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  • 3. Preis


    Architekten
    HASCHER JEHLE Architektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Kathleen Behrendt, Johannes Raible

    Preisgeld
    13.500 EUR

    Erläuterungstext
    Städtebau
    Der Wettbewerbsentwurf nimmt das städtebauliche Konzept des neuen Hafenquartiers auf, indem eine den Nordring begleitende, klare Raumkante ausgebildet wird. Der Nordring wird zum innerstädtischen Boulevard mit urbanem Charakter und einer homogenen Nordkante. Die freigelassenen Sichtachsen der öffentlichen Grünflächen in nördlicher Verlängerung der Taunusstrasse und der Ludwigstrasse werden dadurch zusätzlich betont.

    Der Pausenhof wird von den Lärmquellen des stark befahrenen Nordrings abgeschirmt.
    Auf der dem Hafen zugewandten Seite des Wettbewerbsgebietes entwickelt sich der Entwurf der städtebaulichen Leitidee "harte Schale weicher Kern" entsprechend freier und aufgelockerter.
    Die drei vorgesehenen Nutzungen Grundschule, Sporthalle und Kita bilden sich auch in der Struktur der Baukörper ab: Die Grundschule und die Sporthalle sind entlang des Nordrings angeordnet. Eine Gebäudezäsur markiert die beiden unterschiedlichen Nutzungen und gliedert und rhythmisiert den Gesamtbaukörper im Stadtraum. Der Pausenhof der Grundschule sowie der U-förmige Baukörper der Kita mit seiner Freifläche öffnen sich zum Hafen hin. Das Gesamtensemble staffelt sich vom Nordring zur Hafenseite allmählich ab.


    Erschließung
    Der Zugang der neuen Grundschule erfolgt von der Planstraße B aus. Der Eingangsbereich wird baukörperlich vom Nordring abgeschirmt und schafft so eine sichere Zugangssituation für die Schulkinder bei gleichzeitiger Sichtbarkeit und Präsenz des Eingangs vom Nordring. Die Gebäudekubatur bildet durch eine Auskragung über dem Eingangsbereich eine einladende Geste und eine sichere, überdachte Vorzone aus, die die ankommenden Kinder aufnimmt und in das Gebäude führt.
    Ein jeweils separater Zugang zu den Sporthallen für die Vereinsnutzung und zur Kita kann ohne Querung des Schulbereichs auf der Westseite des Wettbewerbsgebietes erfolgen.

    Die geforderten Stellplätze werden im nordöstlichen Wettbewerbsgebiet platziert. Dadurch entsteht im Bereich des Pausenhofs eine Topographie, die einen Ausblick vom Pausenhof zum Hafen ermöglicht und dabei auf selbstverständliche Weise ohne Einfriedung des Schulgeländes auskommt. Trotz der Offenheit des Pausenhofes zur Umgebung hin entsteht auf dem Schulhofgelände für die Schulkinder eine geborgene und vielfältig nutzbare räumliche Situation.


    Grundschule
    Von der Planstraße B betritt man das neue Schulgebäude über den vorgelagerten, überdachten Vorplatz.
    Im Erdgeschoss der 2-geschossigen Halle befindet sich das Foyer, der Mehrzweckraum sowie der Begegnungs- und Freizeitbereich. Beide Räume sind flexibel teilbar, bei Bedarf (z.b. für größere Schulveranstaltungen) aber auch zusammenschaltbar. Auch die Zuschaltung des Foyers wäre denkbar.
    Das Foyer bildet einen attraktiven, zweigeschossigen, hellen und transparenten Kommunikationsraum, der eine Verteilerfunktion im Gebäude übernimmt und sich zum Pausenhof hin öffnet.
    Auf der Erdgeschossebene an das Foyer angeschlossen befinden sich die Cafeteria und die Aufenthaltsräume der Übermittagsbetreuung, die auch einen separaten Zugang von außen erhält. Die Kindertagesstätte kann auf kurzem Wege von der Küche der Grundschule angedient werden. Der Speiseraum der Cafeteria erhält einen attraktiven Ausblick in den Außenraum des Pausenhofs sowie eine vorgelagerte Terrasse im Schulhof.
    Der Verwaltungstrakt befindet sich (mit Ausnahme der Schulhausverwaltung am Eingang im EG) im 1.OG mit direktem Anschluss an die Eingangshalle.
    Die Klassenräume sind auf die oberen Geschosse verteilt. Dabei gruppieren sich jeweils 2 Teambereiche auf einem Geschoss um die Lichthöfe. Hier entstehen helle, freundliche Bereiche für die Gruppenarbeit der Schulkinder. Die Jahrgangsstufen 1 und 2 sind auf der unteren Ebene platziert und auf direktem Wege über eine Treppe mit den ein Geschoss tieferliegenden Räumen für Fördermaßnahmen verknüpft.
    Die lärmintensiveren Räume für Kunst und Werken werden im 1.OG von den übrigen Bereichen separiert und erhalten eine eigene vorgelagerte Terrasse im Außenraum.


    Sporthallen
    Die Sporthallen werden zweigeschossig übereinander organisiert. Dadurch entsteht am Nordring zusammen mit der Grundschule die städtebaulich gewünschte, geschlossene, straßenbegleitende Bebauung. Die Erschließung für den Vereinssport erfolgt unabhängig von Schule und Kita über das mehrgeschossige Foyer auf der Westseite des Wettbewerbsgebietes. Der Umkleidebereich schließt sich erdgeschossig an. Eine Anbindung von der Schule aus ist gegeben. Im obersten Geschoss des Foyers wäre alternativ zur Fortführung des Luftraums auch ein kleinerer Fitnessraum oder ein Zuschauerbereich für die obere Sporthalle denkbar.


    Kindertagesstätte
    Die zweigeschossige Kita wird ebenfalls von der Westseite des Wettbewerbsgebietes erschlossen. Die Kinderkrippe wird im Erdgeschoss, der Kindergarten im 1.OG angeordnet. Beide Bereiche erhalten jeweils ebenengleiche Außenraumflächen. Im Innenhof der Kita entsteht eine gut proportionierte, geschützte Freifläche zum Spielen der Kinder.
    Eine Treppe in der Eingangshalle verbindet die beiden Geschosse über einen Luftraum miteinander. Der an der Eingangshalle gelegene Mehrzweckraum hat einen direkten Zugang zur Freifläche der Kita und eine Anbindung zur Stadtteilarbeit sodass er von dieser für Veranstaltungen mit genutzt werden kann.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.