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  • DE-34117 Kassel
  • 05/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-58683)

Neubau Studentenwohnheim und Kindertagesstätte


  • Anerkennung


    Architekten
    HHS Planer + Architekten AG HEGGER - HEGGER - SCHLEIFF, Kassel (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Manfred Hegger †

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Pfeifer Kuhn Architekten

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Den Verfassern gelingt es eine ausgesprochen kompakte städtebauliche Lösung zu
    erzeugen, die eine großzügige Freifläche für die Kita generiert und den Raum für
    eine sinnfällige Durchwegung in Ost-West Richtung erzeugt. Die Erdgeschosszone
    ist durch die Verwaltung im südlichen Gebäudeteil gut besetzt und erzeugt eine
    Öffentlichkeit zur Platzfläche. Dieser Charakter wird weiter unterstützt durch die
    Gemeinschaftsräume und die Entwicklung einer Treppenerschließung zur nördlich
    gelegenen Produktionshalle.

    Die Kita besetzt den nördlichen Winkel des Grundstücks, ist unter den Wohntrakt
    geschoben und gut organisiert. Die Gruppenräume sind optimal der Freifläche
    zugeordnet, die Nebenräume und untergeordneten Funktionen sind nach Norden
    orientiert. Unverständlich ist der Jury die Lage eines Schlafraumes zur
    Haupterschließungsachse des Campus. Die Abgrenzung der Freifläche der Kita zum
    Werkstattgebäude gelingt problemlos durch eine „Schrankwand“.

    Das studentische Wohnen ist über vier Treppenräume mit jeweils einem
    angegliederten Aufzug erschlossen. Die Zugänge sind im Erdgeschoss großzügig
    bemessen. Die Verfasser erzeugen ein vielfältiges Angebot von unterschiedlichen
    Wohnsituationen zwischen Zellenappartements und Wohngruppen von zwei, drei
    und zusammenschaltbar bis zu 6 Bewohnern pro WE. Restflächen werden vom
    Entwurfsverfasser als tief eingestellte Terrassen den Wohngruppen zugeordnet. Im
    2.OG des nördlichen Wohntrakts ist die zweigeschossige Erschließungsfläche bzw.
    Luftraum für die Jury nicht nachvollziehbar, da weder eine Funktion noch eine
    räumlichen Qualität entstehen. Die Vielfalt des räumlichen Angebots und die
    Differenzierungen innerhalb der Appartements stellen den Betreiber jedoch vor
    echten Herausforderungen in puncto Unterhalt, Pflege und Vermietbarkeit. Für die
    barrierefreie Nutzbarkeit der Appartements sind gute Vorraussetzungen gegeben.

    Die Jury würdigt die baukonstruktive Ausformung der Decken und der Fassade. Die
    Vor- und Rücksprünge der Westfassade konterkarieren jedoch die notwendige
    Stringenz dieses Konzeptes. Das sparsame Energiefolgekonzept lässt die
    Investitionskosten übersteigen.