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  • DE-12355 Berlin
  • 05/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-43369)

Evangelisches Gemeindezentrum an der Dorfkirche Rudow


  • Preis Zur Realisierung empfohlen


    Architekten
    Mola + Winkelmüller Architekten GmbH BDA, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Bianka Papke, Jan Alsenz

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Das Gemeindezentrum
    Geht man die Köpenicker Straße hinunter und blickt zwischen der Küsterei und der alten Dorfkirche hindurch, erkennt man zwischen den hohen Bäumen das helle, langgestreckte Gebäude des Gemeindesaals. Betritt man den Garten der Kirchengemeinde und folgt dem Weg an der Kirche vorbei, öffnet sich ein lichter Platz zwischen den Bäumen. Der leicht schräg gestellte Baukörper des Gemeindesaals, der den Platz begrenzt, wendet sich der Dorfkirche zu und öffnet sich großflächig. Eine sanft ansteigende Rampe führt den Besucher zum Haupteingang des Gemeindezentrums und weiter in das Foyer, den Knotenpunkt des Gebäudeensembles. Von hier aus gelangt man in das ehemalige Pfarrhaus, in den Kindergarten und in den Gemeindesaal.

    Das alte Pfarrhaus erhält seine ursprüngliche Größe und Präsenz im Stadtbild wieder. Hier sind die verschiedenen Funktionen des Gemeindezentrums und eine Erweiterungsfläche im Dach untergebracht.

    Der Kindergarten, das „rote Haus“, ist ein ähnlich dimensionierter Baukörper, der wie das Pfarrhaus den Blockrand zur Prierosser Straße besetzt und durch Nähe, Material und Proportion seine Zugehörigkeit erklärt. Als Neubau geht er auf die Bedürfnisse der Kinder ein und schafft für sie einen eigenen Ort.

    Der Gemeindesaal positioniert sich entsprechend seiner besonderen Funktion im erweiterten Kirchhof des Blockinneren und tritt in Beziehung zu der Dorfkirche.

    Der Baukörper teilt den Garten in zwei Bereiche, so dass der Kindergarten eine großzügige und sonnige Freifläche erhält, die in den „Kirchgarten“ übergeht ohne dessen ruhigen, kontemplativen Charakter zu stören.
    Auf der anderen Seite entsteht zwischen Gemeindesaal und Kirche die neue Platzfläche für Veranstaltungen und Feierlichkeiten der Gemeinde.

    Die drei Baukörper sind über das gemeinsame Foyer symbioseartig miteinander verbunden. Einzelne Räume der unterschiedlichen Baukörper sowie das Foyer können übergreifend genutzt werden und fördern den Kontakt der einzelnen Bereiche untereinander.

    Außenanlagen
    Die Freiflächen um Gemeindezentrum und Kirche sind ein Ort der Begegnung und eine Ort der Kontemplation. Hinter den historischen Backsteinmauern entsteht ein einladender Raum für Feste und Veranstaltungen. Gleichzeitig soll der Charme eines blühenden Wandelgartens entfaltet werden. Die organisch schwingenden Wege verdichten sich am Kircheingang sowie vor Foyer und Saal zu Plätzen im Garten. Um die erhaltenen Altbäume entstehen grüne Inseln mit Schattenstaudenpflanzungen und Rasensäumen. An der südwestlichen Grundstücksgrenze wird ökonomisch ein bandartiger Erschließungshof mit den geforderten Stellplätzen eingeordnet. Gut abgeschirmt vom Saalbau entsteht der Kitagarten der aber auch in das Wegesystem des Gartens eingebunden ist. Bei besonderen Gelegenheiten wird der Spielplatz geöffnet und zum Teil des Ganzen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 10.06.2010, 10:49
Zuletzt aktualisiert 26.08.2010, 13:31
Beitrags-ID 4-36545
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