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  • DE-89077 Ulm
  • 02/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-41977)

Erweiterung Gewerbliche Schulen am Kuhberg in Ulm


  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KTL Architekten | Koczor Teuchert Lünz GbR | Architekten BDA Ingenieure, Rottweil (DE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überrascht mit einem sehr eigenständigen städtebaulichen Konzept. Durch räumliche Einfassung der vorhandenen Bauten der Robert-Bosch-Schule bekommt die Institution ein völlig neues Erscheinungsbild. Während die hermetische Abriegelung die Qualität der Schulräume im Westen verbessert, wird die Qualität der neuen Unterrichtsräume entlang des Parkplatzes an der Haupterschließungsstraße in Frage gestellt. Gleichzeitig wird an der Attraktivität der geschlossenen Gebäudefront als neue Visitenkarte des Campus gezweifelt.
    Lobenswert ist die gelungene Abfolge an differenzierten Platzräumen.
    Wie von selbst entstehen unterschiedliche Freiflächen, die unmittelbar an die anliegende Innenräume verbunden sind. Eine räumliche Erweiterung ist jederzeit möglich. Hervorzuheben ist die raffinierte Lage der Mensa auf der mittleren Geländeebene. Dadurch ist der Eingang für alle Schüler leicht auffindbar und die Freiflächen im Herzen der gesamten Anlage zu jeder Tageszeit belebt. Ein weitere Gewinner dieser Raumkomposition ist das Anna-Essinger-Gymnasium. Der Blick aus dem Gebäude nach Süden hin bleibt erhalten, die Raumkante wird korrigiert und die Schule erhält eine zusätzliche Freifläche.
    Die breite Treppenanlage als Ort der Kommunikation kann vielfältig bespielt werden. Die Verbindungsachse im Zentrum des Schulareals wird positiv bewertet. Mit einem Brückenschlag gelingt es, die unterschiedlichen Schulbereiche und gemeinsame Räumlichkeiten zu verbinden. Das übergreifende einprägsame Element schafft eine klare Struktur und dient zudem als eine optimale Orientierungshilfe im sonst unüberschaubaren Gelände.
    Die Konsequente Trennung von Fußgängerverkehr und Straßenraum wird lobend anerkannt. Leider verursacht das großzügige Konzept eine zu große Hüllfläche und sehr lange interne Erschließungswege. Ansprechende Gestaltung und disziplinierte Grundrisse können dieses Defizit der Architektur nicht ausgleichen. Insgesamt handelt es sich um einen sehr interessanten Beitrag zur gestellten Aufgabe. Mit einfachen, aber originellen Mitteln ist es gelungen, das heterogene Umfeld zu ordnen und eine klare Struktur herzustellen.