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  • 1. Preis


    Architekten
    B19 Architekten BDA, Weimar (DE), Barchfeld (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Marc Rößling , Matthias Döhrer

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Ansgar Heinze Landschaftsarchitekt, Erfurt (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau

    Das Stadtteilzentrum wird als weiterer Baustein in den Bestand integriert und ist bewusst ein moderner, zeitgenössischer Baukörper der somit die Geschichte des Ortes stärker betont und die Entwicklung des Ortes fortschreibt. Es ist ein klassisch zeitloser Baukörper, der ohne modernistische Zutaten auskommt. Die Grundrisse von Gebäude und Außenanlagen beziehen sich direkt auf die vorhandenen und zukünftigen Außenraumlemente und werden in das bestehende System eingegliedert.
    Prägendes Element ist der großzügige Vorplatz am Haupteingang des Stadtteilzentrums.
    Der Platz bietet eine weithin sichtbare Akzentuierung des Stadtteil- und Begegnungszentrums, sodass vom Hannes-Meyer-Platz kommend eine direkte Sicht- und Funktionsverbindung entsteht.
    Neben der Nutzung des Platzes als Stadtteilcafe mit Ausrichtung in den Park und das Viertel, werden die Dierkower hier informiert und neugierig gemacht.
    Das Gebäude erzielt durch seine Platzierung und Gestalt sowohl eine Umlenkungsfunktion zu dem neu geschaffenen Achse Haltestelle „Katerweg“ - Kurt-Schumacher-Ring, als auch eine Puffer-Wirkung zu den stärker frequentierten Fahrwegen im Nordwesten und Südwesten.
    In Anlehnung an den Namen des Bestandsbaus „Möbelkiste“ wurde auf der für die Jugend vorgesehenen Grünfläche neben einer Kletterwand auch eine aus kistenähnlichen Podesten zusammengesetzten Bühne angedacht, die in ihrer Funktion sehr flexibel ist.
    Der geschützte Gartenbereich, der für die Nutzung durch Kinder zur Verfügung steht, wird durch eine dichte Baumreihe eingefasst. Diese erstreckt sich entlang der gesamten Südostfassade des Baukörpers und stellt so einen Bezug zu den neu angepflanzten Baumreihen auf dem Vorplatz her.


    Baukörper
    Seine sehr klare Struktur bildet eine L-Form aus, deren langer Schenkel sich mit seiner eher geschlossenen Südwest-Fassade in Richtung Gutenbergstraße erstreckt. Im Foyerbereich sowie hofseitig werden die Fassaden durch großzügige Dachüberstände unterbrochen, die als Einschnitte in die geradlinige Gebäudeform ausgebildet sind. Sie fungieren als geschützte Bereiche mit verschiedenartigen Nutzungsmöglichkeiten und lassen, neben ihrer Funktion als Sonnenschutz eine lebendige Verbindung zwischen Innen- und Außenraum entstehen. Die Eingangssituation ist klar als solche Erkennbau und lädt ein das Gebäude und seine Angebote zu erkunden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.