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  • DE-64287 Darmstadt
  • 06/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-41442)

Museum Sander Mathildenhöhe


  • Ankauf


    Architekten
    GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (DE), Los Angeles, CA (US), Beijing (CN) Büroprofil

    Verfasser
    Thomas Willemeit , Wolfram Putz , Lars Krückeberg

    Mitarbeit
    Stephen Molloy

    Erläuterungstext
    Trotz des klaren Zusammenhangs mit der ersten Jugendstilausstellung aus dem Jahre 1901 steht der vorliegenden Entwurf für eine klare Hinwendung des Museum Sander zur höher gelegenen weiträumigen Parkanlage um den Platanenhain, dem eigentlichen Herz der Mathildenhöhe. Mit seiner neuen Nutzung als Museum Sander gehört das Gebäude in Orientierung und Erschliessung, anders als das ehemals privat genutzte Kuenstlerhaus Christiansen, klar in diesen Zusammenhang.

    Die inhaltliche Nähe und die glü ckliche Fügung, die Sammlung Sander mit ihren Werken Darmstädter Künstler gerade an diesem Ort in einen Fluss mit dem kulturellen Erbe der Mathildenhöhe zu stellen, begründet den konstituierenden Haupt-Gedanken des vorliegenden Entwurfes: Die Idee einer „promenade architecturale“, eines Kunst-Landschaft-Zusammenhangs, der, als „Mathildenhöhe“ schon existent, sich zum neuen Museum Sander erweitert und sich im Inneren des Museumsbaus fortsetzt – eine Reminiszenz an den immer noch faszinierenden Ur-Gedanken einer komponierten und weihevollen Kunst-Landschaft.

    Das Herz der Mathildenhöhe, das Promenaden-Plateau, erweitert sich zu einer Landschafts-Brücke mit unerwarteten Ausblicken in die umgebende Landschaft um, zum Eingang des neuen Museum Sander zu führen.

    Die Durchdringung dieses Garten-Elementes mit dem Bau des Museums wird zu einem lichtdurchfluteten Foyer, im Dialog mit den zahlreichen Pergolen der Mathildenhöhe. Parallel zur fallenden Topografie führt der Weg hinunter zur Position des ehemaligen Erkers des Hauses Christiansen. Von hier bietet sich genau der Blick auf das Ernst-Ludwig-Haus, von dem aus das berühmte Foto vom Eröffnungsritual der Ausstellung 1901 geschossen wurde.

    Sich umwendend führt diese Ausstellungsebene weiter in die Tiefe der unter dem gesamten Garten befindlichen Ausstellungsbereiche und lässt als schwebende Plattform auf allen Seiten Tageslicht in die darunter befindliche Muesuemsfläche einfallen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 01.07.2010, 12:41
Zuletzt aktualisiert 12.08.2010, 09:46
Beitrags-ID 4-36849
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