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  • DE-72074 tübingen-lustnau
  • 04/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-105763)

überbauung areal "lustnauer mühle" tübingen


  • Teilnahme Zur Überarbeitung aufgefordert

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    Architekten
    Neugebauer + Rösch Architekten PartGmbB Stuttgart, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Sonja Neugebauer , Robert Rösch

    Mitarbeit
    Volker Zepter

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Koeber Landschaftsarchitektur GmbH, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Lustnauer Mühle Tübingen

    Neugebauer + Roesch Architekten mit Koeber Landschaftsarchitektur

    Erläuterungen

    Das prominent gelegene Areal bietet die Chance den Ortsrand von Lustnau an dieser Stelle zu arondieren. Die Lebendigkeit eines Stadtteils entsteht durch die vorhandene Substanz und die geplanten Nutzungen fast von selbst.

    Die neue Bebauung entwickelt sich in einer orthogonalen einfachen Struktur, die sich in den Bestand einfügt. Scheune und Mühle geben dem Viertel einen unverwechselbaren Charakter.

    Die Gebäude geben den drei umgebenden Strassen der jeweiligen Situation entsprechend unterschiedliche Gesichter. Enger an der Stuttgarter Strasse, um die notwendige Abschirmung zum Lärm zu gewährleisten, offener und kleinteiliger insbesondere zur Aeulestrasse.

    Moderne Architektur, großzügige Öffnungen und eine Farbgestaltung, die die Atmosphäre der Umgebung aufnimmt, ergänzt die gewachsenen Strukturen der Nachbarschaft. Vorgesetzte Balkonelemente in Holzkonstruktion nehmen auch auf die Fachwerkhäuser der Umgebung Bezug.

    Wie selbstverständlich eintsteht in der Mitte ein Quartiersplatz, der durch seine Materialität und den Wechsel von offenen und bepflanzten Flächen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet und hohe Aufenthaltsqualität besitzt.

    Als Bindeglied zwischen studentischem Wohnen, Familienwohnen, Kunst und Gastronomie fungiert er als Treffpunkt aller Bewohner im Quartier. Das durchgängige Fußwegenetz verbindet die Freiräume an Stuttgarter, Nürtinger und Aeulestraße und schafft damit die Verwebung des neuen Stadtbausteins mit der Umgebung.

    Die bestehende Mühle und die zum Kunstatelier umgebaute Fachwerkscheune werden über einen gemeinsamen Kunsthof und Biergarten in ihrer Funktion gestärkt.

    Den Erdgeschosswohnungen sind großzügige Gärten vorgelagert. Die Adressbildung der Gebäudeeingänge wird durch kleine Platzsituationen mit Sitzbänken unterstützt.

    In Verbindung mit dem Quartiersplatz entsteht somit ein System qualitätsvoller privater, halböffentlicher und öffentlicher Freiräume.

    Der Regenwasserabfluss wird zu großen Teilen über Dachbegrünungen verzögert. Gleichzeitig verfügt das Quartier über Mulden, in denen das Regenwasser über die Vegetation (Schilfbänder) verdunsten beziehungsweise in den Untergrund versickern kann.

    Insgesamt entsteht eine harmonische Arondierung des Ortsrandes von Lustnau. Ein neuer lebendiger Stadtteil, der neben der hohen Wohnqualität, auch eine hohe Aufenthaltsqualität im Umfeld bietet.

    Studenten, Künstler, Kneipengänger, Seminarbesucher und die verschiedenen Generationen der neuen Bewohner – alle finden sich im neuen Quartier zusammen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.