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  • DE-79111 Freiburg im Breisgau
  • 03/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-104119)

Stadteingang Rieselfeld


  • ein 2. Preis


    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anthony Carimando, Jan Gienau

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: RENDERBAR 3D Visualisierung, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Durch die stadträumliche Arrondierung wird der Stadteingang, der Quartierseingang des Rieselfeldes städtebaulich akzentuiert. Die geplante Neubebauung bildet den Auftakt, die Adresse des Stadtquartiers. Der bisher fehlende Abschluss, der Beginn der Rieselfeld-Allee erfährt mit dieser Neuordnung eine klare stadträumliche Ausrichtung. Das Stadtgebiet Rieselfeld verankert sich mit diesem abschließenden Stadtbaustein mit seinem angrenzenden Umfeld.
    Ziel des Entwurfs ist es, die stadträumliche Situation des Eingangs auch architektonisch hervorzuheben. Mit dem „Freiburger Quintett“ entsteht ein Gebäudeensemble, das mit seinen Ausrichtungen, Nutzungsorientierungen und Freiraumzuordnungen den Raum akzentuiert und prägt.
    Fünf Gebäude bilden im Kontext der angrenzenden Bebauungsstrukturen klare öffentliche und private Zonierungen.
    Wegeverbindungen werden aufgenommen, weiterentwickelt und binden die Neubebauung in die übergeordnete Erschließungsstruktur ein.
    Auftakt bildet ein dominantes Bürogebäude, das über eine großzügige öffentliche Platzsituation mit seinem Foyer und seinem gemeinsamen Eingangsbereich an der Rieselfeld-Allee positioniert ist.
    Die weiteren Gebäude des Ensembles bilden eine Quartiersinnenhofsituation, der die differenzierten Wohnformen und Wohntypologien zugeordnet sind. Es entstehen private Wohnsituationen um einen grünen Gartenhof. Durch die Freistellung der Gebäude sind optimale Belichtungssituationen für die unterschiedlichen Wohnungen gegeben.
    Die geplante Nutzungsverteilung in ein Bürogebäude und ein Wohnquartier schafft für die jeweiligen Nutzungen klar definierte Zuordnungen und geschützte private Bereiche in einer verdichteten urbanen Stadtstruktur.
    Die Architektursprache, Höhenentwicklung, Geschossigkeit und räumliche Zuordnung bindet das Gebäudeensemble zu einem Ganzen zusammen und schafft einen starken gemeinsamen Auftritt. Die Materialität der Fassaden, die einheitliche Formensprache schaffen einen homogenen Stadtbaustein im Kontext der bisher sehr bunten, differenzierten, teilweise sehr heterogenen Architektursprache des angrenzenden Umfeldes.
    Die Rieselfeld-Allee erhält nicht nur einen städtebaulichen sondern auch einen architektonischen Auftakt und schafft somit einen Spannungsbogen vom „Stadteingang“ bis zum Maria-von-Rudloff-Platz.
    Alle Gebäude haben ihre Eingänge, ihre Adressen zum öffentlichen Raum, bespielen diesen und gewährleisten private Innenhofsituationen. Süd- bzw. Westorientierungen der einzelnen Bauteile des Ensembles schaffen für die vorgeschlagenen Wohnungstypologien optimale Belichtungssituationen. Der Quartiersinnenbereich schafft durch die gesetzten Öffnungen Bezüge zu den angrenzenden Bebauung und integriert diese räumlich.
    Zwei von der Ingeborg-Drewitz-Allee anzufahrende Tiefgaragen nutzen die gegebene Topographie und sind dem Bürogebäude bzw. der Wohnbebauung zugeordnet. Alle Fahrradabstellplätze und Müllstandorte sind den jeweiligen Gebäuden bzw. Gebäudeteilen direkt angegliedert.
    Der angrenzende Freiraum, die vorhandenen Alleen und Baumreihen werden an die Neubebauung herangeführt, binden die Bebauung in das übergeordnete Freiraumkonzept ein und schaffen unterschiedliche Freiflächenqualitäten. Stadträumliche Kubaturen und die prägenden Grünzüge schaffen räumliche Synergien und unterstützen sich gegenseitig. Prägende Einzelbäume bzw. Baumgruppen werden in diese Gesamtsituation integriert und behalten ihren, den Ort prägenden Charakter.
    Das Hochparterregeschoss im Bereich der Wohnbebauung gewährleistet ein hohes Maß an Privatheit zum angrenzenden öffentlichen urbanen Raum und schafft ebenerdige private Gartensituationen zu den grünen Innenhofbereichen.
    Alle Wohn- und Büroflächen sind direkt an die Tiefgaragen angebunden. Alle Zugänge, Erschließungen sind barrierefrei ausgebaut und schaffen somit Grundlage für Wohnformen über alle Alters- und Lebenssituationen hinweg.
    Durch einen differenzierten Umgang mit der geplanten Fassadenstruktur lassen sich Terrassensituationen, Loggien oder Wintergärten gestalten, die auf die jeweilige Ausrichtung bzw. den jeweiligen Lärmeintrag reagieren können. Durch diese möglichen, fassadenintegrierten Lärmschutzmaßnahmen entsteht eine lebendige äußere Hülle der Wohnbebauung.
    Das „Freiburger Quintett“, eine städtebauliche Arrondierung, ein Gebäudeensemble für Wohnen und Arbeiten als urbane Akzentuierung des Stadteingangs vom Rieselfeld und ein, den Ort prägender Architekturbaustein.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.