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  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Staab Architekten, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Ingenieurgesellschaft Zimmermann mbH, Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Die weitläufige Anlage der Mopkefläche besticht durch ihre klaren, unmittelbar aus den Raumbezügen des Ensembles entwickelten Symmetrien. Regelmäßige Baumpakete führen im Osten und Westen die baulichen Volumen des Neuen Palais und der Commun fort. Ihr Zentrum verbleibt demgegenüber nahezu vollständig offen, gegliedert nur von geometrischen Rasenfeldern und säulenartig geschnittenen Formgehölzen. So wird hier der Blick nach Norden und Süden gelenkt: zu den jeweiligen Torgebäuden und der dahinter beginnenden Parkkulisse aus regelmäßigen Alleen und freistehenden, malerischen Baumgruppen. In der Wahrnehmung der offenen Mopkefläche bilden diese landschaftlichen Raumkanten im Norden und Süden das notwendige Gegengewicht zu den mächtigen Fassaden von Neuem Palais und der Commun.

    Gemeinsam mit dem Vorfeld des Besucherzentrums bildet das Wettbewerbsgrundstück auf der Südseite der Mopkefläche das Pendant zum gegenüberliegenden Hopfengarten. Nach Abriss des bestehenden Wirtschaftshofes wird seine Fläche folglich mit einer landschaftlich modellierten Wiese angelegt. Auf leichten Anhöhen positioniert, prägen Solitärbäume und kleine Baumgruppen die Fläche (Bestandsbuchen, ergänzt mit Buchen, Eichen, Kastanien). Sie bilden die parkartige Kulisse für die Mopkefläche und vermitteln gleichzeitig zu der dichten Waldkante südlich des Grundstücks.
    Unmittelbar vom Südtor sowie vom Besucherparkplatz an der Straße am Neuen Palais führen Wege in die Wiesenfläche hinein. Ausgebildet mit Promenadengrand führen sie im Duktus der Parkwege zum südöstlich gelegenen Restaurant. Im Süden des Grundstücks führt eine weitere Zuwegung zum Neubau. Mit ihrer Wegedecke aus Granit-Kleinpflaster dient sie sowohl als Anlieferung zum Wirtschaftshof als auch als Stellfläche für fünf Behindertenstellplätze sowie zum temporären Aus- und Einsteigen von Besuchern.

    Das Restaurant wird von einem dunklen Sockel aus Natursteinplatten umgeben. Die gleichmäßige Oberfläche des Belages setzt sich deutlich von den ortsüblichen Materialien des Parks und der Mopkefläche ab. Gleichzeitig tritt der Sockel mit seiner dunklen Farbe in der visuellen Wahrnehmung zurück und verbindet sich zurückhaltend mit den Farben der Wiesenfläche. Der Naturstein umgibt das Gebäude und bildet dabei erforderliche Erschließungen sowie großzügige Terrassenflächen als Biergarten. Gleichzeitig belegt er auch die öffentlichen Gasträume des Gebäudes und überspielt so die Grenzen zwischen innen und außen.
    Langgestreckte Beete unterbrechen intarsienartig den steinernen Sockel, bepflanzt mit flächigen Bodendeckern und vertikalem Spalierobst. Sie gliedern die Fläche und bilden eine grüne Kulisse vor dem massiven Bauteil des Restaurants. Darüber hinaus nimmt ihr Vegetationsthema in künstlicher Form Bezug auf die ursprünglichen, von Apfel- und Birnbäumen gerahmten Invalidengärten.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.