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  • 09/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-50757)

Wohnen an der Osterbekstraße


  • ein 3. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Winking · Froh Architekten GmbH, Berlin (DE), Hamburg (DE)
    Bauingenieure: HKP Ingenieure GmbH, Hamburg (DE)
    Tragwerksplaner: INGENIEURBÜRO DR. BINNEWIES Ingenieurgesellschaft mbH, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Gebäude nehmen die Struktur der Blockrandbebauung auf. Sie lassen aber die vorhandenen starken Grünausprägungen der großen erhaltenswerten Bäume am Käthnerort, Brucknerstraße und Mirrowstraße zu. Durch die Anordnung der Gebäudekomplexe wird darüber hinaus der Parkcharakter geschickt eingeflochten.
    Die zurückgesetzte 4-geschossige Bebauung nimmt auf die Belichtung des Bestandes sowie die Nordbebauung Rücksicht. Die städtebauliche Idee, hier mit einem 6-geschossigen Gebäude in Korrespondenz zum Schulgebäude zu treten
    ist zwar nachvollziehbar, wird aber im Hinblick auf die Abstände zu den bedeutenden Bäumen und der 4-geschossigen Nachbarschaft kritisch gesehen.

    Die architektonisch gelungene Aufnahme der Fassadenmaterialen in einem Mix aus WDVS mit heller Putzoberfläche und den davor gesetzten in Klinkeroptik gestalteten Balkone und Loggien gibt eine überzeugende Antwort auf das Quartier. Die Ostfassaden haben in der Gestaltung der vielen unterschiedlichen Fenstergrößen noch Anpassungspotential auch in Bezug auf die Grundrisse und die energetischen Anforderungen. Die Fassaden an den Kopfenden werden allerdings von Teilen des
    Preisgerichts kritisch beurteilt.

    Der Entwurf bietet Drei- und Zweispänner. Die Intention alle
    Küchen und Bäder außen liegend anzuordnen führt bei dem vorgesehenem Achsmaßen und Gebäudetiefen zu zu schmalen Küchen und Kinderzimmern. Durch die Anordnung von innen liegenden Bädern und ggf. geringfügigen Achsverschiebungen wäre eine Optimierung möglich. Die teilweise nur 80 cm tiefen Balkone erfüllen nicht die WK-Förderrichtlinien.

    Durch die Dreispänner ergeben sich Probleme hinsichtlich des
    2. Rettungsweges, hier könnte auf den Dreispänner zugunsten größerer Wohnungen verzichtet und dafür kleinere Wohnungen im westlichen Gebäude am Käthnerort realisiert werden. Die Tiefgarage funktioniert verkehrstechnisch.

    Der halböffentliche Grünraum in der Mitte sollte nicht mit hohen Bepflanzungen versehen werden. Die Konzeption der Kleinkindspielflächen an unterschiedlichen Standorten wird für die Nutzung durch Kinder und Kleinkinder positiv bewertet.

    Der Entwurf erfüllt die energetischen Anforderungen nur bedingt. Der Standard WK-Passivhaus wird nicht verbindlich zugesagt. Der berechnete Heizwärmebedarf ist grenzwertig. Der Primärenergiebedarf wurde falsch berechnet. Es ist eine gute
    sommerliche Behaglichkeit zu erwarten. Diese ist in exponierten Räumen zu überprüfen. Das Tageslicht kann in einzelnen Nutzungsbereichen nur eingeschränkt genutzt werden. Das haustechnische Konzept ist nicht durchgängig dem WK-Passivhaus-Standard angepasst. Zur Wärmeversorgung bedarf es weiterer Klärungen. Die widersprüchlichen und nicht klar ausgearbeiteten Anforderungen an die energetische Anlagentechnik lassen sich nachbessern.

    Fazit:
    Insgesamt eine Arbeit die durch ihre Konsequenz überzeugt, allerdings in den Grundrissen Schwächen zeigt. Positiv zu bewerten ist hier die Gestaltung der Balkonfassaden.