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  • DE-93053 Regensburg
  • 03/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-36060)

Erweiterung der Forensischen Kliniken des Bezirksklinikums


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    TGA-Fachplaner
    SCHOLZE JAEGER GmbH, Stuttgart (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: h4a Gessert + Randecker Architekten | h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten, Stuttgart (DE), München (DE), Düsseldorf (DE)
    Landschaftsarchitekten: Glück Landschaftsarchitektur, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser gruppiert vier Baukörper mit eingeschnittenen Innenhöfen geschickt an die Topographie angepasst auf dem Gelände. Die Erwachsenen-Forensik ist im nördlichen, die Jugend-Forensik im westlichen, die Entlass-Station im südlichen Gelände platziert. Durch einen Baukörper, der als Verteilerfunktion zwischen dem Bestand Haus 6 und den neuen Gebäuden wirkt, wird eine günstige Verknüpfung aller Bereiche hergestellt. Der Zugang wird über eine eigenständige Pforte gesichert, die wegen ihrer geringen Kubatur kritisch gesehen wird. In der weiteren Planung sollte geprüft werden, den Zugang in das Zentralgebäude zu integrieren.

    Die Anlieferung wird von Westen und Süden herangeführt (Westen Werkstätten; Süden Versorgung). Die Lage des südlichen Versorgungshofes sollte in einer weniger prominenten Lage vorgesehen werden. Ob eine Zusammenführung der Versorgungshöfe sinnvoll erscheint, müsste geprüft werden.

    Die Gebäudegruppierung respektiert die gegebene Topographie und erhält den parkartigen Charakter des Geländes. Geschickt werden Geländestufen genutzt, um das Gelände funktional zu strukturieren. Allerdings ist der südliche Freibereich vor der Jugendforensik überaus dramatisch inszeniert: Das EG blickt im Süden auf eine mehrere Meter hohe Mauer; hier wäre dringend entweder eine sorgfältige Detailplanung erforderlich, der diese „Tiefhof-Situation“ qualitativ hochwertig ausbildet; oder es sollte geprüft werden, ob durch eine geringfügige Lageveränderung des Gebäudes die Situation entschärft werden könnte. Die innenliegenden Gartenhöfe werden intelligent genutzt, um die Belichtung von Erschließungs- und Therapieräumen zu optimieren.

    Es findet innerhalb des Geländes eine klare Entflechtung der Verkehrsströme von Erwachsenen und Jugend statt. So werden die Patienten über jeweils eigenständige Treppenhäuser ohne Kreuzungen zur Arbeitstherapie geführt. Die Pflegestationen der einzelnen Geschosse liegen gut belichtet an den Nahtstellen zwischen vertikalen Erschließungselementen und den Versorgungsräumen. Die Sichtverbindung vom Pflegestützpunkt zu den Patientenzimmern sowie deren Lage getrennt an Ost- und Westseite ist dysfunktional.

    Die Eingänge der Entlass-Station im Süden werden über zwei Geschosse geschickt getrennt.

    Eine strukturierte Fassade mit Hüllflächen aus Betonfertigteilen wechselt sich ab mit transparenten Glaselementen und gelasertem Metall. Diese innovative Fassadengestaltung wurde positiv gewürdigt. Trotzdem sollten die wirtschaftlichen Aspekte der Fassade überprüft werden.


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