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  • DE-90402 Nürnberg
  • 03/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-91143)

Neugestaltung Hauptmarkt, Obstmarkt und Ostseite Augustinerhof


  • ein 4. Preis Realisierungs- u. Ideenteil

    Perspektive Hauptmarkt

    Architekten
    baum - kappler architekten gmbh, Nürnberg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Andreas Baum

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: ADLER & OLESCH Landschaftsarchitekten GmbH und Stadtplaner, Nürnberg (DE), München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit leitet ihr Konzept sehr schlüssig aus der Analyse der historischen Stadtstrukturen und der topgraphischen Situation ab. So begründet sich die Entscheidung, den gesamten Stadtboden um die Frauenkirche in einer homogenen Struktur mit Granitpflaster zu belegen.
    Dennoch werden die beiden großen Plätze sehr verschiedenen akzentuiert und es entsteht Abwechslung und Spannung im Stadtraum. Der Hauptplatz fällt der natürlichen Topographie folgend in einem gleichmäßigen Gefälle von Nord nach Süd und wird durch hangparallele Entwässerungsrinnen gegliedert. Die Begrenzung des Platzes an den südlichen und nördlichen Gassen ist ein diskussionswürdiger Vorschlag. Der Platz erscheint sehr selbstverständlich, als sei er immer so gewesen und er ist damit für die vielfältigen Nutzungen gut geeignet. Aber, er wirkt auch ein bisschen langweilig, zumindest wünschte man sich einige Sitzmöglichkeiten auch außerhalb der bewirteten Bereiche.

    Ein ganz anderes Thema prägt den Obstmarkt. Orientiert an früheren Raumkanten wird hier eine kräftige Durchgrünung vorgeschlagen. Mit grazilen, aber dicht gepflanzten Baumarten, wie Robinie und Schnurbaum werden stimmungsvolle Aufenthaltsräume und eine sehr interessante Abfolge von Räumen inszeniert. Diese Qualitäten werden unterstrichen durch die Herausnahme des Individualverkehrs aus dem Kernbereich um die Frauenkirche. So reizvoll dieser Gedanke ist, er wird sich nicht umsetzten lassen, da er zu unverträglichen Verlagerungen von Verkehr in die angrenzenden Gassen führen würde. Im Bereich der Busschleife darf die Darstellung der Vegetation wohl nicht zu wörtlich genommen werden. Die ausgewiesenen Fahrradstellplätze sind deutlich zu wenig und sie sind zu peripher angeordnet.
    Das Beleuchtungskonzept wird grundsätzlich positiv beurteilt, die verschiedenen an die städtebauliche Situation angepassten Lichtstimmungen sind angenehm. Allerdings wird die Beleuchtung des Hauptmarktes so nicht funktionieren, die Ausleuchtung des Platzes wäre zu gering und es erscheint auch fraglich, ob jede der umgebenden Fassaden eine solche Heraushebung rechtfertigt. Die Aussagen zu Ausstattungsdetails und Straßenmöblierung sind etwas dürftig, die Aufstellung der Bankreihen am Obstmarkt überzeugt nicht.

    Die Arbeit hat einen im Ganzen richtigen Ansatz und sehr interessante und diskussionswürdige Anregungen besonders im Ideenteil - es wäre zu prüfen, ob sich diese mit den Bindungen von Verkehr und Infrastruktur vereinbaren lassen.


INFO-BOX

Angelegt am 10.04.2012, 12:38
Zuletzt aktualisiert 20.04.2012, 14:25
Beitrags-ID 4-54258
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