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  • 3. Preis


    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar (DE)

    Preisgeld
    16.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebaulich differenzieren die Verfasser die Bauaufgabe in zwei klar voneinander nach außen hin sich abzeichnende Gebäudestrukturen. Dabei wird das komplett erhaltene Gebäude am Postplatz zur Hauptadresse, weitere Zugänge befinden sich untergeordnet an der Forst- und Rädelstraße. Ziel der Verfasser ist auch im Bereich der Forststraße die Altbausubstanz strukturell wieder zu verwenden und auf dieser Basis zusammen mit dem Neubauteil ein völlig neues Erscheinungsbild zu erzeugen, welches durch Höhenstaffelungen und Fassadenrythmen sich angemessen in die Umgebung integriert. An der innenräumlichen Struktur gibt es allerdings etliche kritische Anmerkungen, so zum einen an der lang gezogenen Wegeverbindung zum Nebeneingang Rädelstraße und zum anderen an der zwar exponierten aber sehr aufwendigen Binnenlage des Mehrzweckraumes im Obergeschoss.
    Die Verkehrsflächen sind angenehm proportioniert und zeigen gute Aufenthaltsqualitäten für Besucher. Kritisch gesehen wird die Problematik der Höhenstaffelung der Baumasse im Bereich Rädelstraße, sowohl im Bezug zur bestehenden Nachbarschaft als auch zur Qualität der Belichtung des Innenhofs. Die Fassaden sind der Nutzung entsprechend klar aufgebaut, das verwendete Hüllmaterial im Kontext vorstellbar. Der Umgang mit der historischen Bausubstanz ist nachvollziehbar dargestellt, eine wirtschaftliche Erstellung und Betrieb erscheinen gegeben. Die Arbeit zeigt einen interessanten Beitrag für die gestellte Bauaufgabe.

    Tragwerk:
    Der Neubau lässt sich mit allgemein üblichen Anforderungen an die statisch konstruktiven Planung errichten. Die gewählten Systeme und Baumaterialien erfüllen eine klare Lastabtragung und Standsicherheit. Die Trennung zwischen alten und neuen Baukörpern bleibt konsequent durchgehalten.

    Haustechnik:
    Die Wettbewerbsarbeit beinhaltet ein schlüssiges Gebäudetechnik-Gesamtkonzept. Im Zusammenhang mit der kompakten Kubatur sind geringe Betriebskosten zu erwarten.