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  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Atelier LOIDL, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln (DE), Leipzig (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Gestaltet mit vier unabhängig zu realisierenden und weitgehend präzise gesetzten
    Stadtbausteinen (Baublöcke: Wohnen, Gewerbe, Büro, Hotel) versucht die Arbeit,
    das Wintergartenquartier zu umfassen und zu schließen. Das Wintergartenhochhaus
    wird als Solitär (Campanile) mit einer neuen Platzsituation freigestellt.
    Das starke Zurücksetzen der Gebäudefront in der Wintergartenstraße jedoch ist
    wenig verständlich, erscheint auch nicht notwendig und führt zu künstlichen
    Engstellen zum Hochhaus.
    Durch spannungsreiche Einschnitte und Verschränkungen entstehen interessante
    Durchwegungen des gesamten Areals und wichtige Blickbeziehungen. Der
    Entwurf orientiert sich an den für eine räumliche Anbindung des Leipziger Ostens
    an das Zentrum notwendigen Wegebeziehungen. Ebenso besitzen der Zugang
    vom Bahnhof in das Gebiet und damit auch der Zugang aus dem Gebiet
    zur Straßenbahnhaltestelle einladende Qualitäten sowie funktionale Richtigkeit.
    Der vierte Baukörper ist überflüssig, weil er die Beziehung Hochhaus und
    Scheibenhausbebauung entlang des Georgirings stört. Die Bestandsgebäude
    der Schützenstraße reichen als Raumkante und vis á vis für das Hochhaus aus.
    Die konkrete Ausformung der drei Baukörper und Fluchten zum vorhandenen
    Stadtraum ist noch nicht gänzlich überzeugend und müsste in einem weiteren
    Bearbeitungsschritt und dann nutzungsbezogen präzisiert werden.
    Als Nutzungen werden zwei Büroblöcke und eine Kantine sowie ein Wohnblock
    mit kleinen Stadtwohnungen vorgeschlagen. Der Vorschlag, an diesem Standort Möbel- und Inneneinrichtungsläden zu integrieren, scheint eine interessante
    Idee zu sein. Eine Stadtteilbibliothek an der Stelle scheint dagegen nicht tragfähig.
    Insgesamt erzeugt die Anordnung von zu vielen kleinen Läden ungünstige
    Erschließungen. Die Tiefgarageneinfahrt im oberen Abschnitt der Querstraße
    liegt ungünstig.
    Die Sockelzone ist in Naturstein ein- bzw. zweigeschossig ausgebildet. Betonfertigteile
    und Putz bilden die Fassaden der Obergeschosse mit einem Fensteranteil
    von mehr als 50%. Die Fenster sollen geschosshoch ausgebildet werden und variieren
    in ihrer Breite.
    Die Fassaden sind in ihrer Aussagekraft noch nicht überzeugend und aussagefähig
    genug, vermitteln aber planungsstufengerecht (städtebaulicher Ideenwettbewerb)
    einen ersten Eindruck architektonischer Themen.
    Insgesamt stellt der Entwurf einen interessanten städtebaulichen Beitrag dar, was
    die Setzung der Baufelder und Ausrichtung des öffentlichen Raumes angeht, der
    aber in der architektonischen Ausformung noch keine endgültigen Aussagen zu
    machen vermag.


INFO-BOX

Angelegt am 02.09.2010, 13:05
Zuletzt aktualisiert 16.06.2014, 09:38
Beitrags-ID 4-38254
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