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  • DE-76530 Baden-Baden
  • 04/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-90598)

Zwischen Stephanien- und Vincentistraße


  • Anerkennung

    Modell

    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    4.666 EUR

    Erläuterungstext
    Grüne Mitte

    Die vorhandene Talzone wird erhalten und zu einem zentralen Grünraum entwickelt, der einegroßzügige Verbindung zwischen den Wohngebieten und der Innenstadt herstellt. Als öffentlicher Grünraum besitzt er ein Höchstmaß an Durchwegungen und Vernetzungen, wodurch er zu einem wichtigen freiräumlichen Element für die Stadt wird. Durch die Parkanlage entsteht eine Aufwertung für das gesamte Viertel, die zu einer Identifkation seiner Bewohner führen wird. Der Park funktioniert als Freizeit- und Spielfäche und betont das kinder- und familienfreundliche Wohnquartier. Die angrenzenden Wohnhäuser erhalten ihre neue Adresse "Wohnen am Park".

    Der westliche Parkzugang wird mit einem Stadtplatz betont, der für die Kommunikation von Alt und Jung dient. Weitere Flächen für Aktion und Kommunikation werden in den Park integriert. Die Freifäche des Kindergartens wird wie selbstverständlich ein Bestandteil des Grünraums. Der Großteil des alten Baumbestands wird erhalten und ist zukünftig charakterprägend für den neuen Grünraum. Die lockere und durchlässige Parkgestaltung stellt einen fließenden Übergang zu den Parkanlagen der Villa Brumm her und stärkt die klimatologische Wirkung als Kaltluftschneise.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf passt sich gut in das historische umgebende Stadtgefüge ein.
    Die beiden Bebauungsfelder, einmal im Norden entlang der Scheibenstraße
    und zum anderen im Süden in Anlehnung an den Gartenweg fassen in einer angemessenen Form den Grünraum in der Mitte ein.
    Der Grünraum beginnt bereits jenseits der Vicentistraße, ist von hier über eine
    neue Treppenanlage erschlossen und zieht sich bis zur Stephanienstraße in
    einer ansprechenden Form durch, wodurch auch die Anforderungen an die
    Erhaltung der Belüftung bezüglich derKaltluft erfüllt sind und funktionsfähig
    umgesetzt wurden. Beide Baufelder weisen mit ihrer Bebauungsstruktur
    auf die bestehende Umgebung hin. Entlang der Scheibenstraße
    mit einer unterbrochenen Raumkante auf die innerstädtische
    Nachbarschaft, während am Gartenweg mit den Einzelhäusern der
    Übergang zu den Villen hergestelltwird.
    Die im Grünraum platzierten „Parkvillen“ sind in ihrer Körnung etwas
    zu groß geraten. Ebenso bilden die Kettenhäuser am Hang eine Barriere
    für die dahinter liegenden Einzelhäuser am Gartenweg.
    Grundsätzlich ist die bestehende topografische Linienführung bei der
    Planung der Neubebauung eingeflossen.Die gewünschte Durchmischung der
    Wohnungstypen ist im Entwurf gelungen.Durch das gewählte Erschließungssystem
    ist die Anfahrbarkeit weitgehend erfüllt. Die erforderliche Parkierung
    über Tiefgargen unter den Gebäuden ist nachgewiesen. Die einzelnen, über
    den Grünraum erschlossenen TGZufahrten der drei Parkvillen belasten
    jedoch die Qualität des Außenraums.Die Erschließung der TG entlang der
    Kettenhäuser ist nicht nachvollziehbar.
    Insgesamt lässt das gewählte Erschließungssystem den Ansatz eines
    verkehrsberuhigten Quartiers erkennen. Die Kennwerte zeichnen den Entwurf
    als wirtschaftlich aus. Insgesamt stellt der Entwurf eine stabile
    und robuste städtebauliche Grundlage dar, bei Mängeln in einzelnen
    Teilbereichen.