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  • CH-5400 Baden
  • 11/2011
  • Ergebnis
  • (ID 2-94944)

Neugestaltung Brown Boveri-Platz Baden


  • 5. Rang 5. Preis


    Landschaftsarchitekten
    vetschpartner Landschaftsarchitekten AG, Zürich (CH) Büroprofil

    Mitarbeit
    Nils Lüpke, Walter Vetsch, Birger Schmidt, Martin Moser

    Erläuterungstext

    Ein neues Tor zu Baden Nord

    Mit der Entwicklung des Stadtteils Baden Nord kommt dem ehemals als Eingangspforte zum Industrieareal der BBC angelegten Platz eine neue Bedeutung zu.
    Der in direkter Verbindung zum Bahnhof Baden stehende und heute vor allem als Durchgangsraum funktionierende Ort, wird mit den anstehenden Bauvorhaben (Parkhaus, Hochhäuser Ost und Nord) freigespielt und nimmt als neues Tor zu Baden Nord eine wichtige Stellung als Drehscheibe, Aufenthalts- und Veranstaltungsort ein.
    Zusammen mit dem angrenzenden Trafo Center mit Kino und Freizeitcenter sowie den neu auf dem Brown Boveri-Platz vorgesehenen Veranstaltungen wird ein pulsierendes, sich immer änderndes Platzleben stattfinden, dass mit dem kontemplativen Trafoplatz im spannungsvollen Wechselspiel stehen wird.

    Identität durch Irritation

    Der Brown Boveri-Platz ist Teil des Strassen- und Gassensystems von Baden Nord und spannt sich zwischen den raumbildenden Gebäudevolumen in arealtypischem Asphaltbelag auf.
    Eine applizierte Textur, bestehend aus einem in Bändern aufgetragenen grasgrünen Farbton, erzeugt Irritation und unverwechselbare Identität.
    Visuelle Schwingungen durchlaufen die Fläche, der Belag scheint mit der Intensität der Nutzung zu vibrieren. Die Ausrichtung der Bänderung stärkt das Konzept des aufgespannten Platzraumes und gibt einen quer zu den Fussgängerströmen laufenden Richtungswechsel vor.
    Assoziationen zu naheliegenden Welten und vergangenen Zeiten werden geweckt. Die vielschichtige Lesbarkeit provoziert beabsichtigte Interaktion.

    Platz

    Als leicht geneigte Ebene vermittelt die Platzfläche stufenlos zwischen den Anschlusspunkten und gewährt so eine maximale Nutzungsflexibilität.
    Zur Haselstrasse hin, wird der Raum mit einer platzseitig in Brüstungshöhe verlaufenden, markanten Stützmauer abgeschlossen. Sie definiert zugleich den Zugang auf den Platz.
    Die bestehende Stufenanlage vor dem Trafocenter wird in die Gestaltung integriert.
    Der Höhenversprung zum Anschluss an den ABB-Bau wird mit einer Stützmauer aufgenommen.

    Baumsaal

    Als raumbildender Baumkörper wirkt der Baumsaal beim Durchschreiten als neues Tor zu Baden Nord und generiert gleichzeitig einen vegetativen Filter zur Haselstrasse hin.
    Die hoch aufgeasteten Trompetenbäume erzeugen einen hallenartigen schattenspendenden Raum, der im Kontrast zur offenen Platzfläche steht.

    Catwalk

    Der Catwalk vermittelt zwischen dem Baumsaal und der Platzfläche. Er ist beschauliches und funktionales Highlight des Ortes.
    Durch den horizontalen Verlauf zeichnet sich sanft die Platztopographie ab und wird erfahrbar.
    Mit einem Wasserfilm überzogen spiegelt der geschliffene Betonkörper Himmel und Blätterdach des Baumsaals.
    An einem heissen Sommertag erfreut ein Wasserspiel die Gemüter der Kinder.
    Mit oder ohne Wasser ist der Catwalk aber auch Bühne und Laufsteg, der mit viel Phantasie genutzt werden kann.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.