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  • 3. Preis

    Modellfoto

    Architekten
    Kauffmann Theilig & Partner Freie Architekten PartGmbB, Ostfildern/ Kemnat (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Modellbauer: Architekturmodelle Degen Modellbau, Esslingen (DE), Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Der Auslober entwickelt eine differenzierte Wunschliste zur Sanierung und Erweiterung:
    Differenziert bzgl. einzelner Gebäudeteile/Funktionen, bzgl. der Intensität der Überarbeitung/Erweiterung und bzgl. der Reihenfolge/Bauabschnitte der einzelnen Maßnahmen. Dies, aber spätestens der Wunsch nach einer Maximierung der Öffnungszeiten während der Umbau- und Erweiterungsphasen, wird das Konzept prägen – wenn man die Vorgaben respektiert.

    Unser Konzept respektiert die Vorgaben, verzichtet aber darauf diese als Gestaltmerk für die inneren Funktionsabläufe und das äußere Erscheinungsbild zu benutzen.


    Das Konzept nach Abschluss von Sanierung und Erweiterung:

    Das Fächerbad in seiner städtebaulich prägenden Kontur bleibt erhalten und ablesbar.
    Zwei neue Bausteine ergänzen und akzentuieren die Figur:
    Die Erweiterung des Allwetterbades mit ablesbarem Kubus im Westen
    und der neue Umkleidebereich über dem bestehenden Umkleideriegel; er akzentuiert die Eingangssituation und prägt das neue Erscheinungsbild maßstabsgerecht.
    Weitere bauliche Ergänzungen ordnen sich dem Duktus des bestehenden Bades unter:
    Ein Verwaltungsbereichi m Westen und die ebenerdige Saunaerweiterung im Osten vervollständigen vorhandene Strukturen.

    Insgesamt entsteht ein neues und ausgewogenes Bild, ohne die prägende Figur der 80er-Jahre zu kompromitieren.


    Die Bauabschnitte

    • Der Kubus im Westen in großzügiger Ergänzung des westlichen Flügels des Allwetterbades sowie der in der Ebene +1 über dem Eingangs-bereich angeordnete neue Umkleidebereich bilden den 1. Bauabschnitt.
    Das neue Allwetterbad dokt kontrolliert und mit geringem Aufwand an das bestehende Bad an. Das 25m Becken mit Tribüne sowie der seperate Lehrbeckenraum sind im Zusammenhang mit dem Bad aber auch autark nutzbar.
    Die neuen Sammelumkleiden im 1. OG ergänzen den Bestand. Das obergeschossige Gebäude wird konstruktiv unabhängig über dem Bestand angeordnet und ermöglicht so eine den Betrieb im EG nicht störende Ergänzung. So kann der Eingangsbereich, die Einzelumkleiden, das Café und die Sauna in Betrieb bleiben!
    Dieser so erreichte Status lässt sich übergangsweise, aber auch für einen längeren Zeitraum betreiben.

    • In einem 2. Bauabschnitt werden die Fassadenhülle des Bades sowie die erdgeschossig überbauten bestehenden Umkleidebereiche saniert und überarbeitet.
    Die neuerrichteten obergeschossigen Umkleidebereiche versorgen das Cabriobad. Eine bereits im 1. Bauabschnitt angeordnete Wege-verbindung auf der Nordwestseite ermöglicht eine Erschließung ohne den Bestand zu benutzen.
    Ein Teil der bestehenden Umkleidebereich auf der Ostseite (im EG) bleibt in dieser Phase erhalten und versorgt die bestehende Sauna. Diese kann damit auch während der Umbau- und Sanierungsphase des Bades weiterbetrieben werden!

    • Nach Abschluss des 2. Bauabschnitts ensteht somit ein vollständiger und erweiterter Umkleidebereich in zwei Ebenen sowie die überarbeitete und das Cabriobad ergänzte Badelandschaft. Das Bad mit dem an gleicher Stelle wie bisher angeordneten Eingangsbereich mit Café und Verwaltung sowie die gesamte notwendige Infrastruktur sind hergestellt.
    Dieser Status lässt sich übergangsweise, aber auch über einen längeren Zeitraum so betreiben.

    • Der bestehende Saunabereich im Osten des Umkleideriegels ist bisher in zwei Ebenen organisiert. Das UG ist unwürdig und kann nicht den Erwartungen einer Sanierung entsprechen. Wir schlagen daher für den 3. Bauabschnitt Umbau- und Erweiterung der Sauna vor. Wir benutzen die baulichen Gegebenheiten des EG´s und erweitern diese nach Osten zu einem funktionierenden Saunabereich. Dieser kann über den gemeinsamen Eingangsbereich mit dem Bad oder auch ggf. separat erschlossen werden. Ein großzügiger Außenbereich, abgeschirmt von den Liegewiesen der Badeeinrichtungen des Bades im Osten des Grundstücks ergänzt das bauliche Saunaangebot.

    • Mit diesem 3. Bauabschnitt ist die Umbau- und Sanierungsphase koordiniert abgeschlossen. Das Fächerbad ist zu keinem Zeitpunkt vollständig geschlossen. Die Umbaumaßnahmen im laufenden Betrieb sind strategisch so geordnet, dass keine wesentlichen Behinderungen des Besuchers oder des Baubetriebs entstehen wird.
    Das Ergebnis verät die Mühen der Zwischenphasen nicht.



    Fassade, Konstruktion und Material

    Die neuen und die überarbeiteten Fassaden bilden eine formale Einheit. Die opaken Flächen sind mit einem großformatierten Betonwerkstein verkleidet (weiß/hellfarben). Die verglasten Flächen erhalten eine Kostenriegelfassade – ebenfalls mit großformatierter und damit auch für das Gesamtgebäude maßstabsgerechten Formatierung. Aktuelle Wärmedämmwerte sowohl für die opaken als auch für die geöffneten Flächen werden selbstverständlich eingehalten.
    Bauliche Ergänzungen des Cabriobades sowie der beiden bestehenden Umkleideriegel im EG bestehen aus Stahlbeton. Ein geordnetes Tragwerk mit direkter Lastabtragung gewährleistet eine wirtschaftliche Herstellung. Die gewählten Spannweiten entsprechen den funktionalen Vorgaben.
    Der obergeschossig angeordnete Umkleidebereich ist wie ein Tisch über den Bestand gestellt. Die Tragkonstruktion besteht aus Stahlunterzügen und Stahlstützen. Die somit entstehende Spannweite von ca. 20m ist wirtschaftlich darstellbar. Ein Eingriff und damit auch eine Nutzungsunter-brechung im erdgeschossigen Umkleidebereich wird damit vermieden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 14.05.2012, 14:48
Zuletzt aktualisiert 24.07.2018, 15:37
Beitrags-ID 4-55072
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