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  • DE-10243 Berlin
  • 03/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-42200)

Neugestaltung des Helsingforser Platzes


  • Teilnahme


    Landschaftsarchitekten
    Büro Kiefer, Berlin (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Der Platz fungiert als eine höher liegende städtische Terrasse am Übergang zum Wriezener Park, der tiefer als das Stadtniveau liegt und die grüne Gegenwelt zur Stadt „da oben“ darstellt. Deshalb wird der Helsingforser Platz eindeutig der städtischen Sphäre zugerechnet, ist steinern und befestigt. Das jahreszeitliche Spiel der Natur ist jedoch über die Einzelbäume auf dem Platz ablesbar, die im Sommer Schatten spenden.

    Der Platz soll als Merkzeichen, Raumskulptur und städtische Bühne zugleich wirken. Die urbanen Akteure sind sowohl die vorüber eilenden Passanten als auch die relaxenden Stadtbewohner, die sich auf dem Platz aufhalten oder ihn bespielen, aber auch die Straßenbahn und einige Autos.

    Der Kernbereich des Platzes wird durch eine gezielte Änderung der Topographie angehoben. Vom höchsten Punkt aus (h=ca. 1m) ergeben sich neue Perspektiven, indem die Abgrenzung zum Wriezener Park (h= 1,80m) überblickt werden kann. Die Bastion fängt das städtische Leben ab, bevor es in das grüne Tal des Wriezener Parks oder in die Verkehrsmittel entschwindet.

    Die städtebauliche Figur des Bearbeitungsgebiets besteht aus 4 Elementen.

    a. Dreiecksplatz mit Corten-Bastion im Kernbereich
    b. Grüner Bereich am Kopfbau Helsingforser Straße
    c. Straßenachse Marchlewskistraße
    d. Semi-transparente Wand aus Corten als Abgrenzung zum Wriezener Park

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf beeindruckt durch die skulpturale Gestalt, die durch die Betonung der Dreiecksform und die topographischen Anhebung und Überhöhung der südwestlichen Platzecke geschaffen wird. Er bildet im Gefüge der Stadt einen eigenen markanten Raum. Hierbei wird eine attraktive Aussicht über die Mauer des Wriezener Parks ermöglicht. Der Platz in dem Entwurf wird vom Gremium eindeutig als Transitraum interpretiert, auf dem sich (junge) Stadtbewohner treffen, die Aussicht über die Mauer des Wriezener Parks genießen und dann weiterziehen.