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    Architekten
    Grabow + Hofmann Architektenpartnerschaft BDA, Nürnberg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Andreas Grabow , Franz Hirschmann

    Erläuterungstext
    STÄDTEBAU
    Drei Punkthäuser im Grünen lassen den Landschaftsraum bis an die
    Südgärten der "Schwinge" heranreichen.

    Gleichzeitig erfolgt eine Zonierung der Außenräume in private, halbprivate, halböffentliche und öffentliche Bereiche.

    NACHBARSCHAFTEN
    11 Wohnungen je Haus schaffen überschaubare Nachbarschaften mit einem zentral gelegenen südorientierten Gemeinschaftsraum im 1. OG für jedes Haus.

    Der gemeinsame halböffentliche Erschließungsbereich bietet zahlreiche kommunikationsfördernde Bereiche und Nachbarschaftstreffpunkte für die Bewohner aller drei Neubauten.

    AUSSENRÄUME

    für Kleinkinder entsteht ein sicherer Spielbereich zwischen "Schwinge" und Neubauten.

    für ältere Kinder wird die Gerhard-Hauptmanstraße zur Spielstraße umgebaut - der zentrale Quartiersspielplatz gegen-
    über ergänzt diese Funktion.

    Jugendliche finden im nahen Landschaftsraum Aufenthalts- und Sportmöglichkeiten.

    Alle EG-Wohnungen erhalten vorgelagerte Gärten, die über mittelhohe Hecken von den halbprivaten Grünflächen abge-
    grenzt werden.

    EINGÄNGE
    Die Neubauten erhalten überdeckte Eingänge mit großen Abstellräumen für Kinderwägen und Rollstühle.

    PERGOLA
    Eine leichte Pergolakonstruktion verbindet die Häuser und stärkt den halböffentlichen Vorbereich, der gleichzeitig eine Schwelle
    zu den privaten Bereichen darstellt.

    GRUNDRISSE
    Wir sehen große Wohn- Ess- Kochbereiche als Zentrum der Wohnungen vor. Die Individualräume sind nutzungsneutral
    konzipiert und so als Schlafräume für Eltern, Kinderzimmer für 2 kleine Kinder oder Arbeitsräume nutzbar.

    MA: Evelina Ivanova
    Modellbau: R. Hasenkopf

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Drei gut proportionierte Baukörper stehen klar gegliedert an der Südgrenze und lassen ausreichend Raum zur Schwinge.
    Der Bezug zum Landschaftsraum der Donau bleibt erhalten. Eine gewisse Auflockerung entsteht durch das Zurückspringen des mittleren Baukörpers, wobei durch den Abstand noch kein eigenständiger Platzcharakter entsteht, aber genügend Raum für eine gemeinsam nutzbare Pergola bietet. Es entsteht ein eindeutiger Zugangsbereich mit guter Adressbildung, wobei der durchgehende Abstellschuppen am Entree etwas stört.
    Den Erdgeschoßwohnungen sind großzügige private Freiflächen zugeordnet, die durch angenehm breite Verbindungswege zur Schwinge nicht beeinträchtigt werden. Der Raum zwischen den drei Körpern und der Schwinge ist ausreichend bemessen als gemeinsame Freifläche, wobei die konkrete Lage der Spielplätze hinsichtlich gegenseitiger Rücksichtnahme überdenkenswert wäre.
    Die einzelnen Gebäude zeichnen sich positiv aus durch großzügige Eingangsbereiche und Treppenhäuser, die zusätzlich von oben belichtet sind. Anschließend an die Treppenhäuser befinden sich im I.OG Gemeinschaftsräume, die ebenfalls hohe Qualität durch die Südausrichtung haben und als Innovation den Wohnungen zugeschaltet werden können. Die Wohnungsgrundrisse sind hinsichtlich der Belichtung der Individualräume gut situiert. Die Raumgrößen und Zuschnitte sind ebenfalls gut gelöst. In manchen Wohnungen werden jedoch Individualräume, auch hinsichtlich der Badbenutzung über den Wohn-/Essbereich erschlossen und dadurch in ihrer flexiblen Nutzbarkeit eingeschränkt. Ein Witterungsschutz an den etwas klein bemessenen Balkonen wäre wünschenswert. Von der Programmerfüllung ist Wohnungsanzahl und-schlüssel erfüllt, die Wohnfläche bleibt insgesamt etwas unter der geforderten Fläche. Die kompakten Bauformenlassen Wirtschaftlichkeit erwarten, auch hinsichtlich der Erschließung. Insgesamt eine solide Arbeit mit zahlreichen Qualitäten hinsichtlich Nachbarschaften und Familienfreundlichkeit.