loading
  • DE-74072 Heilbronn
  • 10/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-46999)

Bundesgartenschau Heilbronn 2019


  • 4. Preis

    kein Bild vorhanden
    Anzeige


    Wasserbauingenieure
    Staubli, Kurath & Partner Wasserbau AG, Zürich (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Hager Partner AG, Zürich (CH), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Den Verfassern gelingt es, durch eine intensive und abwechslungsreiche Gestaltung der Neckaruferbereiche, durchgängig von der Erwin-Fuchs-Brücke bis in das Areal Wohlgelegen, diesem eine neue Identität zu verleihen. Ganz besonders gilt dies auch für die Marina und den Freizeitsee. Dadurch entstehen am Neckar spannungsreiche Kontraste zwischen den landschaftlichen und den städtisch geprägten Parkbereichen. Dieser Ansatz entspricht den freiraumplanerischen Zielen des Auslobers, dem Neckar und seinen Uferbereichen eine höhere Aufenthalts- und Erlebnisqualität zu verleihen. Die Arbeit entwickelt „Stadt am Fluss“ . Die überzogene Erschließung und die zu häufig bzw. beliebig angeordneten „Neckarperlen“ werden so nicht akzeptiert.

    Die gestalterischen Elemente im Neckaruferpark ziehen sich nahezu durch den gesamten Bearbeitungsbereich. Die experimanta-Erweiterung nach Norden verstellt allerdings den Parkeingang von der Altstadt her. Die Herausnahme der Kranenstrasse trägt zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf der Insel entscheidend bei .

    Der Rückbau der Brücke an der Wilhelmsschleuse weist in die richtige Richtung und nähert die Situation wieder der historischen Ausgangslage an.

    Die vorgesehene Verlagerung der Schulsportanlagen ist sinnvoll.

    Das Preisgericht hält die Anknüpfung der Uferwegenetzes an das Wohnquartierwegenetz im Prinzip für richtig, allerdings wirkt die Ausformulierung sprunghaft , fast maniriert.
    Die Großzügigkeit der ufernahen Landschaft, die der Fluss vorgibt, geht dadurch verloren.

    Die Gestaltung der Marinabereiches ist der Aufgabenstellung angemessen und lässt eine hohe Qualität erwarten. Beide Treppenanlagen der Marina, insbesondere aber die terrassierte Anlage, sind in Platzierung und Ausformung gelungen. Sie binden die Hafenanlage an der richtigen Stelle an die vorgesehene Umgebungsbebauung an.

    Das streng ausformulierte Ostufer des Freizeitsees bildet einen deutlichen Kontrast zum landschaftlich gestalteten Ostufer.

    Besondere Beachtung und Würdigung verdient die als „BUGA-Hügel“ bezeichnete Erhebung am Nord-West Ende des Areals. Lokalisation und Ausformung erlauben Blickbeziehungen auf die Stadt, den Fluss und die Arena der Weinberge. Das Preisgericht würdigt diese Idee ausdrücklich.

    Hervorzuheben ist der Brückenschlag vom Ostufer des Altneckars zur Reederei Schwaben. Die Positionierung überzeugt. Die Landschaftsbrücke im Süd-Westen des Areals stellt den richtigen Bezug her.

    Schlüssig ist der Übergang vom Neckarbogen nach Böckingen mittels einer beidseitigen Fußgänger und Fahrradverbindung längs der Bahnbrücke.

    Die neue Böckinger Mitte ist städtebaulich gelungen. Selbst großflächige Nutzungen werden überzeugend untergebracht. Die Durchgrünung und Renaturierung des Wolfsgrabens wirkt besonders attraktiv und qualitätsvoll. Der geplante Museumsbahnsteig ist logisch in den neu gestalteten Grünzug westlich des Schienenstrangs eingegliedert.

    Die Neuordnung der Sportanlagen im Bereich Frankenstadion ermöglicht eine attraktive, durchgängige Uferparkgestaltung. Die intelligente Kombinationslösung der Theresienwiese als Messe- und Parkplatz überzeugt mit ansprechender Gestaltung.

    Der BUGA-Ausstellungsbereich reduziert sich auf eine kompakte eingezäunte Fläche.
    Die Entwicklung von dezentralen, nicht eingezäunten Ausstellungsthemen wird grundsätzlich begrüßt, jedoch bewirkt die Konzentration von Themen und Flächen eher den Eindruck einer Überfrachtung.
    Der Entwurf lässt grundsätzlich alternative Positionen der eintrittspflichtigen Ausstellungsbereiche zu, ohne deshalb an Qualität zu verlieren.

    Fazit: Das Preisgericht beurteilt die Arbeit als gelungen. Sie ist interessant, enthält wertvolle Gedanken und Gestaltungselemente, die eine überzeugende Antwort auf die Aufgabenstellung geben.


Anzeige