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  • DE-30449 Hannover
  • 04/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-93782)

Feuer- und Rettungswache Weidendamm


  • 1. Preis

    Einsatzmodell: Michael Miesik, Braunschweig / Fotograf: Frank Hellwig, Kassel

    Architekten
    struhk architekten, Braunschweig (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Bernd Paliga-Könneke , Sven Eggers

    Mitarbeit
    Jochen Goede, Julian Hartwig

    In Zusammenarbeit mit:
    TGA-Fachplaner, Energieplaner: THURM&DINGES Planungsgesellschaft mbH, Stuttgart (DE)
    Tragwerksplaner: DREWES + SPETH Beratende Ingenieure im Bauwesen Partnerschaftsgesellschaft mbB, Hannover (DE)
    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner: nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit besticht durch ihre klare stadträumliche Präsenz am Kreuzungspunkt Kopernikusstraße, Ecke Weidendamm. Die mäanderhafte Baukörperfigur umschreibt zwei gegeneinander aufgespannte Hofbereiche, auf denen die Feuerwehrfahrzeuge optimal rangieren können. Gleichzeitig wird mit dieser Anordnung der Verkehrslärm von der ondulierten Wohnzeile ferngehalten. Die zweite Alarmspur entlang der Kopernikusstraße muss jedoch im Zusammenhang mit der Rampe genauer überprüft werden. Der mit Vollendung des zweiten Bauabschnittes sinnfällig platzierte Haupteingang schafft eine klare Orientierung und überzeugt im Zusammenspiel mit der an dieser Stelle viergeschossigen Baumasse als Pendant zum gegenüberliegenden turmartigen Bunker.

    Die Fassadengliederung überzeugt durch ihre horizontale Bänderung und zeigt im Detail ein feingliederiges Zusammenspiel zwischen den vorgeschlagenen Materialien. Auch der dritte Bauab-schnitt fügt sich sinnfällig in das gesetzte Pattern und vollendet die Baukörperfigur als Ganzes. Die innere Organisation der funktionalen Zusammenhänge erfüllt optimal die gesetzten Programmziele. Die offenen Innenhöfe der Ruhezonen sind ausreichend dimensioniert und von hoher Aufenthaltsqualität. Das gilt auch für die Kantine und die Multifunktionsräume, die jeweils auch definierte Außenräume erhalten. Insgesamt überzeugt dieser Entwurf durch seine klare und leistungsfähige Funktionalität verbunden mit einer angemessenen Architektursprache für die gewählte Bauaufgabe.

    Das Gebäude weist eine dem zu erreichenden energetischen Standard angemessene Kompaktheit auf. Die gewählten Maßnahmen des winterlichen und sommerlichen Wärmeschutzes entsprechen den Vorgaben und erfüllen die Anforderungen an den thermischen Komfort. Die Nutzung regenerativer Energien ist über eine umschaltbare CO2-Wärmepumpe in Kombination mit einem Latentspeicher in der Grundlast (Heizung / Kühlung) und Photovoltaik gegeben. Ergänzend soll die Versorgung (Wärme zur Warmwasserbereitung / Strom) über ein BHKW erfolgen. Alternativ wird eine Versorgung über Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung vorgesehen. Die mech. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung senkt den Lüftungswärmebedarf. Die Räume werden über Flächensysteme geheizt und gekühlt.

    Das Energiekonzept entspricht den Vorgaben der Auslobung und weist abgestimmte bauliche und anlagentechnische Maßnahmen auf und ist detailliert ausgearbeitet.