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  • DE-33098 Paderborn
  • 06/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-63482)

Neugestaltung der Königsplätze in der Innenstadt von Paderborn


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    foundation 5+ architekten landschaftsarchitekten, Kassel (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dr. Hans-Peter Rohler, Michael Herz, Felicia Fölsch, yunbo yang

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: HOSPER landschapsarchitectuur en stedebouw, Haarlem (NL), Stockholm (SE)

    Erläuterungstext
    Der Himmel über den Königsplätzen

    Ausgangsposition
    Die Paderborner Innenstadt im Bereich der Königsplätze verfügt über eine durchaus schlagkräftige Nutzungsmischung aus Kaufhäusern, vielfältigen inhabergeführten Geschäften, Gastronomie und Wohnen. Allerdings führt das Erscheinungsbild vieler Geschäfte, mehr noch die Anmutung des öffentlichen Raumes, insbesondere durch die strikte Trennung von motorisiertem Verkehr auf dem Basisniveau und der darüber „schwebenden“ Ebene für Fußgänger zu einem schleichenden Ausbluten dieses innerstädtischen Kernbereiches. Die strikte Verkehrstrennung mit ihrem großformatigen interirdischen Busbahnhof, der Vielzahl an Treppenhäusern und der verwinkelten Zufahrt schafft indifferente und unübersichtliche öffentliche Räume in denen man sich schlecht orientieren kann.

    Leitidee
    Der Entwurf reanimiert urbane Qualitäten, die eine Innenstadt ausmachen: das Überlagern unterschiedlicher Funktionen wie Einzelhandel, Dienstleistung, Wohnen mit Gastronomie, engmaschige alltägliche Wegebeziehungen und Verkehr als selbstverständliche Bestandteile eines intakten städtischen Organismus. Der Himmel über den Königsplätzen beschreibt das prägende Freiraumelement in Form eines Leuchtenhimmels und ist gleichzeitig als Versprechen zu werten: die Nutzer der Innenstadt bekommen den Himmel zu sehen, was Ihnen bislang in Form von Tiefgaragen und überdimensionierten Rampen verwehrt geblieben war.

    Strategie
    Das Vorhaben verlangt schon zu Beginn der Umsetzung deutlich wahrnehmbare qualitative Verbesserungen, will das Unterfangen nicht in gut gemeinten, letztlich aber kosmetischen Ansätzen stecken bleiben. Deshalb schlagen wir ein in drei Phasen gegliedertes Konzept vor.

    Phase 1 Adressbildung
    Im Fokus der ersten Phase stehen Maßnahmen, die die Adressbildung der Marienstraße und der nördlichen Königsstraße durch den Rückbau der Rampenbauwerke zur Folge haben. Der Erschließungskern des großen Königsplatzes und der nördliche Abschnitt der Freitreppe werden gebaut. Gleichzeitig erhalten die Königsplätze durch hochwertige Oberflächen und Möblierung und ein Lichtnetz ein neues einheitliches Image, das über die Fortführung des Porphyrbelags an das Design der Paderborner Innenstadt anknüpft.

    Phase 2 Rückeroberung des Straßenraums als öffentlicher Freiraum
    Grundvoraussetzung für eine Rückeroberung des Straßenraums als öffentlichem Freiraum ist eine Neuorganisation der vorhandenen Verkehrsbeziehungen. Gleichzeitig gilt es das Potenzial einer gute Erreichbarkeit für den MIV zu nutzen, die Erschließung des Bereichs klar zu strukturieren und die Orientierung für alle zu verbessern.

    Phase 3 Vervollständigung des urbanen Stadtgrundrisses
    Der Rückbau des vorhandenen Decks im Verlauf der Königsstraße, der Bau des südlichen Abschnittes der Freitreppe sowie der Bau eines neuen Solitärgebäudes am großen Königsplatz vervollständigen diesen letzen Planungsschritt zur Arrondierung der neuen Königsplätze.

    Ziel
    Im Zentrum unserer Überlegungen steht das „Herausschälen“ spezifischer städtebaulicher und freiräumlicher Qualitäten durch einfache und klare Handlungsbausteine. Das Ziel, eine bessere Verknüpfung der introvertierten Platzbereiche mit den Stadträumen der Westernstraße und der Paderquelle, wird nach der Umsetzung der drei Phasen erreicht und sorgt für eine Wiederbelebung der Königsplätze. Das wiedergewonnene Ensemble von Königstraße, großem und kleinem Königsplatz kann nun endlich die Fußgängerzone der Westernstraße erweitern.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.