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  • DE-93053 Regensburg
  • 03/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-36060)

Erweiterung der Forensischen Kliniken des Bezirksklinikums


  • 2. Preis Mit der Realisierung beauftragt


    Architekten
    ARCHITEKTEN BDA RDS PARTNER, Hattingen (DE), Greifswald (DE), Cottbus (DE), Weißwasser (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Peter M.H. Damm

    Mitarbeit
    Andreas Koch

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Förder Landschaftsarchitekten, Essen (DE), Luxembourg (LU)

    Preisgeld
    24.000 EUR

    Erläuterungstext
    Entwurfsidee
    Der Entwurf gliedert sich in 4 Bausteine, die, von Norden nach Süden steigend, die topographische Lage des Grundstücks aufnehmen. Sie erwecken die Idee von Trittsteinen, die symbolhaft Schritt für
    Schritt den Weg der Patienten zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft darstellen.
    Der obere Baustein ist etwas abgerückt vom Gesamten und beinhaltet funktional die Entlassstation, die sich außerhalb des Sicherheitsbereich befindet.
    Die anderen drei Bausteine sind kompakt platziert und bilden gemeinsam mit Gebäude 6 und Gebäude 2 die Bereiche Jugend-, Erwachsenen- und Ergotherapie.

    Fassadengestaltung / Farbe
    Als Fassadenmaterial ist die Verwendung von eingefärbten Betonfertigteilen geplant. Die vertikale Gliederung der Fassadenelemente durchbricht die horizontale Wirkung der überwiegend zweigeschossigen Pavillons.
    Die Farbigkeit der grünen Parklandschaft wird durch die Fassadenfarben aufgenommen.
    Die "5. Fassade" - das Dach – ist als extensive Begrünung vorgesehen, um die überbaute Fläche zu ersetzen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Entwerfer präsentieren eine überzeugende Staffelung der Baukörper im Gelände mit guter Ablesbarkeit der einzelnen Funktionsbereiche. Die Zugangsstation ist auch im Hinblick auf die Anordnung des Gebäudebestands
    ( Haus 6 und Haus 2 ) sehr gut und ökonomisch gelöst.

    Die Zuordnung der Erwachsenenforensik zum Bestand ist sinnvoll. Angenehm fällt die Situierung der Entlasstation an der Erschließungsmagistrale auf.
    Die 4 Gebäudesteine entwickeln sich behutsam dem Hang folgend. Großzügige westliche Freiräume eröffnen sehr schöne und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

    Knappe Lichthöfe und innenliegende Hofräume strukturieren die Gebäudekuben.

    Die Organisation der Stationen mit Pflegestützpunkten und Zuordnung der notwendigen Funktionen ist gut gelöst. Die Flexibilität zur Umwandlung in Halbstationen ist gegeben.

    Die Entlass-Station erfüllt die Anforderungen des Auslobers.

    Die Lage und Größe der Freiflächen, die den Stationen direkt zugeordnet sind, liegen von der Orientierung her genau richtig im besonnten Bereich nach Westen.
    Die kompakte Anlage ist auch aus energetischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, die Dachbegrünung begünstigt die kleinklimatische Gesamtsituation.

    Die Fassadenkonstruktion mit Betonfertigteilen bringt eine gute Wirtschaftlichkeit im Unterhalt. Die Fassadengestaltung mit den farbigen Betonelementen wirkt sehr lebhaft und angenehm in ihren variantenreichen Anordnungen.