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  • ein 3. Preis

    Städtebauliches Entwicklungskonzept

    Stadtplaner
    UmbauStadt PartGmbB, Weimar (DE), Berlin (DE), Frankfurt a. M. (DE), Wien (AT) Büroprofil

    Mitarbeit
    Prof. Dr. Hans Rudolf Meier, Moritz Fritz

    In Zusammenarbeit mit:
    sonstige Fachplaner: Bauhaus-Universität Weimar, Weimar (DE)

    Preisgeld
    16.500 EUR

    Erläuterungstext
    Celle verfügt über einen der schönsten mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands. Sein Fachwerkensemble ist in Größe und Erhaltungszustand einzigartig. Mit dieser Attraktivität, ergänzt durch Schloss, Kultur und Parkanlagen, ist die Celler Altstadt ein Magnet für Besucher. Diese Qualität ist Celles große Stärke, sie birgt aber gleichzeitig die größte Herausforderung. Raum- und Baustrukturen der flächendeckend denkmalgeschützten Altstadt befriedigen das Erlebnis- und Atmosphärenbedürfnis des Stadtbesuchers, sie entsprechen aber nur bedingt aktuellen Ansprüchen an das Wohnen, das Wohnumfeld und das Einkaufen. Die hohe Veranstaltungs- und Besucherdichte führt automatisch zu Einschränkungen für Bewohner und Beschäftigte. Die Folge sind trotz der großen Lebendigkeit der Altstadt Bevölkerungsverluste, Leerstände und Sanierungsrückstände in der historischen Substanz.

    Ziel des Entwicklungskonzepts „Leben in der Altstadt Celle“ ist deswegen, die Attraktivität der Altstadt für Ihre Besucher zu sichern, vor allem aber Lebensqualität für Bewohner und alltägliche Nutzer der Kernstadt zu steigern und neue Bewohnergruppen für die Altstadt zu gewinnen.

    Daraus ergeben sich folgende Handlungsfelder:

    Das Wohnen stärken
    - in der Substanz durch das behutsame Schaffen neuer Wohnformen und privater Freiräumen (die Hinterhöfe bewohnbarer machen)
    - Wohnfunktion in Schwerpunktbereichen fördern
    - Schaffung fehlender Wohnangebote (z.B. barrierefrei, familiengerecht) auf kernstädtischen Entwicklungsflächen (z.B. Südwall)

    Den Öffentlichen Raum weiter aufwerten, etwa
    - Brandplatz als „Quartiersplatz“ der Altstadtbewohner

    Freiräume und Verbindungen schaffen, etwa
    - Anbindung an benachbarte und teilweise verborgene Grünräume
    - Den Stadtgraben als Grünzug um die Altstadt erschießen
    - Die „kleinen intimen“ Durchgänge jenseits der Touristenpfade als besondere Wohnqualität herausarbeiten (grüne Markierung)

    Entwicklungsgebiete zur Stärkung der „Alltagsqualität“ der Altstadt nutzen
    - Umgestaltung des Nordwalls mit neuen anwohnerbezogenen Angeboten
    - Lösung des Verkehrs- und Parkierungsproblems

    Einzelhandel und Nahversorgung stärken, etwa durch
    - Schaffug fehlender Nahversorgungsflähen (z.B. Lebensmittelmarkt)

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.