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  • 3. Preis

    Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Atelier LOIDL, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln (DE), Leipzig (DE)
    Tragwerksplaner: IDK Kleinjohann GmbH & Co.KG Köln, Köln (DE), Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Planungsgemeinschaft Haustechnik Becker - Huke - Hoffmann, Dormagen (DE)
    Brandschutzplaner: BFT Cognos, Aachen (DE)
    Verkehrsplaner: BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen (DE)

    Erläuterungstext
    Dem Entwurf zugrunde gelegt wird das maximal mögliche, in der Vorstudie differenzierte Volumen. Um eine zeitgemäße architektonische Lösung für das zweigeschossige Kegeldach zu entwickeln, und eine signifikante Gestaltung an der Kreuzung zur Hohenzollernstraße vorzuschlagen, werden das Dach und die aufgehende Fassade
    in einem einzigen Material ausgeführt. Glasierte Keramikplatten erfüllen diese Voraussetzung, so wie traditionell glasierte Ziegel und glasierte Dachpfannen in schon bekannter Weise Wand und Dach bekleiden.
    Eine Fassade aus Keramik, die in die Dachfläche übergeht, soll der Auftakt sein, das in der Nachbarschaft traditionelle Dach mit dem Wunsch nach einem eigenständigen Baukörper zusammenzuführen. Alle gestalterischen Fragen der weiteren Fassaden beziehen sich auf den Auftakt an dem Kreuzungspunkt. Aus diesem Denken ergeben sich die folgenden Gestaltungsentscheidungen zwangsläufig und stehen unter der Maxime größtmöglicher Vereinfachung, um dem Eckgebäude den Vortritt zu lassen. Die Entscheidung, alle weiteren Fassaden in Putz auszuführen, ist aus diesem Denken entstanden, aber auch weil es eine Tradition von Putzbauten in der Leopoldstraße gibt. Zwei Fensterformate differenzieren die Fassaden, deren Rhythmisierung sich aus der Perspektive erschließt. Die Gliederung des Ensembles gelingt dadurch selbstverständlich, weil sie aus einer funktionalen Begründung resultiert.
    Das Material des Sockels wird in fein strukturierten und geschliffenen hellen Betonfertigteilen ausgebildet. Das Gebäude erhält dadurch eine robuste und massive Erdung und angemessene Eleganz, vor allem im Kontrast zu den „bronzefarbenen“ Metallrahmen der Verglasungen.
    Die ruhigen Fassaden der Hohenzollernstraße bereiten den Höhepunkt am Eckpunkt vor: „Das Crackle-Haus“. Die Teilung der Platten ist aus der traditionellen Glasurtechnik Crackle abgeleitet und wird als ein wiederkehrendes Netzmuster entwickelt. Dem Material Keramik und der Fugenbehandlung gelingt es nach Meinung der Verfasser, ein gleichzeitig spektakuläres, aber diszipliniertes, ein neues, aber auch traditionelles Erscheinungsbild
    zu schaffen. Ein Bauwerk, das die städtebauliche Tradition respektiert, aber in seiner Materialität eine Eigenständigkeit ermöglicht. Ein Material allergrößter Nachhaltigkeit, was die Dauerhaftigkeit der Oberflächen angeht.
    Die Herstellungstechnik ist mit Firmen abgestimmt und durch die problemlose Laserschnitttechnik ohne großen Aufwand herstellbar. Die Wirtschaftlichkeit der Fassade ist durch die großen Dämmputzanteile der anderen Teile im Gesamten gegeben.
    Der Freibereich zwischen Leopoldstraße 35 und 37 wird mit einer repräsentativen Gestaltung zusammengefasst.Der kleine Hof im Süden wird als Spielhof neu definiert. Die gesamte Hoffläche ist rechtwinklig zum Baukörper gepflastert. Das Pflasterbild aus bis zu 1m langen orthogonal durchlaufenden Platten soll den beengten Hofbereich etwas großzügiger erscheinen lassen. In Anlehnung an den Sockel des Gebäudes werden feinstrukturierte helle Natursteinplatten gewählt.
    Ein Wasserbecken wird den Platzbereich gliedern. Er besteht aus einer 14m langen und 2m breiten Natursteinplattform mit eingelassen Wasserdüsen. Hier können sich Kinder am ausgelassenen Wasserspiel erfreuen und Erwachsene eine erholsame Rast in der Hektik des geschäftigen Treibens der Leopoldstraße einlegen.
    Aus Platzgründen müssen die beiden Pappeln im Inneren des Hofes weichen, diese werden durch einen malerischen Japanischen Schnurbaum (Sophora japonica) ersetzt. Der feingliedrige, cremeweiß blühender Baum schafft ein schönes Flair und spendet lichten Schatten.
    Im hinteren Hofbereich wird ebenfalls ein Schnurbaum gepflanzt. Auf Grund seines lockeren Wuchses und des
    sehr späten Austriebs ist er bestens für Unterpflanzung mit Kleingehölzen und Stauden geeignet. Darunter laden sternförmige Spielelemente zum Verweilen und Bespielen ein. Ihr geschicktes Anordnen fördert eine räumliche Dynamik. Entlang der Fassade im Spielhof verläuft ein erhöhtes Beet mit Staudenpflanzung und sonneliebenden Rankpflanzen, die dem Raum ein angenehmes Klima verleihen. Der Belag in diesem Hof wird farblich an den
    Plattenbelag im repräsetativen Teil angepasst und wird aus wassergebundender Wegedecke (Stabilizer) bestehen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.