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  • DE-72072 Tübingen
  • 03/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-84623)

Entwicklung Güterbahnhof Tübingen


  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    k1 Landschaftsarchitekten - Kuhn Klapka GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Andreas Huhn Architekten, Tübingen (DE)

    Erläuterungstext
    MITARBEIT:

    Catherine Kuhn, Peter Young


    ERLÄUTERUNGSTEXT:

    Freiräume
    Das neue Quartier ist durch Freiräume sehr unterschiedlicher Typologie gekennzeichnet, die die unterschiedlichen Nutzungsformen ergänzen, bereichern und zur Adressbildung des Quartiers beitragen.

    Hanggarten
    Der Hanggarten an der blauen Brücke bildet den Auftakt zum neuen Quartier. Die Höhendifferenz zwischen dem Park und dem oberen Geländeniveau der Reutlinger Straße wird mit niedrigen Mauern terrassiert, sodass sich am Übergang zur Bebauung ein begehbarer Hanggarten herausbildet. Gärtnerische Elemente wie Felsenbirne und Magnolien verleihen dem Garten eine eigene Prägung, der auch schöne Ausblicke von der benachbarten Terrasse ermöglicht. In Fortführung der Unterführung aus der Südstadt führt eine Treppenanlage in das neue Quartier.

    Gleispark und öffentliche Grünflächen
    Der Gleispark im Norden fasst das Quartier wie eine grüne Spange. Vom Hanggarten als Auftakt verläuft eine Wegeverbindung von West nach Ost, die an die Parkachse anknüpft und perspektivisch weiter entlang der Gewerbeflächen zu den neuen Spiel- und Sportflächen Reutlinger Wiese führt. Eine Hecke und ein Zaun trennen den linearen Park von den Gleisen. Zitterpappeln begleiten den Weg und können bei Bedarf (Nutzung der Freihaltetrasse) gefällt werden. Die Flächen zwischen der nördlichen Bebauung und dem Weg können je nach Bedarf der Wohnbebauung oder dem Park zugeordnet werden. Extensive Gräsergärten verzahnen den Gleispark mit den Wohnflächen.
    Die öffentlichen Grünflächen sind wesentlich durch die Geschichte des Areals geprägt. In den Grünflächen verbleiben Teile von Schienen, die mit Gräser- und Staudenpflanzungen akzentuiert werden, oder in Wege- und Platzflächen integriert werden. Eine Schicht der Vergangenheit bleibt so für Bewohner und Besucher sichtbar.

    Platz an der Güterhalle
    Der Platz an der Güterhalle wird zum zentralen Treffpunkt des neuen Quartiers. Mit der öffentlichen Nutzung der ehemaligen Güterhalle werden die Flächen durch einen Flohmarkt, einen Markt oder ein Nachbarschaftsfest unterschiedlich bespielt. Eine offene Platzfläche, mit lichten Bäumen überstanden gibt diesen Aktivitäten Raum. Sitzgelegenheiten und ein Wasserspiel beleben die Platzfläche. Das Wasserspiel liegt wie ein Gleis auf dem Platz, aus dem an unterschiedlichen Stellen Fontänen emporsteigen. Am ehemaligen Umladebahnsteig in Nachbarschaft zur neuen Kindertagesstätte entsteht ein spannender Spielort. Ein Spielzug vermittelt die Geschichte des Geländes und verschiedene „Güter“ laden zum Klettern und Entdecken ein. Ein Café verleiht dem Platz auch ohne Veranstaltungen Öffentlichkeit.

    Parkachse – Wehr, Neckarbogen, Güterbahnhof, Südstadt
    Die städtebauliche Nord-Süd-Achse ist durch großzügige Grünflächen und Baumpflanzungen geprägt. Sowohl am Neckarbogen, als auch im neuen Quartier am Güterbahnhof sind Spielareale in den Park eingebunden. Flächen für Gastronomie und öffentliche Nutzungen ergänzen und beleben die Parkachse. Mit dem Bahnhalt „Unterer Wert“ und der zukünftigen Untertunnelung der Gleisanlagen erfolgt eine wichtige Anbindung der Südstadt an den Neckar. Für die notwendigen Rampenanlagen werden Flächen vorgehalten, die ohne Abriss wesentlicher Parkelemente nutzbar sind.

    Gartenhöfe
    Die Gartenhöfe ergänzen die hohe Wohnqualität in den Wohnblöcken und bilden grüne Oasen für die Bewohner. Sie können je nach Wohnform entweder gemeinschaftlich genutzt werden, oder in einzelnen Parzellen den Wohnungen im EG zugeordnet werden.

    Gehweg Reutlinger Straße
    Der Gehweg angrenzend an den Hanggarten und den Sonderbereich wird von einer langen Bank begleitet, deren hohe Lehne als Barriere zur Straße ausbildet und so den entstehenden Raum zur höher liegenden Straße abschirmt und als Eingangssituation nutzbar macht.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.