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  • DE-79539 Lörrach
  • 07/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-57096)

Teichmatten - Wiese


  • Ankauf


    Architekten
    dreibund architekten BDA ballerstedt | helms | koblank | PartGmbB, Bochum (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: wbp Landschaftsarchitekten GmbH, Bochum (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Leitidee, den Markt direkt der Mühletrasse zuzuordnen, die Wohnbebauung maßstabvoll am halböffentlichen Grünzug des bestehenden Wohngebietes zu orientieren und diesen Grünzug aufzunehmen um die Verknüpfung zum Wiese-Vorland herzustellen, ist überzeugend.
    Die vorhandenen Höhendifferenzen werden genutzt, um die gewünschte funktionale Trennung zwischen Einkaufsmarkt und Wohnbebauung zu belegen.
    Die optionale Schulerweiterung, die Sporthalle sowie das zugeordnete Vereinsheim und der Jugendraum sind konsequent der Schule und dem Wiese-Vorland zugeordnet. Ihre
    Orientierung ermöglicht und nutzt die vorgegebenen Abstandsflächen zum Fluss ohne den naturnahen Freiraum zu beinträchtigen.
    Der Markt im Sockelgeschoss der Wohnbebauung ist von der Mühlestrasse wahrnehmbar
    ohne die Bebauung zu dominieren. Die zugeordneten überdeckten Stellplätze sind gut
    erreichbar, jedoch durch die Anlieferung zum Teil beeinträchtigt. Die durch
    Anlieferungsfahrzeuge bedingte Überhöhe des Stellplatzgeschosses wird durch die logische Fortsetzung der Geschosshöhe des Marktes aufgefangen und kann somit von den darüberliegenden Wohnungen als private Freiflächen genutzt werden. Der Übergang zum angrenzenden, südlich gelegenen Grundstück bedarf der Überarbeitung.
    Die geplante Wohnbebauung gliedert sich in drei Gebäude mit jeweils eigenen
    Erschließungskernen. Die Gebäudefugen werden für großzügige Hauszugänge geschickt
    genutzt. Die öffentliche Nutzung des Innenhofes wird kritisch gesehen.
    Die Orientierung der Wohnungen ist auf Grund der Gebäudeanordnung positiv zu werten. Die etwas großen Erschließungsflächen außerhalb und innerhalb der Wohnungen bedürfen der näheren Betrachtung.
    Private Stellplätze werden ausreichend im Untergeschoß angeboten. Sie werden von der
    Tiefgarage der vorhandenen Wohnbebauung erschlossen. Diese Verknüpfung ist jedoch für den barrierefreien Zugang des Wohngebäudes insoweit nachteilig, als sowohl von der
    Mühlestraße als vom Wiesevorland ein Höhensprung überwunden werden muß. Die
    Wegeführung ist geschickt in die Freiraumgestaltung eingebunden, leider ist der Jugendraum nicht vom gedeckten Umlauf gefasst.
    Der Jugendraum ist richtigerweise dem Wiesevorland zugeordnet, überschreitet jedoch die einzuhaltende Abstandsfläche zur „Wiese“ geringfügig. Die der öffentlichen Nutzung
    vorgelagerte Aktionsfläche ist angemessen dimensioniert und erlaubt in Verbindung mit dem Wiesevorland entsprechende Freiraumaktivitäten, ohne dass angrenzende Nutzungen beeinträchtigt sind. Die Erschließung der der öffentlichen Nutzung unmittelbar zugeordneten 18 Stellplätze von der Freiburger Straße kann akzeptiert werden, da Fußgängerbeziehungennicht beeinträchtigt sind.
    Die Gestaltung der Fassaden, soweit erkennbar, ist wenig innovativ.
    Besondere energetische Maßnahmen werden nicht dargestellt. Der Hinweis auf die
    Abhängigkeit der Realisierung von Bauabschnitten ist nicht sachgerecht, zumal Markt und
    Wohnbebauung bereits aus bautechnischen und wirtschaftlichen Gründen gemeinsam
    realisiert werden müssen.
    Der Entwurf hat seine Stärken in den städtebaulichen Aussagen. Die Verknüpfung mit dem Bestand, die Freiraumgestaltung sowie die Gliederung und Zuordnung der Nutzungen ist überzeugend. Leider fehlen Aussagen zur Gestaltung und energetischen Versorgung in gleicher Qualität.