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  • DE-93053 Regensburg
  • 03/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-36060)

Erweiterung der Forensischen Kliniken des Bezirksklinikums


  • 4. Preis

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    Architekten BKSP, Hannover (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Thomas Obermann

    Mitarbeit
    Cristina Caleffa, Sandra Stein, Javier Gallego Íñigo, Arne Moritz Kesten

    Preisgeld
    14.400 EUR

    Erläuterungstext
    Erläuterung

    Der Bezirk Oberpfalz beabsichtigt am Standort Regensburg die beste-hende Fachklinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie mit Therapieeinrichtungen und Stationen zu erweitern, für die Fachklinik Kinder- und Jugendpsychiatrie eine Jugendforensik mit Therapieeinrichtungen, Stationen, Entlass-Wohngruppe und Ambulanz zu schaffen und als Ersatzneubau eine Übergangs- und Entlass-Station mit ambulanten Nachsorgeeinrichtungen der Fachklinik Forensische Psychiatrie und Psychotherapie zu errichten.

    Das zu beplanende Grundstück liegt südlich der Regensburger Altstadt und westlich der Universität. Den bauhistorischen Kern der bestehenden Anlage bildet das ehemalige Benediktiner-Kloster Neuprüll.

    Neben den vorhandenen Einrichtungen der Fachklinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie liegen in direktem baulichen Umgriff auch die Verwaltung der MedBo und die Berufsfachschule für Krankenpflege.

    Das Areal der Fachklinik ist durch eine Zaunanlage separiert. Das Grundstück weist Höhenunterschiede von bis zu 14 Metern und insbe-sondere im Westen einen umfangreichen Baumbestand auf.

    Der Entwurf für die Erweiterung der Forensischen Kliniken ist wesentlich geprägt durch die gestaffelte Einbettung des Neubauensembles in die Topografie sowie die Bezugnahme auf die vorhandenen Gebäude des Bezirksklinikums in Maßstab, Ausrichtung und Materialität.

    Zentral zwischen Bestand und Neubau(ten) liegen Pforte und Schleuse, die das gesamte Areal über den Pfortenhof erschließen und überwachen. Der Pfortenhof bildet einen eigenen, vom übrigen Areal, abgetrennten Sicherheitsbereich. Aus ihm werden der Neubau und Haus 6/Haus 2 (bauliche Anbindung) erschlossen. Alle Häuser sind über ein internes Erschließungssystem miteinander verknüpft (Verbindungsebene). Bei Bedarf ist auch eine bauliche Anbindung von Haus 2 an die Besucherebene des Neubaus realisierbar.

    Das Eingangsgebäude des Neubauensembles schichtet sich in die Besucher-/Verteilerebene (Eingang von Süden über Schleuse/Pforte), die darunter liegende Anlieferungsebene zur Versorgung der Werkstätten (Anlieferhof mit LKW-Schleuse von Norden) und die darunter liegende Verbindungsebene zum Sportbereich/Haus 2/Haus 6.

    Über die Besucherebene des Eingangsgebäudes werden das Haus der Erwachsenenforensik und das Haus der Jugendforensik separat erschlossen (Treppenräume ggf. als interne Schleuse). Im verbin-denden Basisgeschoss sind sämtliche Arbeitstherapie- und Ergotherapieräume in funktional getrennter aber direkter räumlicher Nachbarschaft geplant. Von der gemeinsamen Anlieferung (Betriebshof) werden die Therapieräume von Erwachsenen und Jugendlichen getrennt voneinander erschlossen, so dass bei abgestimmten Nutzungsteilen der Anlieferung jegliche Einflussnahme ausgeschlossen ist (Vergleich Sportanlagen).

    Die Stationen von Jugendforensik und Erwachsenenforensik sind auf 2 bzw. 3 Geschossen ringförmig um Gartenhöfe organisiert. Bettenzimmer mit zentralen Stützpunkten, Therapiebereich und Ärztebereich bilden gemeinsam einzelne Wohngruppen, denen Garten-, Sport-/Spielflächen im Außenraum (getrennt nach Erwachsenen und Jugendlichen) zugeordnet sind.

    Ein eigenständiges Gebäude außerhalb des Sicherheitsraumes nimmt die Entlass-Station der Erwachsenenforensik mit Nachsorgeambulanz und die Entlass-Einheit mit Ambulanz der Jugendforensik auf. Es bildet baukörperlich den Übergang zur Verwaltung der MedBo.

    Die Neubauten der Forensischen Kliniken sind als einfache kubische Körper in gestaffelter Anordnung mit maßvoll geöffneten Fassaden entworfen.

    Zusammen mit den hochgedämmten massiven Außenwandflächen werden die thermischen Einflüsse von außen auf die Bewohner minimiert, ohne den Bezug zum Außenraum aufzugeben. Die Fenster sind differenziert über Festverglasung mit Lüftungsklappe (Bettenzimmer) und Öffnungsflügel mit Begrenzer (Therapie/Ärztebereich) den Sicherheitsanforderungen angepasst. Alle Erschießungsflächen weisen einen höheren transparenten Fassadenanteil auf. Die massiven Außenwandflächen sind mit hellem Steinputz versehen. Der Passivhausstandard ist für sämtliche Neubauten realisierbar.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.