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  • DE-76829 Landau in der Pfalz
  • 02/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-52934)

Landesgartenschau Landau 2014


  • 1. Preis

    Ansicht Ausichtsturm und Naturschutzzentrum

    Architekten
    Swillus Architekten, Werder / Havel (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Joachim Swillus

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: A24 Landschaft, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Aussichtsturm und Naturschutzzentrum

    Den Abschluss der Landschaftsachse bildet das Naturschutzzentrum mit Aussichtsturm.
    Aus dem Promenadenband hebt sich das Naturschutzzentrum als künstliche Topografie heraus und bildet das bauliche Pendant zur Kante des Ebenbergs.
    Stufen in den Rasenterrassen führen nach oben auf das platzartige Dach des Naturschutzzentrums. Von dort bietet sich ein erster Blick auf die Landschaft des Ebenbergs über die zukünftige Süderschließung hinweg. Auf dem Platz in 5,5 m Höhe über dem Promenadenniveau befindet sich der Zugang zum Aussichtsturm.

    Der Aussichtsturm mit einer Höhe von 21 m ist Landmarke und Orientierungspunkt für den Wohnpark Ebenberg und das südliche Landau. Er markiert den Übergang zwischen kultivierter und unberührter Natur und verbindet Naturschutz mit Naturerlebnis. Von der Aussichtsplattform kann die Aussicht über Landau und Ebenberg hinweg zum Haardtrand und Odenwald genossen werden.
    Die Fassaden von Naturschutzzentrum und Aussichtsturm aus heimischem gelbem Sandstein interpretieren das Bild der Trockenmauer neu: die charakteristischen leeren Fugen werden als Muster im Verband aus glatten Sandsteinplatten aufgenommen.
    Das Naturschutzzentrum mit einer Nutzfläche von 500qm bietet im EG und Galerie im OG Flächen für Cafe, Information, Ausstellungen, Seminare, Vorträge, Büros und Nebenräume. Der Haupteingang liegt im Süden, der Nebeneingang im Norden vom Promenadenband. Der Aussichtsturm ist in das Ausstellungskonzept integriert und wird vom Zentrum mit Aufzug und Treppe erschlossen. Der Aussichtsturm kann unabhängig von den Öffnungszeiten des Zentrums geöffnet werden.
    Naturschutzzentrum und Turm werden in Stahlbetonbauweise errichtet. Der Turm wird mittels Pfahlgründung rückverankert.
    Die Integration des Naturschutzzentrums in den Erdkörper des Turmplateaus ist thematisch naheliegend, jedoch optional.

    Brücke Ost

    Die Geh- und Radwegbrücke über die Bahnstrecken Landau-Karlsruhe/ Pirmasens verbindet den Wohnpark Ebenberg/ LGS-Gelände mit dem Parkplatz neue Messe als mäandrierende barrierefreie Rampe mit einer Steigung von 5%. Die Brücke verzichtet auf separate Rampenbauwerke und inszeniert den Weg über die Gleise als Erlebnis mit wechselnden Ausblicken und Richtungen. Die räumlich versetzten Startpunkte der Brücke und die notwendige lichte Höhe von 5,90 m über den Gleisen werden durch eine Form gelöst. Die dynamisch bewegte Brückenform markiert ein neues Stadtentree für Bahnreisende und einen schwungvollen Auftakt als Zugangsbrücke zur Landesgartenschau.
    Der Überbau der Brücke besteht aus blockverleimten Leimbindern als Durchlaufträger in Holz/ Beton-Verbundbauweise. Der Unterbau besteht aus Stahlstützen und Stahlbetonwiderlagern. Die Verwendung von Holz bietet einen Beitrag zum CO2-neutralen Wohnquartier und nachwachsenden Rohstoffen.

    Brücke Süd

    Die Promenade der Landschaftsachse wird als Brücke über die tiefer liegende Gleistrasse Landau- Pirmasens ge-führt. Die Brücke ist für PKW befahrbar und hat eine Breite von 8,0 m zwischen den Geländern. Die Brücke ist eine Mischverkehrsfläche, Gehwege und Fahrbahn liegen in einer Ebene. Der Promenadenbelag läuft optisch durch. Die Brücke wird als schlanke Spannbetonrahmenkonstruktion ausgeführt.

    Brücke Südost

    Die Geh- und Radwegbrücke führt mit einer Breite von 4,0m über die Bahntrasse Landau-Pirmasens und verbindet den Wohnpark mit den Flächen südlich der Bahn. Der Überbau wird als eingespannter Stahlhohlkasten, gevoutet in Längs- und Querschnitt, ausgeführt. Dadurch entsteht eine filigrane Schlankheit der Seitenansicht.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    erscheint in Kürze