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  • DE-70629 Stuttgart
  • 07/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-61543)

New Office Airport Stuttgart


  • Teilnahme

    © Formfest - Daniel C. Wolf

    Architekten
    Spacial Solutions GmbH, München (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    MARKANTE AUFTAKT ZU EINER NEUEN GENERATION VON BUSINESSBAUTEN AM FLUGHAFEN
    Das Projekt ist Auftakt zu einer neuen Generation von Gebäuden am Flughafen nach der Messe; die Lage ist exponiert, der Blick insbesondere aus den oberen Geschossen über die Felder, den Flughafen bis hin zur Alb außerordentlich eindrucksvoll.

    ‚LANDMARK’ - AUF FERN- WIE AUF NAHWIRKUNG HIN KONZIPIERT
    Die öffentliche Präsenz des Ernst & Young Headquarters profitiert von prominenten Lage in der langgezogenen ‚Außenkurve’ der Autobahn A8.
    Sechs einzelne Häuser werden durch einen schwebend erscheinenden, funktional begründeten Dachring zusammengehalten.
    Der Baukörper ist wiederum völlig verschieden in der Fern- bzw. der Nahwirkung: von der Ferne ist es die Linearität des Brücken-Ringes, im Nähern kommt immer mehr die schwebende und überkragende Konstruktion zum Tragen, von oben das fast zeichenhafte ‚Icon’.
    Wie im Film verändert sich das Gebäude dabei verblüffend in der Wirkung – die stirnseitige Wahrnehmung unterscheidet sich gänzlich von der Übereckperspektive oder von der frontalen Wirkung von Norden, wenn man von Stuttgart her sich auf der Autobahn nähert.

    TRANSPARENZ IM WÖRTLICHEN WIE IM ÜBERTRAGENEN SINNE
    Das Unternehmen Ernst & Young lebt vom Dialog mit der Welt, von der Kompetenz, die es auf seine ‚Stakeholder’ und Kunden ausstrahlt und vom Einsatz seiner Mitarbeiter – Das Arbeitsfeld von Ernst & Young ist zu 100% ‚People Business’. Dies prägt den Entwurfsansatz - in seiner inneren Organisation und in der Art und Weise, wie sich dies nach außen manifestiert, nachvollziehbar und überraschend zu gleich.
    Das Haus wirkt einladend und es strahlt wie ein Leuchtfeuer kontrollierte Kompetenz aus, nach allen Seiten. Kraftvolle Einfachheit in der Form, die unternehmerischer Klarheit entspricht - Das Haus ist sehr logisch und nachvollziehbar, absolut konsequent aus einfachen Geometrien entwickelt. Dabei ergeben sich aus der leichten Trapezform der einzelnen Bürohäuser wie auch wiederkehrend des Dachringes sich sinnfällig und unangestrengt raffinierte Wirkungen.

    ‚VEST-POCKET-PARKS’ ALS PUFFERZONEN ZU DER IN ZUKUNFT VERDICHTETEN NACHBARSCHAFT
    Es entstehen vier ‚Vest-Pocket-Parks’ nach außen hin, die dafür sorgen, dass in auch in Zukunft, wenn größere Blöcke im Westen wie im Süden heranrücken, der Blick von den Arbeitsplätzen ins Grüne geht; Durch die gläsernen Fugen in Längs- und Querrichtung kommen auch die Mitarbeiter der in die Halle orientierten Büroflächen in den Genuss dieser grünen Pufferzonen.

    IM KLEINEN WIE IM GROSSEN:
    DAS GRUNDPRINZIP ZENTRIERENDER MARKTPLÄTZE
    Die Trapezform der Bürohäuser hat einfache Gründe: Die Kerne rücken in die Mitte, die Wege werden kürzer, weil die Kerne in die Mitte rücken, die Abwicklungslänge der aufgereihten Büroetagen verringert sich beträchtlich, erst dadurch ist die Transparenz und die Anordnung um eine einzige zentrierende und kommunikationsfördernde Innenhalle möglich!

    MASSANZUG UND GRÖSSTMÖGLICHE NUTZUNGFLEXIBILITÄT ZUGLEICH – MIT FLÄCHENRESERVEN
    Der Komplex entspricht in optimaler Weise den Organisations- und Kommunikationsanforderungen von Ernst & Young, er muss aber nicht nur von einem Nutzer als Ganzes genutzt werden.
    Die öffentliche Zone der Halle nutzend können im Sinne eines ‚Kontorhauses’ verschiedene Firmen einzelne Etagen oder Häuser beziehen und separat erreichen. Es ist sogar möglich, in den äußeren Höfen im Osten und im Westen ggf. separate Adressen bzw. Vorfahrten anzulegen.

    FLÄCHENRESERVE 10 %
    Die vorgeschlagene Gebäudestruktur bietet sogar noch eine Flächenreserve von 10 % an: statt der geforderten 54 Raumeinheiten à 400 qm sind insgesamt 60 vorhanden, wobei im Entwurf zwei für die Rezeption / Backoffice. Und für das Bistro genutzt werden. Zwei weitere beinhalten Partner- bzw. Mietbüros im Eingangsbereich.

    SECHS IDENTISCHE BÜROHÄUSER, VERBUNDEN DURCH EINE MARKANTE ‚RINGBRÜCKE’
    Die Gebäudestruktur ist gekennzeichnet durch zwei Komponenten:
    Sechs gleiche, trapezförmige Häuser im unteren Bereich mit 60 gleichen Raumeinheiten gruppieren sich um die zentrale Halle. Jeweils drei von diesen sind direkt verbunden und über zwei Treppen- und Aufzugstürme vertikal erschlossen.
    Darüber schwebend der ‚ Brückenring’. Drei wesentliche Funktionen sind hier miteinander kombiniert: das zentrale Restaurant für Mitarbeiter wie für Gäste, das Auditorium für Gäste und Mitarbeitern, sowie vier voneinander separierbaren Konferenzzonen für verschiedene Kundengruppen;
    Wir halten es für richtig, die Kunden hierher zu bringen:
    • Faszination des Ausblicks – Synonym für unternehmerischen Weitblick,
    • funktional sinnvolle Synergie von Catering und Konferenz mit Geschäftsessen, Arbeitsessen

    DIE EINGANGSHALLE – ZENTRALER MARKTPLATZ FÜR BESUCHER UND MITARBEITER
    Der Erdgeschossgrundriss zeigt eine einfache Struktur mit sehr komplexer räumlicher Wirkung: vom Vorplatz aus gelangen Mitarbeiter und Besucher in die rechteckige Innenhalle – die trapezförmigen Häuser sind so angeordnet, dass zu den äußeren Ecken hin rechte Winkel ebenso entstehen wie zur inneren Halle: die Innenhalle weist also eine einfache rechteckige Form auf.
    Vom Eingang aus sieht der Besucher zur Rechten die Rezeptionstheke, in deren Nähe er in Lockers sein Gepäck verstauen kann. Besucher wie Mitarbeiter finden hier einen kleinen Shop für die wesentlichen Dinge des täglichen Bedarfs, einen Bankomat und eine Dependance eines Reinigungsunternehmens. Ein Lieferservice bringt auf Bestellung den Einkauf für den Abend oder das Wochenende.

    ORT DER BEGEGNUNG: BISTRO IN DER ZENTRALEN HALLE
    Visavis, jenseits des abgesenkten Atriums ist ein Bistro und eine Bar, in dem Mitarbeiter Freunde und Familienmitglieder treffen können, in dem auch Interessierte ohne Schwellenangst von außen einen Capuccino serviert bekommen.
    Links und rechts neben dem Eingang finden Partner bzw. Besucher schon im öffentlichen Bereich eingerichtete Büros mit dem dazugehörigen Support, ohne mit einem Ausweis den Zugang in den internen, gesicherten Firmenbereich betreten zu müssen.
    Im rückwärtigen Teil führen Brücken zu der gut sichtbaren Bibliothek auf der rechten Seite bzw. zu der Poststelle links.

    RAUM FÜR FIRMENVERANSTALTUNGEN UND ÖFFENTLICHE EVENTS
    Im Zentrum führt eine großzügige Freitreppe in ein tiefer gelegenes, ebenfalls frei zugängliches Atrium, mit Schulungsräumen. Dieser zentrierte, trapezförmige Mittelbereich – belichtet über das trapezförmige Oberlicht und über die stirnseitigen gläsernen Fassaden und markant gefasst durch die beidseitigen Gabelstützen, die das Dach und die Rampen tragen - eignet sich sehr gut für interne wie für öffentliche Veranstaltungen von Hausmessen, über Konzerte, Vorträge, Lesungen, aber auch für große Feste – Dazu können auch die Holzdecks in den angrenzenden Außenhöfe genutzt werden.

    SECHS EINZELNE HÄUSER STATT GROSSEM BÜROBLOCK
    Die Obergeschossgrundrisse zeigen die Grundstruktur des Komplexes: 6 einzelne, identische Häuser, jeweils in ihrer Mitte erschlossen und untereinander verbunden. Dies erzeugt eine maximale horizontale wie auch vertikale Flexibilität wie auch Identität: Jeder Mitarbeiter kann sehr leicht identifizieren, wo sein Arbeitsplatz liegt. Dabei sind alle gleichwertig, was der Bereitschaft zu internen Umzügen zugute kommt.

    ATTRAKTIVE, KOMMUNIKATIONSFÖRDERNDE BRÜCKEN
    Aber nicht nur die Häuser innerhalb der Ost- bzw. Westreihen sind miteinander verbunden, ein System von Rampen ermöglicht auch auf kürzestem Wege, den Kollegen etwa im diagonal entgegengesetzten Haus zu besuchen, ohne den Umweg über die Halle / das Erdgeschoss zu nehmen. Dabei führt der Weg an keiner Stelle durch dunkle Gänge!
    Gut einsehbare Besprechungsboxen sind jeweils den Kernen zugordnet.

    EINFACH ‚SCHALTBARE’, KOMPAKTE BÜROEINHEITEN
    Die sehr flächenoptimierten Kerne sind so angelegt, dass sie für jeweils eine Geschosshälfte von ca. 400 m2 (im Normalfall einer Abteilung entsprechend) genutzt oder auch ‚fremdvermietet’ werden können. Sie können aber insbesondere in den äußeren vier Häusern auch so ‚geschaltet’ sein, dass die beiden Kernhälften zusammenwirken bzw., dass ein Organisationseinheit ohne Trennungen ein ganzes Geschoss belegt.
    Die autarken WC-Zellen mit integrierten Waschbecken sind dabei nicht nur als adäquates Komfortmerkmal für ein hochwertiges Büro anzusehen, sie erlauben eine wesentlich höhere Flexibilität in der Nutzung und sind durch den Wegfall der Waschbeckenvorräume jeweils von der Büroseite wie auch von der Mittelerschliessung aus zu erreichen. Bürolager sowie die Garderoben sind ebenfalls hier untergebracht.


    ‚LOWER DECK’
    Das Zwischendeck trennt optisch die Brücke von den Bürohäusern und erzeugt den erwünschten schwebenden Charakter des ‚Upper Decks’. Hier sind die Lüftungszentralen für die Büros, hier sind die Nebenräume für die Brückenebene: WC’s für die Konferenzräume darüber, die Lager- und Mitarbeiterräume für das Restaurantpersonal angeordnet. Hier sind aber auch einige feine Rückzugsräume der Konferenzetage sowie des Restaurantsbereichs darüber und es gibt Dachterrassen für die Besucher wie für die Mitarbeiter, Begegnungsräume bei jedem Wetter in der Halle. Hier ist auch der Platz für Fitnesseinrichtungen, die für eine Population einer Kleinstadt als eine adäquate Einrichtung empfohlen wird.

    ‚UPPER DECK’: BEGEGNUNG IN PRIVILEGIERTER LAGE
    Das Upper Deck ist im wahrsten Sinne des Wortes die Krone des Komplexes. Die Besucher können mit den Expressliften direkt aus von der Eingangsebene der Halle hier hinauf fahren – alle Begegnungen zwischen Kunden und Mitarbeitern des Hauses Ernst & Young finden hier oben statt.
    Der Weitblick nach allen Richtungen steht sprichwörtlich für weiten Horizont, der für unternehmerischen Erfolg steht. Vier autonom funktionierende Konferenzzonen bieten die Möglichkeit, gleichzeitig verschiedene Kundengruppen zu empfangen.
    Das Auditorium, über dem Eingang gelegen und von oben durch das trapezförmige Oberlicht wie auch über eine großzügige Glasfassade belichtet (beide Flächen jedoch abdunkelbar), dem ebenfalls trapezförmigen Oberlicht, kann komplett geöffnet werden – alle Wände können in die seitlichen Stauräume wegfahren.
    Aber nicht nur Besucher haben das Privileg, hier ‚hoch’ zu kommen, sondern auch die Mitarbeiter: Das Restaurant steht sowohl Besuchern wie auch Mitarbeitern zur Verfügung.
    Ein innerer Umgang macht die Innenhalle erlebbar – ein umlaufender Balkon mit vier großzügigen überdachten Außenterrassen laden zu verschiedenen Tageszeiten zum Erleben des außergewöhnlichen Panoramas oder zum Verbringen einer Pause im Freien ein.

    LICHTDURCHFLUTETES UNTERGESCHOSS
    Die sehr klare und einfach zu verstehende Struktur des Komplexes setzt sich auch im ersten Untergeschoss fort. Dabei erscheint diese Ebene gar nicht als ‚unterirdische’ Ebene: Eine großzügige Treppe führt vom Eingang hierher, natürlich belichtete Schulungsräume sind hier leicht aufzufinden. Arbeitsplätze zentraler Einrichtungen sind ebenfalls über die Halle bzw. auch mit Außenfassaden mit Tageslicht versorgt.
    Vorstands- und Besucher -Parkplätze wie auch Fahrrad-/Zweiradstellplätze genießen sogar das Privileg, eines ‚Schaufensters’ in die Halle. Die sportlichen Fahrradfahrer finden hier auch Duschen und Lockers, bevor sie die Kerne und damit die öffentliche Eingangshalle betreten. Die Rampen, die in dieses Geschoss führen, sind sehr geradlinig und manövrierfreundlich angelegt – die Zufahrtskontrollen sind geschützt im überdeckten Bereich.
    In diesen Geschoss finden auch die Technikzentralen ihren Platz: Kälteerzeugung, Hausanschlüsse für Elektro, Wasser, Fernwärme, Kommunikation; Trafos und Mittelspannungsanlagen. Wie zuvor ausgeführt, ist die Lüftungstechnik für die Büros auf der ‚Lower Deck – Ebene’ im 6. OG angeordnet.

    ÜBERSICHTLICHES PARKEN
    Zwei Funktionen sind im 2. Untergeschoss untergebracht: ein Grossteil der Stellplätze, gut erreichbar über eine bequeme doppelspurige Rampe und dank einer sehr einfachen Struktur sehr übersichtlich in der Benutzung. Die Stützenstellung korrespondiert dabei sehr gut mit der Tragstruktur der Bürogebäude darüber. Die vier Erschließungskerne schaffen auf kürzestem Wege die Anbindung an die Eingangshalle – die Aufzüge sind so gesteuert, dass sie lediglich bis in den öffentlichen Bereich der Halle führen.
    Die Weiterfahrt in die Obergeschosse ist nur möglich, wenn sie von der Innenseite jenseits der Zugangskontrollen betreten werden. im Falle einer späteren kleinteiligeren Nutzung können diese aber auch so geschaltet werden, dass die Fahrt direkt in die Obergeschosse möglich ist. (S. Sicherheitskonzept Blatt 10)

    ANLIEFERUNG: EBENERDIG UND DOCH IM 2. UG
    Des Weiteren ist in diesem Geschoss der Anlieferhof untergebracht. Dieser wird sehr direkt, fast ohne Steigung und ohne Beeinträchtigung von Verkehrsströmen von der Anlieferstrasse zur Messe erreicht, die unter dem Kreisverkehr an der nordöstlichen Grundstücksecke ‚durchtaucht’. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung: die in diesem Bereich notwendige Höhe für Lastwagen wird durch die Doppelgeschossigkeit auf einfache Weise erreicht. Die hier größeren Spannweiten können ohne Probleme durch Unterzüge in diesem Luftraum geschaffen werden.

    ENTSCHEIDENDE DIREKTE KOMMUNIKATION NUR FUNKTIONIEREND INNERHALB EINES RADIUS VON 15 METERN
    Durch die Entscheidung, die Kerne in die Mitte zu packen, werden die Wege in den Büros nicht nur nach dem Prinzip der ‚Kugelpackung’ minimiert, so wird auch die Abwicklung der Büroriegel beträchtlich verkürzt, was wiederum erst die visuelle Durchlässigkeit längs und quer ermöglicht.
    Durch die Vermeidung paralleler Fassaden zu den Höfen schauen die Menschen in den Büros nie direkt frontal in die gegenüberliegenden Büros, die Entfernung erscheint grösser

    MINIMALER ERSCHLIESSUNGSAUFWAND - MAXIMALE KOMMUNIKATION

    Der Erschließungsaufwand kann nicht minimaler sein: lediglich vier exponierte, kommunikationsfördernde Vertikalerschließungen mit offenen Aufzugskabinen und verglasten Treppen sind freistehend und gut sichtbar in der luftig- großzügigen Eingangshalle platziert (zusätzlich gibt es ebenfalls leicht auffindbar noch vier untergeordnete Fluchttreppen).
    Das ist nicht nur platz- und kostensparend, sondern auch der Kommunikation und nicht zuletzt der Orientierung förderlich. Dabei werden alle Büroflächen bzw. alle autarken Büroeinheiten separat erreicht. Dunkle, tote Flure gehören der Vergangenheit an.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Gebäude gliedert sich in sechs gleiche, trapezförmige Häuser mit 60 gleichen Raumeinheiten, die sich um eine zentrale Halle („großer Marktplatz“) gruppieren. Über dem Gebäude schwebt ein „Brückenring“, der die Funktionen Restaurant, Auditorium und Konferenzzone miteinander kombiniert.
    Hybridfassade mit vorgesetzter Scheibe im Kaltbereich (integrierte Jalousiestores) und dreifachverglaster Holzfensterkonstruktion nach innen Gläserne Fuge in Längs- und Querrichtung