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  • DE-60594 Frankfurt am Main
  • 12/2010
  • Ergebnis
  • (ID 2-42573)

Museum der Weltkulturen


  • 4. Preis


    Brandschutzplaner
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Adjaye Associates, Berlin (DE), Shanghai (CN), London (GB)
    Tragwerksplaner: BuroHappold Engineering, Berlin (DE), Bath (GB), Hong Kong (HK), Copenhagen K (DK), Warszawa (PL)
    Energieplaner: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)
    Landschaftsarchitekten: el:ch landschaftsarchitekten, München (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der städtebauliche Ansatz beruht auf weitgehender Erhaltung des Parkcharakters, wobei die oberirdischen Interventionen durch mit überdecktem Wegenetz verbundene Museumspavillons in ebenerdiger und transparenter Bauweise den öffentlichen, städtischen Raum thematisieren und als Installationen im öffentlichen Raum erscheinen. Die architektonische Qualität wird wesentlich von der Transparenz der Stege und Pavillons bestimmt werden, um die beabsichtigte hochwertige Gestaltqualität zu erzielen. Diese sieht zwar in ihrer Gesamtheit eine deutlich lesbare neue Identität des vom Auslober gewünschten Campuscharakters vor, ordnet sich jedoch dem Altbestand der denkmalgeschützten Objekte maßstäblich unter. Die Außenraumgestaltung nimmt Rücksicht auf die Erhaltung des Baumbestandes, insbesondere auf die bei- den geschützten Objekte. Das neue Wegenetz schließt an die von Richard Meier vorgesehenen Achsen inklusive seiner Brunnengestaltung direkt an. Im Zentrum der oberirdischen Anlage ist ein abgesenkter begrünter Innenhof, flankiert von einem großen ebenerdigen Wasserbecken vorgesehen. Die musealen Ausstellungsfunktionen sind allesamt auf einer Ebene im ersten Untergeschoss angeordnet. Die dafür vorgesehenen Räume erfüllen nicht bloß das erforderliche Raumprogramm, sondern bieten durch ihre großen stützenfreien und zusammenhängenden Räume hohe Nutzungsqualität.
    Durch den abgesenkten Gartenhof und diverse Oberlichtanordnungen wird eine weitgehend natürliche Belichtung ermöglicht. Durch die Gestaltung und Anordnung des zentralen Gartenhofs wird auch die unterirdische Ausstellungsebene mit dem darüber liegenden Park verbunden. Die Konstruktion der überdachten Wandelgänge sowie der durchweg verglasten Pavillons wird durch Leichtbausysteme in Metallbau zu lösen sein, während die größtenteils unterirdischen Bereiche durch hoch gedämmte Stahlbetonbauweise sowohl Schutz vor Temperaturschwankungen als auch vom leicht unterschrittenen Grundwasserspiegel (– 6.60 m) zu gewährleisten hat. Der Verfasser macht keine spezifischen Angaben zum konstruktiven System. Es können aber eine durchaus wirtschaftliche Bauweise sowohl in Bezug auf Ersteinrichtung als auch in
    Bezug zum wirtschaftlichen Betrieb vorausgesetzt und die Leitlinien für wirtschaftliches Bauen der Stadt als erfüllt betrachtet werden. Sowohl die oberidischen Pavillons als auch das Untergeschoss weisen ein sehr ungünstiges A/V-Verhältnis auf. Auch die natürliche Belichtung und Belüftung sind nicht optimal. Insgesamt werden sehr hohe Energiekosten erwartet.
    Da alle Bereiche des Museums barrierefrei geplant und auch Flucht- und Rettungswege sowie die Anfahrbarkeit der Feuerwehr gewährleistet und sichergestellt sind, ist im Wesentlichen auch dem Baurecht entsprochen worden. Die Abstandsflächen zu den Villen am Schaumainkai sind durch den Laubengang und das Eingangsgebäude unterschritten. Auch entspricht der gläserne Pavillon, eine 4 m hohe Oberlichtlaterne, im östlichen Kernbereich 2 nicht den Vorgaben.


INFO-BOX

Angelegt am 03.01.2011, 12:13
Zuletzt aktualisiert 06.01.2011, 10:35
Beitrags-ID 4-41490
Seitenaufrufe 169