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  • DE Augsburg
  • 12/2004
  • Ergebnis
  • (ID 2-1987)

Reese-Sheridan Kaserne 1. Stufe


  • 1. Preis

    _Das Band der Bäume (ehem. Sheridan-Kaserne) -------------------------------------------------- Detailausschnitt Reese-Kaserne_Westfriedhof_ Sheridan-Kaserne

    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Das Grüne Band.
    Die städtebauliche Neuordnung im Bereich der ehemaligen Sheridan und Reese Kasernen sowie im unmittelbar daran anschließenden Stadtraum
    sieht einen Nord-Süd verlaufenden Grünzug vor. Wir möchten diesen Gedanken des Grünzuges aufgreifen und thematisch besetzen. Hierbei verstehen wir den Grünzug zunächst im eigentlichen Sinne des Wortes als etwas \'sich hindurchziehendes\', \'fließendes\' und somit \'raumübergreifendes\'. Dementsprechend schlagen wir ein Grünes Band von der Ulmer Strasse bis zu den Wertachauen vor, welches inhaltlich auf die abwechselnden räumlichen Zuordnung im Stadt- bzw. Landschaftsraum reagiert.

    Rahmen und Weite.
    Als ablesbares Ganzes weist der Grünzug einen funktional vereinheitlichten Querschnitt auf. Eine gebäudezugewandte Vorzone mit Bäumen und Nutzungsfeldern, eine große Wiesenfläche sowie eine einreihige Allee mit Weg sind die gestaltprägenden Merkmale. Differenzierungen ergeben sich von selbst durch die unterschiedlichen räumlichen Zuschnitte, durch bestehende Vegetation sowie durch Bezüge zu angrenzenden Gebäuden und Freiräumen. Auf diese Weise entsteht ein ständig wechselndes Bild von Offenheit und Weite im Innern des grünen Rahmens.

    Landschaft im Wandel.
    Der Grünzug erstreckt sich vom Naturraum der Wertachauen bis hin zum Stadtraum an der Ulmer Strasse. Diese Entwicklung möchten wir behutsam nachspüren um daraus eine erlebbare Abfolge von sich wandelnden Grünstrukturen und –texturen nachzeichnen, ohne jedoch die räumliche Gesamtwirkung zu stören. Hierbei reichen minimale Veränderungen beispielsweise im Bereich der Wiesenflächen aus. Abhängig von der zu erwartenden Nutzung und in Zusammenhang der notwendigen Pflegeintensität kann durch eine gezielte Pflanzenauswahl der visuelle Gesamteindruck der Wiesenflächen je nach räumlicher Zuordnung variieren. Denkbar ist hierbei eine Abfolge von feuchteren Wiesentypen im Bereich der Wertachaue bis hin zu trockenen Wiesentypen im Bereich der ehem. Reese Kaserne. Unterstützt wird diese Wirkung durch eine gezielte Auswahl der Bäume.

    Der grüne Faden.
    Gleichsam einer durchgehenden Linie erstreckt sich ein Saum von Bäumen als lineares Band durch den gesamten Grünzug. Er ist das verbindende Element zwischen Stadt und Landschaft, er verknüpft die Stadtteile Pfersee und Kriegshaber. Er führt von der Wertachaue zum Westfriedhof und von dort zur Ulmer Strasse. Im Duktus folgt er der Entwicklung von Natur- und Stadtraum. Dementsprechend variiert die Baumart je nach Zuordnung von Ufer- und Feuchtzone über frische Zone bis hin zu trockener- bis städtischer Zone.
    Im Schutz der Bäume und den Wohnnutzungen zugeordnet, werden Intensivzonen (z.B. Kinderspielflächen) angeboten. Locker eingestreut rhythmisieren diese den Grünzug.

    Erschließung.
    Die Nord-Süd Erschließung für Fußgänger und Radfahrer erfolgt durchgehend an den Bebauungsrändern, wahlweise auf dem baumüberstandenen boulevardartigen Weg oder direkt entlang der Wiesenflächen. In Ost-West-Richtung wird zwischen einem primären (dauerhaft befestigten) und einem feinmaschigen sekundären (z.B. bekiesten) Wegenetz unterschieden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.