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  • 1. Preis


    Architekten
    SPAP// Architektur / Stadt / Landschaft _ BDA DASL, Dortmund (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Heinrich Wörner + Partner, Dortmund (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebauliche Einbindung

    Das neue Laborgebäude manifestiert durch seine Form und gläserne Aussenhaut die technische Innovationskraft der technischen Institute der Otto von Guericke Universität.
    Einfach, klar, mit fast beschwingter Leichtigkeit setzt der Bau an einer städtebaulich prominenten Situation einen bewussten Gegenpol zu den übrigen Gebäuden im direkten Umfeld.
    Ein außergewöhnliches Äußeres, das im Inneren trotzdem rational und flexibel organisiert ist, überzeugend funktioniert und dabei souverän stadträumliche Qualitäten entstehen lässt.
    Das Gebäude entwickelt sich entlang der Hohepfortestrasse und ist nach Westen so konzipiert, dass eine grosszügige Piazza für die Studenten entsteht, die sich zur Campusachse der Universität orientiert und das Laborgebäude selbst, trotz abseitiger Lage, fast selbstverständlich in den universitären Gesamtzusammenhang einbindet.
    Die einzelnen Geschosse werden anhand von bandartigen Fassaden definiert. Die Bänder, bzw. in Gänze der organische Baukörper, formen sich nach städtebaulicher, funktionaler und gestalterischer Notwendigkeit.
    Ausgeprägt geschwungen an der Westseite, wo sich der Bau zur Piazza hinwendet, oder dezent, die Organik des Typus kaum ahnend, an der Hohepfortestrasse.
    Am Pfälzer Platz vereinigt sich die Bandstruktur zu einer gleichförmigen Überlagerung und schafft damit eine eindrucksvolle städtebauliche Antwort zum diesem selbst.
    Die zurückspringende Bandstruktur des EG im Bereich der studentischen Piazza erlaubt eine eindeutige Eingangssituation - im Inneren gelöst durch eine qualitätvolle Windfangsituation zur Halle, ohne leidiges Drehrondell.
    Der Erweiterungsbau bildet einen eigenen, ebenso organischen Baukörper. Dieser könnte durch das Überbauen des Laborgebäudes im „Auflegerprinzip“ funktional und konzeptionell mit dem bestehenden Laborbau verknüpft werden.
    Entstehen würde, ob als „Aufleger“ oder freistehend daneben, ein schlüssiges Gesamtkonzept, dass jedoch nicht zwingend zusammen realisiert werden muß. Der einzelne, jetzige Baukörper schafft die anzustrebende städtebauliche Qualität durchaus auch alleine.

    Funktionale Struktur

    Das Raumprogramm wird auf vier Ebenen als flexibles System in Form eines laborbautypischen Dreibunds umgesetzt. So können später jederzeit Räume getauscht oder umgebaut werden. Labore und Nebenräume bilden in hoher Funktionalität ein Rückgrat zu der Hohenpfortestrasse, wobei durch diese Anordnung die Kühllasten der Laborräume deutlich reduziert werden.
    Die Büroräume im Westen folgen der freien Form und umschliessen so den Luftraum im Eingangsbereich.
    Eine einläufige Treppe verbindet räumlich qualitätvoll alle Ebenen miteinander. Der kleine Hallenraum mit seinen Galerien ist Kommunikationsraum und räumliche Schnittstelle der einzelnen Institute untereinander.

    Fassade

    Entsprechend des konzeptuellen Ansatzes werden die Fassaden als gegenläufige Schuppenbänder aus rahmenlosem Glas gebildet, um das schichten der einzelnen Bandstrukturen sichtbar, ja deutlich und dominant zu machen. Durch dieses Gestaltungsprinzip wird der eigenwillige Baukörper in seiner Form und Eleganz perfekt erfahrbar.
    Während tagsüber das Gebäude eher gläsern spiegelnd, transparent und dennoch geschlossen wirkend, ständig andere Eindrücke von seiner Umgebung wiedergibt, wird es abends und nachts zu einem leuchtenden Forschungsbau der Universität mit eindrucksvoller Zeichenhaftigkeit und Identität.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.