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  • DE-06295 Eisleben
  • 03/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-74499)

Mut zur Lücke 2010.2011, Eisleben


  • Anerkennung Sangerhäuser Straße

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    Architekten
    Kirchner + Przyborowski Diplomingenieure Architekten BDA, Magdeburg (DE), Burg (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Der Entwurfsgedanke
    Mit einer zeitgemäßen Form- und Materialsprache will sich der Entwurf bewusst absetzen von den das Straßenbild prägenden Gründerzeitfassaden.
    Bauflucht und Gebäudehöhen werden aufgegriffen, u.a. durch das Abknicken des Gebäudevolumens orientiert an den Traufhöhen der Nachbarhäuser. Aufstrebende Gebäudelinien knüpfen an den Rhythmus der umgebenden Fassadenteile an.
    Im Fokus der Gestaltung steht die ganzheitliche Wirkung der Bebauung. Die Fassadenhaut umhüllt den gesamten Baukörper, es entsteht etwas Skulpturhaftes, etwas Besonderes, etwas Neues im städtebaulichen Kontext.
    Der Entwurf hat den Anspruch sich durch Gestaltqualität, durch klare Formen und Verzicht auf Lautes sich in das vorhandene Platzensemble einzufügen. Das Linienspiel im Erdgeschoßbereich, die leichten Schrägen im oberen Dachabschluß und das Spiel der Fassadenöffnungen bringt etwas Leichtigkeit ins Straßenbild. Es macht neugierig auf das was sich dahinter befindet.
    Die sogenannte Stadtseite des Hauses will mit den zurückgesetzten Loggien und den „Wohnfenstern“ im Erdgeschoß teilhaben am städtischen Leben. Man schaut, man flirtet, man nimmt teil am Leben auf der Straße. Das Wohnfenster im Erdgeschoss hat innen eine breitere Fensterbank und niedrigere Brüstungshöhe, einladend zum Sitzen und Hinausschauen, ohne das fremde Blicke den Wohnraum treffen.
    Anders die Gartenseite. Hier findet über den Laubengang die Kommunikation und Organisation des Hauses statt. Die kleinen, den Wohnungen vorgelagerten Terrassen, lassen verschiedene Nutzungsmöglichkeiten zu.
    Das Haus am `Platz´
    Alle 15 Wohnungen haben eine straßen- und gartenseitige Orientierung, so ist die Querlüftung gewährleistet. Alle Wohnungen sind barrierefrei zu erreichen.
    Das Laubengangprinzip ermöglicht die effektive Ausnutzung der vorhandenen Fahrstuhlanlage. Über einen großzügig gestalteten barrierefreien Hauseingang auf der Stadtseite sowie auf der Gartenseite kann die Mutter mit dem Kinderwagen wie der Senior mit dem Rollator problemlos jede Wohnung des Hauses erreichen.
    So ist eine gemischte Mieterstruktur, wie sie die Innenstadt braucht, möglich. Die Hauptzugänge von der Sangerhäuser Straße sind großzügig und einladend gestaltet. Leichte Schrägen in der Außenwand führen zu ihnen hin und `verzahnen´ das Haus mit dem Fußgängerbereich.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.