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  • 2. Preis

    Hauptperspektive

    Architekten
    Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (DE), Dülmen-Rorup (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Jan Kleihues

    Erläuterungstext
    Entwurfsverfasser: Jan Kleihues mit Johannes Kressner
    Wettbewerbsteam: Stephan Märker, Yasser Shretah, Gabriela Torres, Lea Anna Zora, Phillip Zora

    Grundlage für den Entwurf des Fakultätsgebäudes sind die Kernaussagen des Campusgutachtens bzw. des Rahmenplans für das Wettbewerbsgrundstück. Innerhalb dieses vorgegebenen Rahmens lagert sich der Neubau als einer von vielen Bausteinen an den zentralen Grünzug des Hochschulcampus an. Zugleich verzahnt er sich mit diesem, in dem der Baukörper nur teilweise auf der vorderen Bauflucht liegt. Der so geschaffene Vorplatz wird als Bestandteil des Gebäudes aufgefasst und bildet den Auftakt für den Weg ins Innere.

    Im Grundriss gliedert sich der Baukörper in zwei Riegel, in denen die Hauptfunktionen kompakt und gemäß den funktionalen Anforderungen untergebracht sind sowie einen zentralen Bereich, in dem sich Außen- und Innenräume als räumliches Kontinuum miteinander verzahnen und so eine Vielzahl von Aus- und Durchblicken ermöglichen. Funktional handelt es sich dabei um die Haupterschließungszone, die sich aus einer erdgeschossige Wandelhalle und zwei großzügig gestalteten Treppenräumen zusammensetzt. Die eingestellten massiven Körper in denen die Haupttreppen liegen, kontrastieren auf spannende Weise das transparente Raumgefüge.

    In der horizontalen Gliederung des Baukörpers spiegelt sich zum einen die Anordnung der unterschiedlichen Funktionen – im Erdgeschoss die Hörsäle, in den Obergeschossen die Labore und Büroräume – wieder, zum Anderen wird im Sinne des einleitenden Zitats ein fundamentales architektonisches Thema die Basis für das Erscheinungsbild des neuen Institutsgebäudes. Sockel und Erdgeschoß (earthwork) bilden eine körperliche Einheit, die durch die Wahl des Materials und die flächige Ausbildung der geschlossenen Fassadenbereiche einen massiver Eindruck erzeugt. Den Kontrast hierzu bildet die gerüstartige hölzerne Gebäudehülle (framework) der Obergeschosse, in der sich das plastische Prinzip umkehrt. Die geschlossenen Fassadenbereiche liegen hier auf der hinteren Ebene. Dominiert wird diese Zone von dem durchgängigen Rhythmus der schlanken zweigeschossigen Pilaster, die in vorderer Ebene liegen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.