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  • CN Peking
  • 01/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-61153)

Wissenschafts- und Technologie Museum in Peking


  • 1. Preis

    Straßenansicht

    Architekten
    KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt am Main (DE), München (DE), Berlin (DE), Braunschweig (DE), Beijing (CN), Shenzhen (CN) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Städtebauliche Situation
    Der Entwurf „Wissenschaftswolke“ (Science Cloud) berücksichtigt die exponierte Lage an der Kreuzung der dritten Ringstrasse mit der zentralen Nord-Süd Achse Pekings, auf der sich Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Verbotene Stadt und der Tiananmen Platz sowie im Norden das Gelände der olympischen Spiele von 2008 befinden. Der markante Museumsentwurf schafft an diesem prominenten Ort ein weiteres Wahrzeichen für die Stadt. Das Gebäude öffnet sich im Süden und Osten zu einem weitläufigen, öffentlichen Platz und schirmt die angrenzenden Wohnquartiere im Norden gegenüber den verkehrsreichen Straßen ab. Zugleich ist der Museumsvorplatz nicht nur Ankunftsort für Besucher, sondern auch ein neuer Aufenthaltsort für Bewohner der angrenzenden Stadtquartiere. Bäume und Grünflächen schaffen einen natürlichen Übergang und eine visuelle Trennung zwischen Ausstellungshaus und Straßenraum.

    Schwebendes Dach ist Erkennungszeichen des Museums
    Hauptmerkmal des neuen Gebäudes ist ein schwebender Baukörper mit Abmessungen von 133,5 auf 133,5 Metern, der sich in einer Höhe von rund 20 Metern über dem Sockelgebäude erhebt. Dieses Dach wird getragen von zahlreichen, sehr schlanken Stützen, die sich nach Vorbild eines Bambushains zu einem Stützenwald verdichten. Sie schaffen einen räumlichen Übergang vom öffentlichen Straßenraum hin zur ruhigen und gleichzeitig aufregenden Sphäre der wissenschaftlichen Ausstellung. Ziel der Ausstellungen ist es, den Besuchern den Zugang zur Technologie der Zukunft sowie zu Wissenschaft und Forschung zu ermöglichen. Stützenwald, Wasserbecken und der geneigte Sockel schaffen eine architektonische Topographie, die den Besucher aus der Stadt in die Ausstellungswelt des Museums hinüberleitet. Das in Peking bekannte kugelförmige Bauwerk des ehemaligen Beijing Science Centers (die Sphäre mit 3D-Kino) wird in den neuen Museumsbau integriert, womit des-sen Signifikanz und Stellenwert gewahrt bleibt.

    Ausstellungsflächen und weitere Nutzungen
    Die Ausstellung gliedert sich in die drei Bereiche: ständige Ausstellung, Wechselausstellungen und „Virtual Experience“. Der letztgenannte Bereich ist in dem kugelförmigen Bauwerk untergebracht. Außer den drei Hauptausstellungsebenen 5, 6 und 7 mit einer Fläche von rund 40.000 m² im schwebenden Baukörper, der sogenannten „Wissenschaftswolke“, sind im Museum mit einer Gesamtfläche von 65.240 m² noch folgende Nutzungen untergebracht: zwei weitere Bereiche für Wechselausstellungen mit einer Fläche von insgesamt 4.960 m², Räume für museumspädagogische Aktivitäten, ein Auditorium, ein Restaurant und ein Museumscafé sowie Räume für Forschung und Verwaltung.


    Fassadengestaltung und Nachhaltigkeit
    Der Gebäudeentwurf wirkt offen und einladend ohne den Einsatz von großen Glasflächen, was sowohl für das flexible Ausstellungskonzept als auch für das Energiekonzept vorteilhaft ist. Die Fassaden werden durch weiße, wärmeisolierte Aluminium-Paneele in quadratischen und rhombischen Formen geprägt. Fensteröffnungen in verschiedenen Größen betonen die dynamische Form der Baukörper und machen die Aktivitäten im Inneren ablesbar. LED-Beleuchtung im Ausstellungsbereich sorgt zudem für einen reduzierten Stromverbrauch. Die Wasserbecken befeuchten und kühlen die Luft auf natürliche Art und Weise.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.