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  • Ankauf

    Parkkonzept

    Landschaftsarchitekten
    plancontext gmbh landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dirk Sadtler, Christian Loderer, Uwe Brzezek Mitarbeit: Kristina Henk, Lars Reineke, Nils Degen, Norman Felkel

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: KSV Krüger Schuberth Vandreike, Planung und Kommunikation GmbH, Berlin (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext


    Grüne Mitte Wilhelmsburg - Parkbereiche

    Die Insel Wilhelmsburg ist ein Artefakt. Sie wurde immer wieder überformt und verändert. Diese Künstlichkeit und der daraus entstandene einzigartige Charakter wird von uns im Park aufgegriffen und verstärkt. Dadurch erhält der Ort eine eigene, starke Identität. Vorhandene Landschaftstypen werden in ihrer Wirkung klar herausgearbeitet.

    Der IGS-Park wird in drei große Bereiche mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten gegliedert: Parkspange Das Gelände ist durch Verkehrschneisen – vor allem in Nord-Süd-Richtung - stark zerschnitten. Um diese Barrierewirkung zu überwinden bedarf es einer starken Geste. Durch die Parkspange mit großzügigen und flexibel nutzbaren Räumen entsteht eine klare Verbindung von Ost nach West - vom Grünzug und städtebaulichen Entwicklungsschwerpunkt am Reiherstieg zum Ostteil der Insel Wilhelmsburg. Vorhandene wertvolle Freiflächen sind darin integriert. Während der IGS entsteht hier ein Gartenband mit vielfältigen gärtnerischen Ausstellungsschwerpunkten. Am Eingangsbereich Ost schafft ein künstlich angelegter Badesee mit einer großen Spiel- und Liegewiese einen hohen Freizeitwert. Multifunktionshalle, Aktionsband, IGS-See, bestehende Sporteinrichtungen und die zukünftige Bebauung bilden zusammen ein Freizeit- und Sportzentrum.

    Freizeitpark
    Auf dem Parkgelände östlich der Wilhelmsburger Reichstraße legen wir den Nutzungsschwerpunkt auf Freizeitaktivitäten: Der Obsthang entlang der Bahnlinie bildet einen Parkrand und schafft einen Ausblick über die Kleingärten hinweg auf den Park. Gleichzeitig entsteht eine natürliche Tribüne um die Aktivitäten auf dem Aktionsband am Fuß des Hangs zu beobachten. Ein Multifunktionsplatz schließt dieses nach Norden hin ab. Später wird es als Grünverbindung Richtung Spreehafen fortgesetzt. Die Kleingartengebiete erhalten durch umlaufende Wege klare Grenzen und werden zu Kleingarteninseln. Das Feuchtgebiet im Süden wird als Schilfmeer präsentiert. Den südlichen Ausstellungsschwerpunkt bildet ein Stück regionaltypische Kulturlandschaft. Neben den Blumenhallen werden hier Leistungsschauen des Gartenbaus präsentiert.

    Naturpark
    Der Naturpark westlich der Wilhelmsburger Reichstraße zeigt die vorhandene einzigartige naturräumliche Situation der Elbinsel. Das Areal wird zu einem Vorranggebiet für den Arten- und Biotopschutz zusammengefasst und dient der ruhigen Erholung. Die Kleingärten um das Wasserwerk werden verlegt um den sensiblen Naturraum zu schützen und eine Großzügigkeit herzustellen. Langfristig können sich wieder die ursprünglichen Bruch-, Sumpf- und Auwälder mit ihren wertvollen Lebensräumen entwickeln. Notwendige Eingriffe im Bereich des Freizeitparks werden hier ausgeglichen. Prägend sind die unter dem Begriff ‚Wassergärten’ zusammengefassten Bracks, Teiche und Kanäle, die durch einen Wasserlehr- und Erlebnispfad thematisch verknüpft werden. Ein Parkband mit eingestreuten Spielgärten bildet den südlichen Parkabschluss und Übergang zur geplanten Neubebauung.


    Gärten des Lebens - Leitmotiv der Schau

    Gärten zeichnen sich als Trend für die nächsten Jahre ab. Zunehmend beschäftigen sich auch junge Leute wieder mit dem Thema Garten und Pflanzen. Nach Meinung von Zukunftsforschern verbindet sich Gärtnern mit anderen Entwicklungen- etwa zu mehr Langsamkeit ("Entschleunigung"), zu ländlichen Stilen (“Country- Look") oder zum "Cocooning“, dem Einspinnen in die eigene Wohlfühl-Welt. Erholung, Ruhe und Entspannung werden unter dem Modebegriff "Wellness“ wieder zum Lebenskonzept. Die Sehnsucht nach Erdung in einer mobilen und von Medien und Computern dominierten Gesellschaft spielt dabei eine zentrale Rolle.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.