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  • DE-71672 Marbach / Neckar
  • 01/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-99466)

Neubau Kindertagesstätte St. Hildegard


  • 3. Preis

    Konzept

    Architekten
    Vögele Architekten, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    wolfgang vögele

    Mitarbeit
    Yvonne Möbius

    Erläuterungstext
    Idee
    Der kleinstädtisch geprägte Bereich in Marbach zwischen Güntterstraße und Herrmann Hesse Straße wird bestimmt durch eine lockere Einzelhausbebauung inmitten großflächiger Grünzonen. Die extreme Hanglage des Grundstücks ist einerseits sehr problematisch, andererseits aber auch Ideengeber für das neue Kinderhaus.
    Der zur Hermann Hesse Straße eingeschossige, zur Güntterstraße dreigeschossige kompakte Baukörper fügt sich harmonisch in die städtebauliche Struktur. Lage und Ausformung des Kinderhauses ermöglichen die Anlage eines großen Gartens im Süden des Grundstücks.
    Vom Eingang in der Güntterstraße führt eine `Himmelsleiter` den Hang hinauf, und erschließt mit vielen Einblicken und Ausblicken alle Ebenen bis zum großen Garten an der Hermann Hesse Straße.

    Funktion
    Beide Bereiche, Kindergrippe und Kindergarten zeichnen sich durch gut organisierte und gestaltete Grundrisse entsprechend den individuellen Ansprüchen aus. Die spezielle Erschließung durch die Himmelsleiter schafft auf allen Ebenen interessante Erschließungszonen mit eher geschlossenen Bereichen wie Snoozelhöhlen und offenen Flächen mit Ausblicken ins Freie. An jeder Stelle des Kinderhauses ist so die Hanglage des Geländes erlebbar.
    Kindertagesstätte, Mehrzweckraum und Essbereich liegen zentral auf der mittleren Ebene mit eigenem nach Westen ausgerichtetem Garten. Die beiden Kindergartengruppen auf der oberen Ebene verfügen über einen großen und sonnigen Außenspielbereich im Südgarten.
    Die dem Hang folgende Anordnung der Ebenen garantiert großzügige, helle und Licht durchflutete Räume in allen Geschoßen.

    Freiflächen
    Das architektonische und funktionale Konzept sieht vor, möglichst wenig Grundstücksfläche zu überbauen und zu versiegeln. Das kompakte Gebäude lässt viel Platz für zwei Gärten. Durch die Hanglage und entsprechende Bepflanzungen gelingt es, für Kindertagesstätte und Kindergarten eigene Freibereiche zu schaffen. Die Kleinkinder gelangen direkt über Ihren Gruppenraum auf die für sie separierte Außenspielfläche. Großzügige Verglasungen der Gruppenräume schaffen einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen. Die Gestaltung der Grünflächen, die Abfolge von befestigten und bewachsenen Flächen lässt viele Aktivitäten für die Kinder beider Altersgruppen zu.

    Architektur
    Die Architektur der Kindertagesstätte ist gekennzeichnet durch Klarheit und funktionale Eindeutigkeit. Der kompakte Baukörper fügt sich harmonisch in die städtebauliche Struktur und sorgt gleichzeitig für spannungsreiche Raumeindrücke im Innern.
    Ziel ist eine eigenständige, zeitgemäße und moderne Architektursprache. Großzügige Verglasungen schaffen Transparenz und Helligkeit. Die Übergänge von Innen nach Außen sind fließend, so gibt es Sichtbeziehungen vom Eingang über die Himmelsleiter zum grünen Freibereich. Flure sind natürlich belichtet. Oberlichter über den Flurwänden schaffen zusätzliche Belichtungen für die einzelnen Räume. Licht, Ausblicke ins Freie in Verbindung mit natürlichen Materialien wie Holz, Glas und Putz erzeugen eine überaus angenehme, freundliche und motivierende Atmosphäre für Kinder und Betreuer.

    Energie
    Eine sehr gute Wärmedämmung, sowie die wärmetechnisch optimale Ausbildung der Bauteile sind Grundlage eines wirtschaftlichen Energieverbrauchs und damit die Schonung des Klimas und der Umwelt. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine zentrale Niedrigtemperaturheizung über Flächenheizsysteme. Ziel ist es die gültigen Anforderungen der Energieeinsparverordnung umzusetzen und deutlich zu unterschreiten. Die sehr günstige Hüllfläche des Neubaus kommt diesen Zielen sehr entgegen. Die Integration von Photovoltaik, Solarthermie, Wärmedämmung und Sonnenschutz garantiert einen schonenden Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Lediglich die innen liegenden Nebenräume werden mechanisch be- und entlüftet. Verwendet werden bevorzugt ökologisch unbedenkliche Materialien und Techniken.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 13.02.2012, 17:14
Zuletzt aktualisiert 16.02.2012, 15:24
Beitrags-ID 4-52991
Seitenaufrufe 801