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  • DE-10623 Berlin, MY Kuala Lumpur
  • 06/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-29852)

Deutsche Botschaft Kuala Lumpur/ Malaysia - Neubau eines Kanzleigebäudes


  • Anerkennung


    Architekten
    huber staudt architekten bda, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Domann Consulting Engineers GmbH, Berlin (DE)
    Landschaftsarchitekten: LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Leitidee:„ Vielschichtiger schwebender Kubus, „Fenster zur Stadt“ „Steg und Haus“„Bautradition“

    Die neue Deutsche Botschaft zeigt sich als offenes und einladendes Haus. Die öffentlichen Bereiche des Raumprogramms mit den Serviceeinrichtungen für die Bürger, die Visastelle und die Räume des Rechts- und Konsularwesens öffnen sich großzügig verglast zur Straße. Die 3-geschossige Kanzlei erfüllt den Anspruch an Repräsentation und bietet optimale Arbeitsbedingungen
    für den Botschafter und seine Mitarbeiter.
    Das Gebäude scheint leicht über dem Boden zu schweben. Diese Referenz an die Pfahlbauten und das klimagerechte malaysische Bauen verstärkt eine Pergola, die wie ein Steg die Freiräume in gut nutzbare Bereiche gliedert. Besucher und Mitarbeiter gelangen so vor Sonne und Regen geschützt ins Haus. Der mehrschichtige Aufbau der Fassade mit einer zweiten Haut aus vertikal angeordneten Aluminiumprofilen kommt der traditionellen Bauweise malaysischer Holzbauten sehr nahe. Die Fassade bildet einen wirkungsvollen und ökologisch nachhaltigen Schutz gegen die tropische Sonne und die Feuchtigkeit.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser präsentiert seine Entwurfslösung als schwebendes Gebäude, dass in der Fassadenabwicklung nicht durchgängig erkennbar ist. Den dreigeschossigen rechteckigen Baukörper umgibt er allseitig mit senkrechtem Aluminiumslamellen und macht besondere Funktionen durch ausgeschnittene „Fenster“ in der Fassade sichtbar. Die flexiblen und gängigen Fensterbänder der Büros werden hinter einer zweiten Außenhaut (Lamellen) versteckt, was im Preisgericht kontrovers diskutiert wird.

    Die Eingangssituation zu den unterschiedlichen Nutzungszonen, mit dem Visa Garten wie auch den Parkplätzen im rückwärtigen Bereich, ist funktional und gestalterisch gut gelöst. Auch die interne Erschließung und Verteilung der Arbeitsgelegenheiten ist nachvollziehbar und hat räumliche Qualitäten. Kosten und Flächenwerte liegen im guten Bereich.

    Positiv wird gesehen, dass rund ein Drittel der Kühlenergie durch Solartechnik erwirtschaftet wird; ansonsten kommt ein konventionelles robustes Technikkonzept zur Anwendung.