loading
  • DE-79110 Freiburg im Breisgau
  • 11/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-92575)

Realisierungswettbewerb Carl-Sieder-Weg


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Visualisierer
    ARCHITECTURE2BRAIN - architekturdarstellungen, Berlin (DE), Augsburg (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Sacker Architekten GmbH, Freiburg im Breisgau (DE)
    Landschaftsarchitekten: Stötzer Landschaftsarchitekten, Freiburg im Breisgau (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die stadträumliche Qualität der Arbeit entwickelt sich aus dem Bestand. Die Gebäude
    werden auseinander gerückt, um einen zentralen, verkehrsfreien „grünen Innenhof“ zu
    umschließen. Zwei längliche Gebäuderiegel mit einer kommerziellen und
    gemeinschaftlichen Erdgeschossnutzung bilden im Süden einen plausiblen Übergang zur
    Elsässer Straße und schirmen das neue Quartier gegen den Straßenlärm ab. Dadurch
    gewinnt der Straßenraum der Elsässer Straße an stadträumlicher Qualität. Das
    Gesamtquartier ist bis auf Anfahrtsmöglichkeiten für Be- und Entladen konsequent
    fahrverkehrsfrei gehalten, der Zuschnitt der Tiefgarage ermöglicht eine gute bis optimale
    Erschließung für alle Gebäude, die Zufahrt von der Falkenbergerstraße im direkten
    Einmündungsbereich der Elsässer Straße ist nicht ganz optimal aber denkbar. Die
    Anordnung der Besucherstellplätze an der Elsässer Straße muss mit der Stadt diskutiert
    werden.
    Die Höhenabstufung der Gebäude von der Elsässer Straße nach Nordosten – von vierüber
    drei- nach zweigeschossig (Reihenhaus) – ist richtig und bezieht sich auf das Umfeld.
    Durch die Gebäudeanordnung entsteht ein zentraler, geschützter Freiraum, in dessen Mitte
    eine gemeinschaftliche Nutzung vorgesehen ist. An den Rändern, im Übergang zu den
    Gebäuden, besteht zudem die Möglichkeit einer privaten Gartennutzung durch
    Sondernutzungsrechte, was den Interessen den jetzigen und künftigen Nutzern entgegen
    kommt. Die Aussparung in der Mitte der Tiefgarage eröffnet die Möglichkeit einer
    angemessen Baumbepflanzung im Innenhof. Hier verfügt auch die KITA über einen
    angemessenen Außenbereich.
    Der Qualität des städtebaulichen Entwurfs entspricht die Selbstverständlichkeit und
    Angemessenheit der Architektursprache, bei den Fassaden erscheint im Hinblick auf eine
    spannungsvollere Ausstrahlung eine Nacharbeitung notwendig. Das Angebot an
    Wohnflächen liegt im mittleren Bereich der eingereichten Arbeiten.
    Die Ausrichtung der Wohnungen kommt den unterschiedlichen Ansprüchen der Nutzer
    entgegen, für das nördliche Reihenhaus wäre auch eine Südostausrichtung ohne Einbußen
    in der städtebaulichen Qualität denkbar. Das vorgeschlagene „offene Wohnen“ verspricht
    ein großes Maß an Flexibilität.
    Der längere Bau an der Elsässer Straße ist mit zwei Treppenhäusern und Aufzügen etwas
    übererschlossen. Zuschnitt und Größe der Erdgeschosse in den Gebäuden an der Elsässer
    Straße versprechen variable und flexible Nutzungsmöglichkeiten. Das geforderte
    Wohnungsgemenge wird von den Verfassern eingehalten; eine abschnittsweise
    Realisierbarkeit ist gegeben.
    Im Verhältnis von Bruttogeschossfläche zur nutzbaren Wohnfläche liegt die
    Wirtschaftlichkeit des Entwurfs deutlich im oberen Bereich.
    Energetisch wird eine Nahwärmeversorgung mit BHKW vorgeschlagen, die
    vorgeschlagenen Maßnahmen entsprechen dem Stand der Technik.
    Der Entwurf besticht durch die Selbstverständlichkeit der Einbindung in das städtebauliche
    Umfeld, die Architektursprache ist angemessen mit etwas Luft nach oben. Insgesamt lässt
    die Wettbewerbsarbeit eine hohe Qualität auch als Beispiel für die weitere Entwicklung des
    Stadtteils erwarten. Erwähnenswert ist die räumliche Qualität des zentralen öffentlichen
    Freiraums sowie der angrenzenden privaten Freiräume, das Verkehrskonzept ist auf der
    Höhe der Zeit.