wirtschaftlichen Zielsetzungen für den Kaufpreis eines einzelnen Hauses. So können die Themen Landschaftverbrauch, Versiegelung und Ökonomie miteinander überlagert werden.

    Freiraum
    Der Freiraum Hauländer Weg teilt sich in die intensiven inneren Hofbereiche und der umgebenen extensiven Marschlandschaft. Ziel der Gesamtkonzeption ist die Konzentration der baulichen Eingriffe in den Landschaftraum. Durch die minimierte Inanspruchnahme der gewachsenen Naturlandschaft, wird diese als wertvolle Erholungs- und Wohnlandschaft erhalten.
    Wasserverläufe, Wiesen und Bäume werden weitestgehend erhalten und in die Gestaltung integriert. Diese extensiven Flächen bilden den naturnahen Zwischenraum der Warften aus. Gräben und Schilfflächen nehmen das Thema der rückwärtigen Hamburger Landschaften auf und ergänzen gestalterisch die Zwischenräume.
    Der Uferbereich der Wettern wird beibehalten. Die beidseitigen Uferwege sind als Stegkonstruktionen ausgeführt. Hierdurch wird in das Ökosystem minimal eingegriffen, wohingegen Besuchern und Wanderern ein großzügiger Einblick in die Landschaft gewährt wird. Der innere Warftfreiraum besitzt einen artifiziellen Charakter. Seine Flächen sind auf Funktionalität und gleichzeitige Ausbildung eines Gemeinschaftshofes ausgelegt. Jedes Gebäude besitzt eine eigene offene Vorzone, zur eigenen Gestaltung und Nutzung. Pflanzkübel, Fahrradparker, punktuelle Pflanzungen und Sitzbänke schaffen einen Filter zwischen Haustür und Hof. Der gemeinschaftliche Hof wird durch die zentrale Umfahrt und die inneren Grünflächen/Spielflächen definiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.