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  • DE-76829 Landau in der Pfalz
  • 02/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-52934)

Landesgartenschau Landau 2014


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    bwp Bode, Williams und Partner - Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Benjamin Boye

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Sprenger Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)

    Preisgeld
    25.000 EUR

    Erläuterungstext
    Daueranlagen – Gartenstadt Ebenberg und Kulturlandschaft Birnbach
    Die nachfolgend beschriebenen Anlagen werden zur Gartenschau angelegt und stehen dauerhaft zur Verfügung:

    Eingangsplatz, Parkband und Grünbänder – Der Eingangsplatz, die Grünbänder und das Parkband werden zur Garten-schau angelegt und sind strukturbildend.

    Bellevue - Sonnenterrasse / Panoramaweg – Um Sichten auf besondere Bauwerke und Blicke zum Haardtrand und zur Kulisse des Pfälzer Waldes zu potenzieren wird aus geeignetem Bodenmaterial ein Aussichtshügel modelliert. Bei entspre-chender Witterung sind auch über den Rheingraben hinweg nach Süden die Ausläufer des Nordschwarzwaldes mit dem höchsten Berg, der Hornisgrinde, die Ausläufer des Odenwaldes und des Doms zu Speyer zu erkennen. Der Panoramaweg entlang der Böschungskante bildet ein landschaftsdramaturgisches Erlebnis am Birnbach. Um die Höhendifferenzen im Ge-lände auszugleichen und gleichzeitig die Aussichtpunkte landschaftlich zu inszenieren, wird der Hang durch eine großzügi-ge Terrassierung betont. Als Option für den Auslober wird der Bau eines erhöhten Aussichtspunktes vorgeschlagen, der durch seine Gestaltung selbst zum besonderen Blickpunkt werden kann. Die Geländemodellierung wird überschlägig bilan-ziert und ergibt vorläufig rund 30.000m³ Volumen aus geeigneten Boden für die Gestaltung des Aussichtshügels (Aushub-überschuss 1. Bauabschnitt – rund 17.000m³, Aushubüberschuss Musterhäuser mit Tiefgarage – rund 8.000m³, Wasserbe-cken – rund 2.000m³, Eingangsplatz mit Tiefgarage – rund 3.000m³).

    Spiel- und Sportanlagen – der Bewegungsspielgarten im Parkband, der dem Kindergarten zugeordnete Lerngarten, der Naturerlebnispfad am Birnbach, der Trimmpfad am Kohlelager und der Naturspielgarten am Naturschutzzentrum werden zur Gartenschau hergestellt und bleiben dauerhaft erhalten.
    Die Freizeitsportbereiche fügen sich selbstverständlich in die modellierte Landschaft ein. Die Rasenflächen haben Eventcha-rakter und funktionieren auch als Spielwiese. Als Ersatz für den entfallenden Sportplatz sowie für zusätzlichen, nicht ver-einsgebundenen Sport werden die folgenden Sportflächen und Bewegungsangebote zwischen Bellevue und ehemaligem Kohlelager vorgeschlagen:
    - Rollerhalle mit Parkplatz und Rasenspielfeld (ca. 105,00 m x 70,00 m), Funktionsgebäude (2 Umkleideräumen, 2 Dusch/Waschräumen, Toiletten, Schiedsrichter/Erste-Hilfe-Raum/Sanitärraum und öffentliche Besuchertoiletten.
    - Freizeitskateanlage, vereinsungebunden mit einer Flächengröße von ca. 800 m2,
    - Dirt-Bahn als Geländeparcours für Mountainbikes, Flächengröße ca. 4.000 m2,
    - zusätzlich werden generationenübergreifende Bewegungs- und Spielangebote gemacht,
    - Multifunktionsfeld (ca. 45,00 m x 25,00 m), Kunststoffbelag,
    - Kleinspielfeld (ca. 70,00 m x 40,00 m), Kunstrasen,
    - Beachvolleyball, Beachfußball, Beachhandball (3-Felder-Anlage, ca. 30,00 m x 45,00 m)
    - Trimm-Spiel-Pfad, Häckselbelag, ca. 1.000m².
    Die zusätzlichen Funktiongebäude (je bis zu 250m²) werden je nach Betrieb vorgesehen (2 Umkleideräume, Option: Dusch/Waschräume, Toiletten, Schiedsrichter/Erste-Hilfe-Raum/Sanitärraum, Öffentliche Besuchertoiletten, Technikraum, Geräteraum, Überdachter Bereich als Regen- und Wetterschutz).
    Zusätzlich ist eine Erweiterungsoption des Funktionsgebäudes als Vereinsheim (ca. 200m²) dargestellt (Mehrzweckraum, Küche, Lager, Personalraum/-WC).

    Birnbach – Der Birnbach durchquert das südliche Wettbewerbsgebiet von West nach Ost. Das Gewässer hat einen maxima-len Durchfluss von 4,5 m3/s, einen minimalen Durchfluss von 20-30 l/s. In Ausnahmejahren kann der Birnbach auch trocken fallen. Der Birnbach wird insgesamt durch aufweiten und verengen renaturiert, so dass unterschiedliche Fließgeschwindig-keiten entstehen. Die neuprofilierte und gestaltete Bachlandschaft des Birnbaches ermöglicht es, eine durchgängige, über-geordnete Fuß- und Radwegeverbindung anzubieten. Die naturnahe Gestaltung des Baches als mäandrierendes Gewässer, mit Flach- und Steilufern, engem und weitem Grabenprofil, offenen und gehölzbestandenen Uferbereichen, wechselnden Wasserständen (nass bis trocken) bietet ein gutes Potential für Kompensation und Entwicklung dieses Landschaftsraumes zu einem prägenden Bestandteil der neuen Freizeit und Erholungslandschaft.
    Durch partielle Anhebung der Bachsohle und Schaffung eines naturnahen Bachbettes mit unterschiedlichen Tiefen und ört-lichen Aufweitungen des Profils, Abflachung der Böschungen und Aufweitung der Grabensohle, entstehen Feuchtbereiche bzw. temporäre Kleingewässer. Diese variieren den fließenden Raum als Skulptur, als farbige Auenwiese, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als terrassierter Landschaftspark mit abwechslungsreichen Spielpunkten. Diese werden als Naturerleb-nis-Spielpfad ausgebildet und umfassen drei jeweils ca. 200m² große Spielpunkte, die thematisch ausgearbeitet werden: - Lebens- Spiel und Lernraum Gewässer, Ufer, Tier und Pflanze.

    Wege – Die vorhandenen Wege und Straßen werden weitgehend erhalten und nach Bedarf ertüchtigt. Neue Wege werden aus abgestuften Materialien gefertigt – Radwege aus Asphalt, Spazierwege aus vorhandenem Natursteinpflaster und was-sergebundenem Material. Die vorhandenen Betontrassen werden als Wege genutzt und durch aufbrechen, ausstanzen, und schichten landschaftlich inszeniert.

    Geothermie – Südlich des Bahngrabens befindet sich das Erdwärmekraftwerk das durch die Landschaftsskulptur, die Sport-flächen und den renaturierte Birnbach räumlich eingebunden wird. Die Zufahrtmöglichkeit zum Kraftwerk ist auch während der Landesgartenschau gewährleistet.

    Rollsporthalle – Am Ende der Eutzinger Straße befindet sich die Rollerhalle, die für Training und Spielbetrieb genutzt wird. Die Halle bildet in Verbindung mit weiteren Sportnutzungen einen zentralen Anlaufpunkt in der wohnungsnahen Freizeit- und Erholungsnutzung.

    Wohnhaus / Vereinshaus – Der Bestand des Wohnhauses und des Vereinshauses wird dauerhaft gesichert. Die verkehrli-che Anbindung des Wohnhauses ist gewährleistet.

    Erschließung – Mit den geplanten neuen Stahl-Beton-Brücken wird die stadträumliche Verknüpfung deutlich verbessert. Kurz- und mittelfristig ist mit Ausnahme dieser zusätzlichen Brücken von einer unveränderten äußeren Erschließung des Gebietes auszugehen. Erst mit dem Bau der Süderschließung wird sich der Verkehrsfluss grundlegend ändern. Für den übergeordneten Radverkehr wird eine zügige Ost-West-Verbindung nachgewiesen. Das Naturschutzgebietes „Ebenberg“ wird mit Wegen entsprechend der Vorgaben an die Kulturlandschaft angebunden. Eine Anbindung funktioniert auch ohne Realisierung der Süderschließung.

    Stellplätze – In Zuordnung zu den Funktionsbereichen werden dezentral ca. 150 Stellplätze für PKW vorgesehen. Die Stell-plätze sollen ebenfalls den Besuchern und Nutzern des Naturschutzzentrums sowie den Besuchern des gesamten Naherho-lungsgebietes zur Verfügung stehen. Es werden 30 Stellplätze an der Rollerhalle angeordnet und 120 Stellplätze am Natur-schutzzentrum.

    Kleingärten – Innerhalb der Landesgartenschau wird eine Musteranlage mit ca. 20 Parzellen realisiert, die über die Ausstel-lung hinaus Bestand haben soll im Feld am Hangfuß des Ebenberges angeordnet. Zusätzlich wurden Erweiterungsoptionen dargestellt. Die Anlagen werden von Gabionenwänden und Trockenmauern eingefasst. Es werden sechs Einzelgärten mit je 50m², fünf „Paargärten“ mit je 100m², zehn „Familiengärten“ mit je 200m² und ein „Gemeinschaftsgarten“ mit 400m², errich-tet, an denen exemplarisch die heutigen Möglichkeiten der Betätigung und des Kleingartenwesens aufgezeigt werden.

    Naturschutzzentrum – Das Gebäude mit Büro-, Schulungs- und Sozialräumen (bis zu 500m²) soll in Trägerschaft von meh-reren Naturschutzorganisationen entstehen und von diesen für ihre Verbands- und Bildungsarbeit genutzt werden. Die La-ge des Gebäudes in räumlicher Nähe zum bestehenden Forschungszentrum Ebenberg, das bislang nicht über derartige Räumlichkeiten verfügt, ermöglicht Synergien.

    Reitanlagen – Im südwestlichen Bereich des Wettbewerbsgebietes wird der Reiterhof zur Gartenschau entlang der Straße "Am Birnbach" neu geordnet. Die neugeordneten Stallungen und Reitflächen des Reitvereins mit großem Springplatz (80x40 m), Dressurplatz (80x30 m), zwei Reitplätzen (45x30 m), einer Reithalle (14x33 m) und Pferdeboxen sind dauerhaft.

    Brückenbauwerke – Das Kasernengelände wird zukünftig mit 3 Brücken über die Gleisanlagen hinweg mit dem süd-östlichen Stadtgebiet und dem Grüngürtel Süd verbunden. Die lichte Höhe über den Gleisanlagen beträgt bei allen Brücken mindestens 5,90m. Die Entwurfsplanung der Brückenbauwerke ist nicht Gegenstand dieses Wettbewerbs. Die Brücke Ost ist die direkte Verbindung vom Parkplatz Neue Messe zur Landesgartenschau und stellt somit für die meisten Gartenschaube-sucher den Auftakt Ihres Besuches dar. Lichte Weite mind. 6,60m. Erforderliche lichte Höhe an der Straße mind. 4,70 m. Ent-sprechende Rampenanbindungen zur barrierefreien Nutzung sind dargestellt. Die Brücke Süd und Südost, Stahl-Beton-Brücke für Fußgänger und Radfahrer, Mindestbreite von 4,0m, wird nicht durch KFZ genutzt - Rampen bzw. Treppen sind angeordnet. Sofern die Wirtschaftlichkeit für den Auslober nachgewiesen wird, empfehlen wir den Erhalt der bestehenden ehemaligen Panzerbrücke für den motorisierten Verkehr und der Neubau einer zusätzlichen.

    Ausstattung – Die Ausstattung der Freiflächen mit Sitzelementen und Einbauten ist einfach, funktional und wartungsarm.

    Beleuchtung – Der Entwurf schlägt eine verkehrstechnisch notwendige und wirtschaftliche Beleuchtung mit Mastleuchten mit einer Lichtpunkthöhe von 3,5 bis 4,5m für die Grün- und Freiflächen vor. Die Freizeit- und Sportbereiche erhalten blend-freie Flutlichtanlagen mit Lichtpunkthöhen von 12 bis 16m.

    Ökologische Aspekte, Vegetation – Im Bearbeitungsgebiet werden Eingriffe in die Lebensstätten der Mauereidechsen minimiert und mit Ersatzhabitaten wie z.B. Gabionen, Trockenmauern und Steinschüttungen kompensiert. Das anfallende Oberflächenwasser wird im südlichen Teilbereich versickert. Mit Ausnahme von besonderen Ausstellungsthemen stützt sich die Pflanzenverwendung im Wesentlichen auf einheimische und standortgerechte Pflanzungen mit geringem Pflegeauf-wand. Die verwendete Baustoffe und Materialien stammen aus nachhaltiger Erzeugung. Ersatzlebensräumen für Insekten, Reptilien, Amphibien und Vögel werden im Bereich des ehemaligen Retentionsbeckens und des Kohlelagers ausgewiesen. Der Baumbestand wird in größtmöglichem Umfang erhalten. Im Bereich des ehemaligen Kohlenlagers hat sich mit zuneh-mender Sukzession ein dichter Gehölzbestand entwickelt, der ausgelichtet und qualifiziert wird.

    Stadthäuser – als Initial zur der Entwicklung der Baufelder werden Stadthäuser errichtet und in Verbindung mit Hausgärten zum Ausstellungsthema.

    Sanieren im Bestand wird exemplarisch, zur Festlegung und Erprobung von Standards durchgeführt und in Verbindung mit Ökologie im Geschosswohnen zum Ausstellungsthema.

    Ateliers und Werkstätten - Die Garagen am Bahnring werden saniert und zu Werkstätten und Ateliers umgebaut. Als Ate-liergärten mit Atelierräumen werden sie in Verbindung mit einem Café, Ausstellungsräumen, Schauflächen und Präsentati-onsräumen für künstlerische Arbeiten zur dauerhaften Belebung der Gartenstadt.

    Landesgartenschau Landau 2014 - Gartenstadt mit Aussicht
    Die nachfolgend beschriebenen Anlagen werden zur Gartenschau angelegt und stehen temporär zur Verfügung:

    Veranstaltungsbühne ca. 180 m2 Bühne (überdacht) mit ca. 500 Sitzplätzen.
    Hallenschau im Bestandsgebäude mit Siebdruckplatten aus Gartenmotiven verkleidet.
    Wechselflor entlang des Besucherrundweges.
    Themengärten im Bereich der Aktionsgärten, der Partnerstädte und Verbände.
    Hausgärten im Bereich der Musterhäuser und an ausgewählten Bestandsgebäuden.
    Ökologie im Geschosswohnungsbau im Bereich der Bestandsgebäude.
    Grabgestaltung südlich des Kulturgartens zu zeitgemäßen Bestattungsvarianten.
    Ministergarten, als Treffpunkt für das Land Rheinland-Pfalz, im Gebäude mit Wechselausstellung und Empfangsräumen.

    Ateliergärten mit Atelierräumen in den Bestandsgebäuden, Café, Produkten der Region, Herstellern aus der Region mit Schaufläche und Präsentationsräumen für künstlerische Arbeiten.
    Aussichtshügel mit Panoramaweg, Sonnen - und Weinterrassen.
    Gärtnermarkt, mit handwerklichen Produkten, Blumen, Gemüse, Agrarprodukten und Wein.
    Ausstellungsgärten für den Gartenbau, für Produkte und Hersteller aus der Region.
    Gärten der Partnerstädte, mit raumbildender Stahlpergola, mit drei thematischen Gärten (prämierte Festivalgärten – Farbgarten, Lichtgarten, Duftgarten), je ca. 100m2.

    Gärten der Verbände, mit raumbildender Stahlpergola, mit zwei thematischen Gärten (vergangener französischer Epo-chen – Renaissancegarten, Labyrinthgarten), je ca. 100m2.

    Spielpunkte/Spielbereiche Bewegungsgarten, Lerngarten, Naturerlebnisgarten, insgesamt ca. 4.600 m2.
    Bewegungsspielgarten im Parkband, ca. 1.000m2. Kindererlebnisgarten am Grünen Bogen, ca. 1.000m2. Naturerlebnisgär-ten als Spielpunkte (drei je 200m2) am Birnbach, ca. 600m². Trimmgarten am ehemaligen Kohlelager, ca. 1.000m2. Natur-spielgarten am Naturschutzzentrum, ca. 1.000m2.

    Ausstellungsmöglichkeiten werden im Bereich der Ateliers vorgeschlagen. In den Mitmachgärten und im Kulturgarten werden interaktive Veranstaltungen, wie Kindertheater, Lerngarten, Gesundheitsgarten angeboten. Die Ausstellungsgärten zeigen die gärtnerischen Beiträge als Leistungsschauen. In den Gebäuden werden vielfältige Dauer- und Wechselausstel-lungen angeboten. Der Gärtnermarkt zeigt regionaltypisches, exotisches und Produkte der Region. Auf den neuen Sportan-lagen und den Freizeitsportflächen werden Schulwettkämpfe, Sportveranstaltungen und Vereinssport als Event organisiert.

    Gastronomie – Für die Gastronomie mit insgesamt ca. 1.500 Sitzplätze mit Erweiterungsflächen angeboten. Weitere kleine-re gastronomische Angebote mit insgesamt 500 Sitzplätzen werden sinnvoll zugeordnet.
    Hauptgastronomie am zukünftigen Museum, mit Biergarten, ca. 1.500 Sitzplätzen (davon ca. 600 Sitzplätze im Gebäude). Café auf der Esplanade, ca. 100 Sitzplätze (davon ca. 50 Sitzplätze im Gebäude). Kulturcafé am Kulturhaus der Stadt Landau, ca. 200 Sitzplätze (davon ca. 100 Sitzplätze im Gebäude). Bistro in den Ateliergärten, ca. 200 Sitzplätze (davon ca. 100 Sitz-plätze im Gebäude). WC-Standorte werden den Gastronomiestandorten zugeordnet.

    Ausstellungsarchitektur – Die temporären Ausstattungs- und Möblierungselemente, die temporären Sanitäreinrichtun-gen, Informationsmittel und die temporären raumbildenden Elemente sind einfach und funktional. Die Funktionsgebäude werden mit farbigen Gartenmotiven zur schnellen und einfachen Wiedererkennung verkleidet.

    Investitionsrahmen – Der Investitionsrahmen liegt bei ca. 10,5 Mio. Euro. Im Durchführungshaushalt sind zusätzlich ca. 1,6 Mio. Euro für investive Maßnahmen veranschlagt. Die Kosten sind jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer und Baunebenkosten. Die entsprechend der Flächenermittlung aufgestellte Kostenübersicht zeigt, dass der Investitionsrahmen eingehalten wird.

    Rückbau und Folgekosten – Im Sinne eines nachhaltigen Mitteleinsatzes werden die Rückbaumaßnahmen der Einrichtun-gen für die Landesgartenschau auf ein notwendiges Minimum beschränkt. Die Stadtverwaltung kann von jährlichen Unter-haltungskosten für die öffentlichen Anlagen von 3,0 €/m² p.a. ausgehen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Leitidee: Klare Unterscheidung zwischen städtischen Raum, genutzten Landschaftsraum
    und Natur.
    Städtebaulicher Raum: Feine Hierarchierung des orthogonalen Rasters, Boulevard, Quartierstrassen erschließen das Quartier mit hohem Wohnwert. Kleine Stadtplätze schließen die Achsen ab.
    Der grüne Bogen formuliert die städtebauliche Gesamtfigur. Die Esplanade (Stadtplatz) schließt sich harmonisch in das Gesamtbild – als Kopf - in den Quartierspark. Die Tiefgaragendecke wirkt als Stadtbalkon mit Ausblick auf den Quartierspark. Der abknickende Winkel der Esplanadentreppe öffnet geschickt den zweiten ebenerdigen Zugang ins Quartier.
    Mit der Geländetopografie wurde sensibel umgegangen. Die Richtungen der Achsen weisen unaufdringlich auf die öffentlichen Gebäude hin (Kulturhaus, Museum und Rollerhalle). Die Überquerung der Bahnlinie wurde mit Plätzen vorbereitet. Auf der Südseite der Bahnlinie öffnet sich ein landschaftliches Naherholungsgebiet.
    Die räumliche Anordnung des Sportfeldes zwischen Rollerhalle und Geothermie erscheint logisch, ist aber schalltechnisch noch zu überprüfen. Die befestigten Spuren des Kohlelagers werden mit Attraktionen herausgearbeitet und mit Naherholungs- und Sportanlagen besetzt. Der Birnbach wurde als landschaftstragendes Element eingebracht. Der Uferweg unterstützt positiv die Naherholungsfunktion des Gebietes. Die angebrachte Erschließung des Gebietes ist unaufdringlich und interessant. Der Aussichtspunkt am Südende der großen Parkpromenade ist wohlgesetzt und formuliert den Ausblick ohne aufdringliche Bauwerke (kein Fremdkörper). Die Kleingärten im Süden am Rand zum Naturschutzgebiet wirken an dieser Stelle unangebracht.
    Auf Dauer ist die vorgeschlagene Wettbewerbslösung Kosten- und Unterhaltungsextensiv. Insgesamt besticht die Anlage durch sorgsam gesetzte Akzente. Daraus lässt sich ein angemessener Herstellungs- und Unterhaltungsaufwand vermuten.
    Ausstellung: Die städtebaulichen Achsen werden schon für die LGS angelegt und eröffnen ein gut strukturiertes Grundgerüst für den LGS-Park. Der diagonal laufende Rundweg erschließt den temporär spezifischen Landesgartenschau-Park. Der Rundweg präsentiert alle Gartenschauinhalte. Ein interessanter und kurzweiliger Besuch der LGS ist daher zu erwarten.