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  • DE-24340 Eckernförde
  • 07/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-27453)

Städtebauliches Gutachterverfahren Binnenhafen-Nooröffnung Eckernförde


  • Gewinner

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    ANDRESEN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Lübeck (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ppp architekten + stadtplaner, Lübeck (DE), Hamburg (DE)
    Stadtplaner: urbanus, Lübeck (DE)
    Verkehrsplaner: Knabe Beratende Ingenieure GmbH, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Erläuterungstext
    Wettbewerbsteam:
    petersen pörksen partner architekten + stadtplaner | bda
    Landschaftsarchitekt: Sven Andresen Lübeck
    Verkehrsplaner: Urbanus GbR Lübeck
    Wasserwirtschaft: Knabe Beratende Ingenieure GmbH Hamburg

    Leitidee
    In Eckernförde treffen drei herausragende landschaftliche Qualitäten auf engstem Raum zusammen: die Ostsee mit Stadtstrand, der alte Hafen mit Booten und Schiffen und das Windebyer Noor als naturgeprägter Binnensee. Während Strand und Hafen miteinander in Verbindung stehen, ist das Noor seit der Zuschüttung von der Innenstadt abgeschnitten.
    Die geplante Öffnung des Windebyer Noors ist ein bedeutender Beitrag, die historische und landschaftliche Einbindung von Eckernförde wieder herzustellen und damit die einmalige Lage Eckernfördes auf einer Halbinsel zwischen Ostsee und Noor wieder erlebbar zu machen. Dabei sollen die unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Landschaftsräume wieder heraus gearbeitet und nutzbar gemacht werden: baden und sonnen am Strand, segeln und fischen vom Hafen aus, Boot fahren und Natur erleben in Ruhe auf dem Noor.
    Bei so vielen herausragenden Qualitäten braucht der Ort keine neuen und schon gar nicht fremden Inszenierungen oder Attraktionen. Unser Konzept soll die vorhandenen typischen Eigenschaften zum Thema machen und zu einer ganz selbstverständlichen, nahe liegenden Lösung führen.
    Mit diesem landschaftlichen – städtebaulichen Ziel einhergehend wird eine wirtschaftliche und touristische Nutzung der vorhandenen und neuen Uferzonen durch sehr unterschiedliche wasserbezogene Gebäude für Wohnen, Ferien, Hafengewerbe, Gastronomie etc. als ökonomische Grundlage für die einmalige Maßnahme der Noor-Öffnung vorgeschlagen.

    Städtebau
    Der Entwurf zur Wiederherstellung der Verbindung von Noor und Ostsee ist aus den historischen Bezügen entwickelt. Die Nooröffnung orientiert sich am ehemaligen Verlauf, was nicht nur städtebaulich – naturräumlich, sondern insbesondere auch wasserbautechnisch vernünftig ist. An der Nordseite entstehen Bootsferienhäuser mit eigenen Stegen als offene Reihe, die den Blick vom Uferweg zum Noor auf das Wasser frei lässt. Diese Bootshäuser, zu Paaren zusammengefasst, können jeweils für 1-2 Ferienwohnungen Platz bieten und haben wasserseitig vorgelagerte Terassen. Die Reihe kann perspektivisch nach Westen fortgesetzt werden. An der Stelle des ehemaligen Kleinbahnhofs wird ein Gebäude mit Bootsverleih vorgeschlagen, von dem aus man mit Ruderbooten, Kanus etc. auf das Windebyer Noor zum ruhigen Naturerlebnis starten kann. Gegenüber dieser naturnah gestalteten Situation entsteht eine neue Stadtkante im Verlauf der ehemaligen Gleistrasse zum Hafen. Hier ist hochwertiges Wohnen mit Blick auf die neue Nooröffnung vorgesehen. Dieser Häuserreihe vorgelagert ist ein hoch liegender „Vorgarten“, um zum öffentlichen Fußweg eine ausreichende Privatheit zu erreichen. Die geplante Altenwohnanlage wird in diese Reihe eingebunden.
    Der Binnenhafen wird als großer Stadtraum wieder beidseitig baulich gefasst, damit eine vom weiteren Umfeld und den Hauptverkehrsstraßen unabhängige Hafenatmosphäre entsteht. Als Pendant zur südlichen Hafenseite entsteht gegenüber auch eine großzügige Promenade mit vorgelagertem Holzsteg, mit Zugang zu den Bootsstegen. Zwischen Gaehtjestraße und Hafen entstehen hafenorientierte „Packhäuser“ mit Ferienunterkünften oder Wohnungen für junge Familien und erdgeschossigen Läden oder Restaurants bzw. Cafes, welche die Südlage am Hafen beleben.
    Auf der Südseite des Binnenhafens werden Baulücken geschlossen, um wieder eine definitive Stadtkante zum Wasser zu haben. Die wichtigen Verbindungen von der Frau-Klara-Straße zum Hafen (1. Steg, 2. Steg) werden wieder erlebbar.
    Zwischen neuer Nooröffnung und Hafenbecken wird ein Platz vorgeschlagen, an dem die unterschiedlichen Charaktere erlebbar werden. Während zum Hafen die harte (denkmalgeschützte) Kaje herausgearbeitet wird, entsteht zum Noor eine weich geformte Uferterrasse in sonniger Lage. Der Platz wird nördlich durch ein Gebäude an historischer Stelle gefasst, sodass eine geschützte Atmosphäre entstehen kann. In diesem Haus ist die Touriseninformation und ein Cafe untergebracht, das für eine Belebung des Platzes sorgt. Ein Einblick in die „Wasserkunst“ läst die spannende Wassertechnik vom Noor zum Meer nachvollziehen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Liegt nicht vor.