loading
  • DE-12043 Berlin
  • 09/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-39108)

Wettbewerb Platz der Stadt Hof, Berlin/Neukölln


  • Anerkennung

    Platzansicht: Blick Karl-Marx-Str Richtung Richardstraße

    Architekten
    feld72 Architekten ZT GmbH, Wien (AT), Kaltern (IT) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Künstler: Matton Office, Wendorf (DE)

    Erläuterungstext
    Die Leitidee ist die Gestaltung eines Platzes, der Freiraum im wahrsten Sinne des Wortes bildet, und nicht wie ein zu eng geschnittenes Korsett Möglichkeiten verhindert. Die vorgefundenen Elemente werden mit den neuen hinzugefügten verdichtet, und bilden einen neuen Brennpunkt am Platz: den sozialen Maschinist. Die Fläche wird freigeräumt. Die Platane als gestaltgebendes Element wird betont, und ihr wird ein funktionaler Gegenpol, der soziale Maschinist, als Dialogpartner gegenübergestellt. Er bildet einen neuen Brennpunkt, an dem alle vorgefundenen Elemente wie Imbissbude, Toilett etc. zusammengefügt und mit neuen Bausteinen verdichtet und verwoben werden. Der soziale Maschinist ist Raum und Werkzeug für Öffentlichkeit. Er ist ein Geschenk, das mit Verantwortung verbunden ist: Verantwortung, sich selbst als einen von vielen fundamentalen Mitspieler im öffentlichen Raum zu begreifen und Öffentlichkeit mit zu gestalten.
    Der Turm wird zum visuellen Anziehungspunkt im Stadtraum und ist von allen zuführenden Strassen bereits von der Ferne zu sehen.
    Das Leben am Platz spielt sich nun zwischen diesen beiden Polen ab: dem Ruhepol der schattenspendenden Platane, und den verschiedenen Aggregatszuständen des Sozialen Maschinisten, der einige Stücke spielen kann. Er wird zum Brennpunkt des sozialen Raumes. Die neu entstandene Leere des Platzes lädt ein für kleine bis grossflächige,
    für alte und neue, auch noch nie dagewesene Nutzungen. Vom Markt zum kleinen Konzert, vom öffentlichen Wohnzimmer zum Public Viewing, vom Stillen Tag der Leere bis zum multikulturellen Grillen. Für Stromanschluss und Wasser ist gesorgt.
    Der soziale Maschinist ist ein starker Charakter, an dem man sich anlehen kann. Vom Fundament bis zur Spitze finden sich Möglichkeiten für Handlungsräume. Potential ist bereits vorhanden, aber um es zu erweitern, braucht es vor allem Engagement: Ein jeder und eine jede wird eingeladen, mitzuschrauben und mitzugestalten am öffentlichen Raum mit den Werkzeugen des Sozialen Maschinisten.

    Materialien:
    Um den Platz neutral, robust und trotzdem elegant zu gestalten, wählen wir helle großformatige Betonplatten, gestockt, welche die Oberfläche abheben vom Rest des Straßenraumes. Auch die Platane kann so stark zur Geltung kommen.
    Der Soziale Maschinist ist eine Stahlkonstruktion, die aussen mit Niroblech verkleidet
    ist, auf dem sich das Umfeld von Neukölln in all seinen Facetten widerspiegelt, und der sich je nach Tageszeit und Jahreszeit in einem sich stetig wechselnden Kleid zeigt. Innen finden sich mit PU farblich beschichtete Räume, die an bestimmten Stellen
    nach außen leuchten und für Akzente sorgen. Der Soziale Maschinist ist somit zwar stark, aber nicht dominant, robust, aber freundlich; und ein Kosmopolit und das ist kein Paradox - ein waschechter Berliner sowieso.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.