loading
  • DE-79539 Lörrach
  • 07/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-57096)

Teichmatten - Wiese


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Architekten
    bächlemeid, Konstanz (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Bächle , Karin Meid-Bächle

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stötzer Landschaftsarchitekten, Freiburg im Breisgau (DE)
    Architekten: Architekturbüro Josef Prinz BDA, Ravensburg (DE)

    Erläuterungstext
    erläuterungen vorrangiges ziel ist die selbstverständliche einfügung der neuen gebäude in den städtebaulichen kontext im geiste einer angemessenen qualitätvollen nachverdichtung mit einem schlüssigen freiraumkonzept.

    die übergeordneten grünbereiche am fluss sollen mit den neuen nutzungen und deren freiflächen verknüpft werden, angrenzend soll ein schönes und weitgehend geschütztes und dennoch der öffentlichkeit zugewandtes zeitgemäßes „wohnen am fluss wiese“ entstehen.

    die im norden städtebaulich eigenständige siedlung teichmatten gibt mit ihrer angemessenen verdichtung und tragfähigen gebäudestruktur den neuen masstab und die neue ergänzende konzeption vor: die bestehenden stadtbausteine sollen mit den zugefügten bebauungen unangestrengt in ihren sichtbaren qualitäten gesteigert werden und zu einem städtebaulichen auftakt nach osten bzw. abschluss nach westen geführt werden.

    die bestehenden bauten folgen einem eindeutigen städtebaulichen prinzip: zum naturraum nach südwesten orientierte offene strukturen, nach nordwesten zur strasse leicht überhöht südostoriente baukörper, die zum strassenraum abschirmen und die wohnhöfe schützen. dieses prinzip wird mit der neuen bebauung fortgeführt: die beiden prägenden strukturen werden aufgenommen, die schulerweiterung mit der sporthalle und den räumen für die gemeinwesensarbeit führen die zeilenbauweise nach südosten fort, die wohnbebauung führt die straßenbegleitenden baukörper weiter. beide strukturen verbinden sich und werden ergänzt durch den zusätzlichen an den einkaufsmarkt angefügten nach südosten orientierten baukörper für die wohnbebauung.

    freiraumkonzept: die neuentwicklung des freiraumkonzepts teichmatten / wiese bietet die chance in exponierter landschaftsräumlicher lage entlang der wiese eine neue identifikation für das gesamte quartier zu erreichen. dabei steht der bezug zum landschaftspark wiese im vordergrund.
    das gesamte quartier ist durchgängig verkehrsberuhigt angelegt lediglich die andienung für die schule und den markt sowie die anwohner ist möglich. die freiräume der schule orientieren sich im wesentlichen zum landschaftspark wiese. der breite freiraum oberhalb des landschaftsparkes führt weiter ins wohnquartier. sitzmöglichkeiten unter den bäumen bieten einen spannenden blick für die schüler und die bewohner aus dem quartier zur wiese. zur freiburger straße hin grenzt eine mauer den vorhof der schule ab.
    die zufahrt zu den stellplätzen erfolgt über die freiburger straße. weitere stellplätze befinden sich am regenrückhaltebecken. zwei neue querungen der neuen freiburger straße werden vorgeschlagen.

    das umfeld der wohnanlage und des einkaufsmarktes ist integriert in das gesamte durchgängig begrünte und verkehrsberuhigte quartier. ein neuer wohnweg mit baumreihe führt von der mühlestraße zum landschaftspark wiese und zum schulhof. über diesen wohnweg werden von der mühlestraße aus auch die stellplätze des lebensmittelmarktes angedient.

    in verlängerung des teichmattenweges führt der fuß- und radweg über den schulhof in richtung freiburger straße. ebenso ist das gesamte verkehrsberuhigte gebiet als fuß- bzw. radwegeverbindung problemlos zu nutzen. die lage der spiel- und bolzplatzes verbleibt im bereich des landschaftsparkes.

    die zukünftige neue uferlinie im zusammenhang mit der renaturierung der wiese wird dabei respektiert. ziel des entwurfes ist großzügige offenhaltung des landschaftsparkes wiese, die anlage von randbepflanzungen mit solitärbäumen erfolgt lediglich im randbereich. priorität hat die entwicklung einer naturnahen flußauenlandschaft.

    gebäudetypologie sporthalle, räume für gemeinwesen, schulerweiterung die einzelnen gebäude sind aus den städtebaulichen randbedingungen, den übergeordneten freiraumkonzepten sowie den gewünschten außenbezügen abgeleitet:

    sämtliche räume orientieren sich zu attraktiven freiräumen: der raum für die vereine und für schulische veranstaltungen bildet mit dem bestehenden schulgebäude einen gut proportionierten, geschützten hof mit schönen bezügen zum landschaftlich geprägten freiraum. über einen flexibel schließbaren windfang lassen sich vereinsraum, sporthalle und die optionale schulerweiterung einfach aber getrennt erschliessen.

    die sporthalle mit mehrzwecknutzung orientiert sich ebenfalls zum freiraum, eine dem foyer vorgelagerte terrasse bietet vielfältige nutzungsmöglichkeiten als individuellen freiraum mit hoher aufenthaltsqualität
    die sporthalle ist wirtschaftlich und zweckmäßig ebenerdig untergebracht und bietet besonders für die mehrzwecknutzung gute flexible bedingungen ohne die eignung für reine sportnutzungen einzuengen.

    die erweiterungsflächen für die schule können je nach den bedürfnissen unterschiedlich angeordnet werden: im erdgeschoss mit zugangsmöglichkeit über den pausenhof eine mensa, im obergeschoss über dem vereinraum in leichtbauweise klassenräume und / oder räume für die ganztagesbetreuung. alternativ kann auch im bestehenden gebäude im erdgeschoss die mensa angeordnet werden und im obergeschoss vier neue klassenräume.

    der jugendraum wird als ein in die vorgelagerte pergola integriertes, auskragendes bauwerk in holzleichtbauweise, dem landschaftsraum zugewandt, vorgeschlagen. er wird somit seiner speziellen nutzung bezüglich lage und ausgestaltung gerecht.

    der einkaufsmarkt kann sämtliche anforderungen an einen funktionalen nahversorgermarkt erfüllen: kurze wege von den parkplätzen, übersichtlicher eingangsbereich, günstiger grundrisszuschnitt, gute andienung, dies unter berücksichtigung einer guten gestalterischen einbindung in die umgebung.

    sämtliche neue wohnungen profitieren von den neu artikulierten freiräumen mit den allgegenwärtigen schönen bezügen zur sonne, zum fluss wiese und zur kernstadt.

    grundbaustein innerhalb der beiden gebäudeteile für die wohnnutzung ist ein übersichtliches und wirtschaftliches erschließungssystem. ein am treppenhaus angeliedeter durchgehender begrünter lichtfuge ergibt spannende raum- und belichtungseindrücke.
    auf den jeweiligen geschossen sind jeweils nach bedarf von 6 bis zu 7 wohnungen möglich, die wohnräume sind mit hochwertigen, geschützten aussenbereichen ausgestattet nach südwesten zum landschaftsraum orientiert.

    fassaden, materialien die neuen gebäude erhalten eine aus dem kontext begründete, angelehnte materialität, differenziert eingesetzt lassen sich mit dem fassadenmaterial sichtbeton den jeweiligen randbedingungen angepasst individuelle qualitäten erzeugen:
    die einzelnen bausteine sollen in untereinander leicht differenzierten farbgebungen ausgeführt werden. die wohnbebauung und der einkaufsmarkt werden in einer den bestehenden benachbarten wohngebäuden angepassten gräulichen farbigkeit vorgeschlagen, das gebäude an der schule mit einer aus dem natursteingesimsen der bestehenden schule abgeleiteten beige bräunlichen farbigkeit. Die fassade des einkaufmarktes an den stirnseiten und nach süden zum erschließungsgang soll eine feine perforierung erhalten um die flächen in ihrer massivität zu brechen und sowohl von innen nach aussen sowie aussen nach innen interessante lichteindrücke zu erzeugen.
    die neuen gebäude sollen sich aus der kontinuität abgeleitet einfügen, ohne auf eine eigene selbstbewusste, klare ausdrucksweise zu verzichten. die einzelnen gebäude sind ablesbar und bilden dennoch eine hoch identität stiftende neue gebäudegruppe.

    somit präsentiert sich das gesamte ensemble mit den zwei eigenständigen gebäudeformen, fein miteinander korrespondierend, als zeitgemäßes, hochwertiges quartier für öffentliche einrichtungen und zeitgemäßes wohnen am landschaftsraum wiese.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.