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  • DE-76829 Landau in der Pfalz
  • 02/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-52934)

Landesgartenschau Landau 2014


  • Anerkennung

    'Jardin Estienne et Foch'

    Landschaftsarchitekten
    Ernst + Partner, Trier (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: WW+ architektur + management, Esch-sur-Alzette - Luxembourg (LU), Trier (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    LANDesgartenschAU 2014

    Raum für Begegnung – Zeit zur Verbindung

    Das ehemals unzugängliche Kasernenareal ’Estienne et Foch’ wird zum Wohnpark. Die Landesgartenschau ermöglicht Raum für Begegnung und Zeit zur Verbindung.

    Die grüne Fuge - Quartierspark ’Estienne et Foch’
    Als breit angelegte grüne Fuge bietet der Park besondere Aufenthaltsqualität. Außerdem verbindet er die Stadt mit dem angrenzenden Landschaftsraum. Die großzügige Rasenfläche ist an ihren Längsseiten differenziert gestaltet. Die Ostflanke wird durch eine Baumallee (Stadtlinden) mit integrierten Kunstbeiträgen der 8 Stadtdörfer Landaus und Bankplätzen begleitet. Eine parallel verlaufende Wasserachse entlang des Parks betont die direkte Verknüpfung zwischen Stadt und Landschaft.
    Die Westseite erhält als Weg der Entschleunigung den verschlüsselten Barcode der Stadt Landau in Form eingelegter Pflanzstrukturen aus Gräsern und Stauden in die Grasfläche. Überstellt durch einen Baumhain bieten sie auch Raum für die Partnerschaftsgärten und kleinere Spielstationen.
    Neben der Wohnbebauung findet eine Gastronomie mit Vinothek und inszeniertem Weinberg an der Querverbindung ihren Platz am Park. Eine Außenterrasse mit vorgelagertem Wasserspiel lädt zum Verweilen im Freien ein.

    Aussichtsturm ‚Palzblick’
    Den visuellen Endpunkt der Baumallee des Quartierparks bildet im südl. Landschaftspark eine Erdskulptur mit dem Aussichtsturm ’Palzblick’. Lichtinszeniert ist er ein besonderer Blickpunkt.

    Landauer Promenade
    Zur Verbindung von den Parkplätzen des Messeplatzes über die neue Brücke zum Haupteingang und als zukünftige Erschließungsspur für das Wohnquartier wird die Promenade durch frei angeordnete Bäume mit schirmartiger Krone überstellt.
    Das eigenständige Element mit integrierten Wechselflorstreifen bildet somit den Auftakt für die Gartenschau und wird später zur Flaniermeile des neuen Quartiers.

    Grüne Bänder
    Die linearen Elemente werden bereits in der Schauzeit Bestandteil des künftigen Wohnparks und sind gliedernde Struktur der temporär zu gestaltenden Ausstellungsfläche. Locker angeordnete Baumgruppen überstellen die Rasenstreifen. Pflanzinseln mit an ’Pfälzer Spargelspitzen’ erinnernder Grundform steigern das Raumgefühl. Sitz- und Liegemöbel dienen zum ’Aussteigen’ und Verweilen.

    Sport- und Freizeitcampus ’Kohlelager’
    Der im südlichen Landschaftspark integrierte Campus bündelt viele Sportflächen und Bewegungsangebote. Neben dem Funktionsgebäude – Vereinsheim findet die Rollsporthalle hier einen neuen Standort. Der gemeinsame Parkplatz ist auch Ausgangspunkt für Besucher des Naturschutz- und Forschungszentrums Ebenberg.

    Städtebauliches Konzept der Gartenstadt
    Angelehnt an den bestehenden Rahmenplan verfolgt die geplante Bebauungsstruktur die Prinzipien der Gartenstadt. Ein hoher Grünanteil und ein weitgehend autofreier, öffentlicher Bereich sind die Leitgedanken dieses städtebaulichen Entwurfs.

    Im nördlichen Bereich zwischen der Landauer Promenade und Cornichonstraße sieht der Entwurf eine Mischnutzung aus Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen vor. Dieser, an die Südstadt grenzende Bereich fungiert als verbindendes Element zwischen Stadtzentrum und der neuen „Gartenstadt“.
    Innerhalb der offenen Blockrandbebauung, bestehend aus den ehemaligen Kasernengebäuden und einer ergänzenden Bebauung, projektiert der Entwurf einen Teil des zentralen Parkens.
    Die darüber hinaus notwendigen Parkflächen werden gebündelt an der Promenade in mehreren Hoch- bzw. Tiefparkern angeordnet. Das zukünftige Wohngebiet wird als autofreie Zone konzipiert.
    Eine Bebauung in Form von Geschosswohnungsbau mit integriertem Tiefparken bildet die räumliche Kante der neuen Promenade.

    Südlich daran schließt eine aufgelockerte Wohnbebauung aus Reihenhäusern und Punkthäusern an. Diese können als Einfamilienhäuser sowie als Geschosswohnungsbau ausgebildet werden. Die vorgeschlagene Bebauungsstruktur ermöglicht eine Ost-Westorientierung der Gebäude.
    Entlang des Parks ’Estienne et Foch’ ist eine offene Bebauung in Form von Stadtvillen vorgesehen. Die während der Landesgartenschau entstehende Bauausstellung entlang des zentralen Parks stellt einen Ausschnitt dieser Baustruktur dar.
    Um eine soziale Durchmischung des Gebietes zu gewährleisten, werden innerhalb des neuen Wohngebietes öffentliche Einrichtungen wie Gastronomie, Kindergarten und Altenwohnen entlang einer zentralen Ost-Westspange angeordnet.

    Temporäres Gartenschaukonzept

    ’Zwischen den Zeiten’

    Das Gelände der Landesgartenschau befindet sich auf weitgehend noch unbebauten temporär zu gestaltenden Flächen. Somit ist sie eine Veranstaltung Zwischen den Zeiten der Kaserne ’Estienne et Foch’ und dem ’Wohnpark am Ebenberg’.

    Zwischen den Zeiten wird deutlich in den Beiträgen
    Gärten der Erinnerung = Jardin ’Estienne et Foch’, SÜWEGA – Gärten
    Gärten der Gegenwart = Gärten der Bauausstellung, Themengärten
    Gartenvisionen..

    Zu den in Ost-Westrichtung verlaufenden Hauptwegen werden die temporären Beiträge in Nord-Südexposition angelegt. Dadurch entsteht eine übergeordnete Verbindung zum angrenzenden Landschaftspark und Naturerbe ‚Ebenberg’. Die ’grünen Bänder’ werden beidseitig von Wegen begleitet die zur Erschließung der Ausstellungsflächen dienen. Diese werden durch extensive Wiesenstreifen gegliedert.

    Begehbare Weinkarte
    Die Pfalz ist das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands und deshalb erhält das Thema Wein besondere Würdigung. Auf einer künstlerisch mit weißen Weinbergspfählen inszenierten Plattform wird die pfälzische Weinregion eingebettet und mit den 5 weiteren rheinland-pfälzischen Anbaugebieten präsentiert.

    Forschungsfelder Campus Landau
    Neben einem Informationszentrum bietet sich für die Hochschule Landau die Gelegenheit sich mit Ihren Forschungsfeldern Bildung, Umwelt, Gesellschaft, Politik und Kommunikation gartenkünstlerisch zu präsentieren.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.